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Elli schrieb am 11.10. 2005 um 03:15:32 Uhr über

Hosenspanner

Ich habe vom Religionslehrer zweimal Hosenspanner bekommen.
Und nun zur Geschichte: Ich bin im Süddeutschen Raum auf dem Lande aufgewachsen und auch dort zur Schule gegangen. Nach der Schulreform 1966/67 war dann »meine« Schule nur noch Grundschule und die Hauptschule, die ich besuchte befand sich in der Stadt. In der 9. Klasse hatten wir dann zu meinen Leidwesen auch noch 14-tägig nachmittags Religionsunterricht.
Ich habe diesen dann dreimal hintereinander geschwänzt. In einer erzkatholischen Gegend zu der Zeit mußte dies ja Folgen habe. Beim 3. Schwänzen wollte ich den Nachmittag bei meinen heißgeliebten Pferden verbringen. Da Sommer war trug ich meine kurze dungelgrüne Lederhose, die ich von meinen Cousin »vererbt« bekommen habe.
Auf dem Weg zu den Pferden hielt plötzlich ein Auto neben mir. Der Fahrer stieg aus. Es war mein Reli-Lehrer, der mich fragte, ob ich nicht etwas vergessen hätte. Als ich dies verneinte, schob er mich unsanft in den VW Käfer. Als er losfuhr, erklärte er mir, daß ich wohl noch eine Verabredung hätte. Ich konnte mich aber an nichts erinnern. Wir fuhren zur Grundschule meines Wohnortes. Da er dort auch Religion unterrichtete besaß er einen Schlüssel. Wir gingen in eines der früheren Klassenzimmer.
Dort wurde allerdings nicht mehr unterrichtet, denn der Raum war voller alter Schulbänke. Einer dieser Bänke stand alleine. Der Reli-Lehrer ging zur Tafel und holte hinter der Tafel einen kurzen Rohrstock hervor. Er meinte, daß ich bzw. mein Lederhosenboden das Stöckchen wegen meines Schuleschwänzens in Form eines zünftigen Hosenspanners ausgiebig zu spüren bekommen würde. Ich mußte mich nun über die bereitgestellte Schulbank beugen, so daß die kurze dicke Doppelzip-Lederhose schön strammgezogen wurde. Der Rohrstock klatschte mehrmals laut schmatzend auf meine Lederhose. Obwohl das dicke Leder einiges abhielt, brannte mein Po fürchterlich so daß Tränen über meine Wangen kullerten. »Schmerzen vergehen, die Erinnerung bleibt«, sagte der Reli-Lehrer.
Die zweiten Hosenspanner provozierte ich. Unter einem Wickelrock (damals modern) trug ich meine inzwischen heiß geliebte kurze Lederhose. Während der Stunde machte ich allerhand Unfug und ich merkte auch, wie meinen Reli-Lehrer allmählich die Zornesröte ins Gesicht stieg.
Zum Ende der Stunde forderte er mich auf noch kurz dazubleiben. Er las mir die Leviten und meinte, daß nochmals einen zünftigen Hosen-
spanner sicherlich verdient hätte. Daraufhin forderte er mich auf, hinter der Tafel das Stöckchen zu holen. In der einen Hand hielt ich den Rohrstock und mit der anderen öffnete ich die Schleife des Wickelrockes, der sogleich zu Boden fiel. Seine Verblüffung dauerte nur kurz,
er packte mich am Handgelenk, zog mich zur ersten Bank und legte mich mit einem Ruck längs über die Tischfläche. Huit, huit, huit machte der Rohrstock, als er ihn zur Probe dreimal durch die Luft sausen ließ. Dann packte er meinen Hosenbund und zog mir die kurze Lederhose stramm. Die ersten Schläge zogen recht gut durch und ich begann mit meinen Beinen zu strampeln. Dadurch bildete sich ein Luftpolster, das die Hiebe doch etwas abmilderte. Als ich jammernd und den Po reibend vor ihm stand meinte er nur trockenSchmerzen vergehen, die Erinnerung bleibt«. Wie recht er doch hatte.
Übrigens: Die Hosenspanner die ich gestern abend
von meinen Mann auf die kurze Lederhose bekam, haben ganz gut durchgezogen. Mein Po brennt jetzt noch.





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