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Der 3.3.03 war schlimm: Ich bin einer Frau, die aussah wie ich, und einem Mann, der aussah wie Horst Buchholz, begegnet. So weitgehende Halluzinationen hatte ich selten. Ich war in McPomm in einer Klinik zur Bewerbung und hatte Streit mit der Sekretärin dort. Ich hatte ihr gesagt, dass sie nicht am Bett des Patienten bleiben kann, wenn seine Verwandte kommt, weil sie zu hübsch sei. Die käme sonst nicht wieder und wäre nur eifersüchtig auf sie. Was ich nicht wusste, war, dass sie die Verwandte war. Die sah aus wie Pamela Anderson. Mindestens. Die Schwestern waren überhaupt alle bildhübsch wie Filmstars. Nur das Mäusekino war gruslig. Dass das Radio mit mir sprach, war ich gewohnt. Zur gleichen Zeit starb Buchholz in der Charité. Alles war so bedeutungsgeladen. Ich war wie in Trance. Alles verfilzte zu einem undurchschaubaren Film. Dass ich ausgerechnet zu der Stunde, als Buchholz starb, mit einem getrampt bin, der ihm ähnelte, wunderte mich damals nicht, sondern erschien mir logisch. Ich war weit weg. Wahrscheinlich in der tiefsten Hypoglykämie.
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