Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 21, davon 21 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 15 positiv bewertete (71,43%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 9.12. 2007 um 16:44:09 Uhr schrieb
AIF über Wurstbrauchtum
Der neuste Text am 8.7. 2008 um 20:58:17 Uhr schrieb
Antipapst Rigor Mortis XVII. über Wurstbrauchtum
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 5)

am 9.12. 2007 um 17:47:14 Uhr schrieb
Peter K. über Wurstbrauchtum

am 9.12. 2007 um 18:36:57 Uhr schrieb
Peter K. über Wurstbrauchtum

am 12.12. 2007 um 20:17:54 Uhr schrieb
Peter K. über Wurstbrauchtum

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Wurstbrauchtum«

mcnep schrieb am 9.12. 2007 um 20:55:11 Uhr zu

Wurstbrauchtum

Bewertung: 4 Punkt(e)

- Damit der Flachs gut gerät, muß man an Maria-Lichtmeß in Baden und in Hessen Hirsebrei und eine lange Bratwurst essen.

-Wenn in den Roßlauer Dörfern in Anhalt vor Weihnachten der »Erbsenbär« umgeht, sammelt ein vierter Bursche, während der Bär tanzt, Eier und Würste, die beim Gemeinschaftsmahl verzehrt werden.

- Rochholz berichtet, daß man in Galizien neben Getreidekörnern auch Würste neben den Toten in den Sarg legte.

- In einigen Dörfern am Drömling und bei Vorsfelde ist es Sitte, daß etwa acht Tage nach der Geburt die Familie ein Wurstessen im engsten Kreise abhält.

- Wenn ein Mädchen beim Hochzeitessen eine Grützwurst bekommt, in der eine Pflaume steckt, so wird sie im selben Jahr noch heiraten.


Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens 9,866-874

Peter K. schrieb am 9.12. 2007 um 21:21:30 Uhr zu

Wurstbrauchtum

Bewertung: 2 Punkt(e)

Harte Würste kauft man übrigens keinesfalls in Scheiben, sondern am besten ganz. In meiner Metzgerei, wo ich als »Ganzwurst-Käufer« bekannt bin, ist es auch kein Problem, so eine Wurst mal zu probieren - immerhin kann eine ganze Salami locker mal anderthalb bis zwei Kilo auf die Waage bringen. Die Wurst wird dann nicht etwa im Kühlschrank aufbewahrt, sondern am Küchenfenster aufgehängt. Die Abschnittfläche trocknet zwar etwas ein, aber dafür ist schlimmstenfalls der Hund zuständig. Die Wurst selbst jedoch wird durch das Abhängen immer nur härter - und in aller Regel: besser.

Peter K. schrieb am 9.12. 2007 um 22:11:05 Uhr zu

Wurstbrauchtum

Bewertung: 2 Punkt(e)

In Deutschland fast völlig in Vergessenheit geraten ist die Möglichkeit, mit harter Wurst zu kochen. In Spanien beispielsweise wird eine solche Koch-Salami geradezu kultiviert: die »Chorizzo«-Wurst, eine großvolumige, grobe Salami mit scharfem Paprika, die vor Fett geradezu trieft. Roh ist sie - für mich zumindest - fast ungeniessbar. Aber in dünnen Scheiben oder Streifen geschnitten, in der Pfanne ausgelassen, und Rühreier darüber - köstlich !
Und eine Tomatensosse zu Nudeln etwa, deren Basis aus angebratenem Würzgemüse besteht, bekommt einen regelrechten Kick, wenn man das Würzgemüse nicht nur in Olivenöl, sondern auch dem Fett von kleingehackter Chorizzo oder anderer, würziger Salami anbrät. Die Sosse erhält einen runden, kräftigen Geschmack - mit einem Aufwand von vielleicht 20-30 g Wurst !

Peter K. schrieb am 9.12. 2007 um 17:35:32 Uhr zu

Wurstbrauchtum

Bewertung: 1 Punkt(e)

Eine schöne Rauschtat ist das Weißwurstfrühstück, daß grundsätzlich bei schönem Wetter und im Freien stattzufinden hat. Allerspätestens um zehne muß man damit beginnen, da die Weißwürste ja das 12-Uhr-Läuten nicht hören dürfen. Pro Person benötigt man je nach Appetit 2-4 Weisswürste, 1-2 Laugenbrezeln oder Laugenbrötchen, etwa 1/4 Glas süssen Senf und 1/4 - 1/2 Kasten Weißbier, das nicht übertrieben kalt sein darf. Weicheiern sei es dabei zugestanden, zuvor mit einem Süssfrühstück eine gewisse Unterlage zu schaffen. Das schöne am Weißbierfrühstück besteht darin, daß es einen der selten gewordenen Vormittagsräusche verursacht, der seinerseits dazu führt, daß man die heisse Mittagszeit unter einem Apfelbaum liegend verbringen kann, um den Tag sodann in einem Biergarten oder am See ausklingen zu lassen. Dabei sind weitere Räusche und Lustbarkeiten zugelassen - sogen. sinnvolle Tätigkeiten bleiben jedoch nach einem Weisswurstfrühstück höchst unerwünscht.

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