1984
Bewertung: 7 Punkt(e)1984. in meinem geburtsjahr war die schreckeneregende zukunftsvision von george orwell zwar nicht eingetroffen aber damit keinesfalls verjaehrt. sie hat bis heute nichts von ihrer kraft verloren.
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| Der erste Text | am 6.1. 2001 um 17:33:41 Uhr schrieb ra über 1984 |
| Der neuste Text | am 24.12. 2019 um 04:33:41 Uhr schrieb Christine über 1984 |
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am 1.8. 2009 um 15:31:47 Uhr schrieb
am 24.4. 2003 um 13:00:27 Uhr schrieb
am 30.11. 2003 um 11:02:41 Uhr schrieb |
1984. in meinem geburtsjahr war die schreckeneregende zukunftsvision von george orwell zwar nicht eingetroffen aber damit keinesfalls verjaehrt. sie hat bis heute nichts von ihrer kraft verloren.
Eine für George Orwell eher enttäuschende Zukunftsvision. Die geschichtliche bzw. politische Genauigkeit bleibt leider hinter der allgemeinen Paranoia zurück. Textausschnitte wie:» Alle anderen, (Oligarchien, Anm.:Rubaschow)sogar die, welche uns ähnelten, waren feige und scheinheilig. Die deutschen Nazis und die russischen Kommunisten kamen in ihren Methoden sehr nahe an uns heran, aber sie besaßen nie den Mut ihre eigenen Beweggründe zuzugeben. Sie taten so, ja sie glaubten vielleicht sogar, die Macht ohne ihr wollen und auf beschränkte Zeit ergriffen zu haben, und gleich um die Ecke liege ein Paradies, in dem die Menschen frei und gleich sein würden.«, sind in Bezug auf den kurz vor der Erscheinung des Buches geschehenen Holocaust, für mich sehr unverständlich. Angesichts des direkten Eindruckes der deutschen Vernichtungsmaschinerie erscheint mir dieses Buch eher wie eine persönliche Abrechnung mit dem Sowjetregime und Stalin. War doch genau diese Politische Kraft im spanischen Bürgerkrieg für die Inhaftierung und das Verschwinden vieler nicht nur spanischer Genossen und Bekannter Orwell´s verantwortlich.
Auch die geschichtliche Ungenauigkeit mit der Orwell vorgeht, in dem er geschichtliche Abläufe verkehrt darstellt, ist für mich in diesem Zusammenhang nicht als Stilmittel zu rechtfertigen, da die Botschaft die dieses Buch offensichtlich haben soll auf einem Geschichts- verständnis aufbauen muß und nicht auf eben jener Paranoia, welche die Phänomene ohne Betrachtung der Kontexte hervorrufen.
psst.. schreib hier bloss nichts rein
BB liest mit (just look over your shoulder)
schreib nicht über die gefakte mondlandung
nichts über 11+09+2+1, nichtz über dillinger
oder cayman islands, nichts von frühstücksflocken
lennon, kennedy, nestle, deiner Mutter,
dem fleck im badezimmer, 5, walt disney,
und bloss nicht über das z!
sei bitte vorsichtig.
Also, wenn man den Verfassern der beiden wirkmächtigsten Dystopien des 20. Jahrhunderts, Aldous Huxley und George Orwell überhaupt prophetisches Potenzial zubilligt, dann ähneln die heutigen gesellschaftlichen Verhältnisse bei weitem mehr »Brave New World« als »1984«!
Es scheint sich herausgestellt zu haben, dass Gesellschaften mit künstlich erzeugtem Mangel an allem, radikaler Unterdrückung von Information und allgegegenwärtiger brutaler Repression auf Dauer längst nicht so stabil und beherrschbar sind als in Informationsfluten schier ertrinkende (Internet!) Überflussgesellschaften, in denen Repression eher punktuell stattfindet, aber für den Durchschnittsmenschen soviele Möglichkeiten zur Ablenkung mit Konsum-Firlefanz (»Tittytainment«) bestehen, dass Revolution auf unabsehbare Zeit kein Thema ist.
Bliebe bloss noch die Frage, was mit unserer Schönen Neuen Welt nach PeakOil passiert...
Die lächerlichste Annahme in diesem Plott ist es ja, man könnte Menschen besonders effektiv kontrollieren indem man ihre Bindungen untereinander zerstört und ihnen Sex verbietet. Daß es in Wahrheit genau andersherum ist, sollte wohl für jeden leicht ersichtlich sein.
Die Begriffe »1984« und »Schäuble« sind irgendwie miteinander verbunden in meinem Gehirn.
Wer 1984 mag, dem empfehle ich Huxleys »Schöne neue Welt«. Die beiden Bücher unterscheiden sich, aber beide zeichnen sie ein sehr erschreckendes Bild von der Zukunft.
Und Huxleys »Pforten der Wahrnehmung« ist sowieso Pflichtlektüre für jeden Psychonauten.
Und wenn ihr (die Psychonauten) dann reist, dann hört euch mal »Microphones In The Trees« von »A Silver Mt Zion« an, ich liebe dieses Lied.
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