Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 21, davon 13 (61,90%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 9 positiv bewertete (42,86%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 21.2. 2003 um 11:51:09 Uhr schrieb
biggi über Kastrat
Der neuste Text am 11.10. 2026 um 00:41:39 Uhr schrieb
Zuzanna über Kastrat
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 1)

am 2.9. 2008 um 16:23:26 Uhr schrieb
Antipapst Rigor Mortis XVII. über Kastrat

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Kastrat«

Dottore Marcellini schrieb am 3.8. 2026 um 14:18:38 Uhr zu

Kastrat

Bewertung: 41 Punkt(e)

Es ist ein Irrtum, dass Männer nach ihrer Kastration eine hohe oder höhere Stimme bekommen würden. Wäre das der Fall, dann hätte man die Gesangskastraten damals nicht schon als Kinder oder Jugendliche kastrieren müssen.

Wie entstand ein Gesangskastrat?

- Kastration in der Kindheit oder zu Beginn der Pubertät, um die Knabensopran- oder -altstimme zu erhalten.
- Gesangsausbildung: Unterricht, Singen und Üben bis zum Umfallen.
- Der guten Ordnung halber: Keuschheit im Konservatorium. Auch wenn das den spät kastrierten Jungen meist gar nicht passte.

Dottore Marcellini schrieb am 24.7. 2026 um 02:01:23 Uhr zu

Kastrat

Bewertung: 48 Punkt(e)

Die römische Kirche konnte nicht genug davon kriegen. Bis zu 3000 Jungen wurden jedes Jahr kastriert, über drei Jahrhunderte. In dieser Zeit musste in Italien jeder Junge mit einer schönen Sopran- oder Altstimme damit rechnen, kastriert zu werden. Um so mehr, wenn er auch noch ein hübsches Gesicht hatte.

Es gab die „frühen Kastrationen“: Jungen, die im Alter von sieben bis zehn oder elf Jahren zum Chirurgen gebracht wurden. Die hatten Angst, weil es weh tat, es gab ja noch keine Betäubungsmittel. Aber ansonsten waren die ahnungslos und ließen’s geschehen – für die Kunst und die Karriere.


Aber es gab auch die „späten Kastrationen“: Jungen, die bereits geschlechtsreif waren, wenn sie beim Chirurgen auf den Tisch kamen. Die waren schon „aktiv“, die kannten die Lust, die wollten das nicht, die wollten nicht kastriert werden. Aber sie wurden nicht gefragt. Sie wurden festgebunden, und ehe sie sich versahen, war die Welt um einen hübschen, verheißungsvollen Kastraten reicher.

Dottore Marcellini schrieb am 19.9. 2026 um 00:01:13 Uhr zu

Kastrat

Bewertung: 21 Punkt(e)

Auch Eunuch oder Verschnittener: Junge oder Mann, dem nur die Hoden oder aber sowohl Hoden als auch Penis entfernt wurden. Ersteres war in der westlichen Welt verbreitet, letzteres vor allem im Osmanischen Reich und in China.

Beides führte dazu, dass der Betroffene keinen Nachwuchs zeugen konnte.
Davon abgesehen konnten die Folgen sehr unterschiedlich sein: Ohne Penis und Hoden ging, wie man leicht einsehen kann, nichts mehr. Mit Penis und ohne Hoden kann ein Junge oder Mann, wenn er vor der Kastration bereits sexuell aktiv war und sein Geschäft hinreichend geübt hatte, noch Monate, oft auch über viele Jahre den Beischlaf ausüben, wenn auch nicht mehr mit der lustvollen Empfindung und Kraft des »intakten« Jungen oder Mannes.

Die Bezeichnungen der Prozedur – Kastration, Entmannung oder Verschneidung – sagen übrigens nichts darüber aus, welche Teile der Männlichkeit dem Messer anheim fallen sollten bzw. gefallen waren.

Flucht-Links: Kastration | kastrieren | Entmannung | entmannen | Eunuch

Dottore Marcellini schrieb am 24.7. 2026 um 02:36:07 Uhr zu

Kastrat

Bewertung: 38 Punkt(e)

Findest Du „Kastrat“ gut oder schlecht?

Kastraten waren aus gesunden, verheißungsvollen Jungen geschaffene Wesen, die mit ihren engelsgleichen Stimmen die Damenwelt entzückten und Begeisterungsstürme entfachten. Persönlich habe ich leider keinen kennengelernt. Aber schlecht können sie ja nicht gewesen sein.

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