Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Cicero«
DWay schrieb am 16.4. 2002 um 15:48:42 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. u. Z.)
Cicero gehört zur Neuen Stoa, weicht aber in einigen Fragen von ihr ab.
Cicero kam frühzeitig nach Rom, wo er eine gute Ausbildung insbesondere in Rhetorik, Philosophie und Rechtswissenschaft.
Zu philosophischen Arbeiten hat Cicero nur in Zeiten erzwungener politischer Muße Zeit gefunden.
Am Anfang (56-51) stehen seine staatsphilosophischen Werk De re publica und De legibus in denen Cicero im Anschluß an Platons philosophischer Hauptwerke das Bild des besten Staates mit der besten Gesetzgebung, verwirklicht in der römischen Verfassung (Mischung von Konsulat, Magistrat, Volksversammlung), zeichnet.
Politisches und persönliches Mißgeschick (Sieg Caesars, frühzeitiger Tod der Tochter Tullia) veranlaßten Cicero, sich noch intensiver als bisher mit philosophischen Studien zu beschäftigen, und ließen in ihm den Plan reifen, die gesamte griechische Philosophie in ihren wichtigsten Teilen in lateinischer Sprache zu behandeln.
Den Plan verwirklichte er in der Jahren 46 bis 44.
Ohne selbständige Forschung zu betreiben, wählte er aus der griechischen Philosophie jeweils diejenigen Lehren aus, die ihm verständlich und nützlich schienen, z. B. die Akademiker Philon von Larissa und Antiochos von Askalon sowie den Stoiker Poseidonios.
In der Geschichte der Logik ist Cicero besonders dadurch bekannt, daß er in dem kleinen Traktat Tropika eine juristisch und rhetorisch adaptierte Version des Werkes von Aristoteles gleichen Namens herausgab.
Cicero leistete einen Beitrag zur Entwicklung der lateinischen logischen Terminologie und in einigen seiner Schriften äußerte er eine Reihe vorwiegend kritischer Bemerkungen über die zu einer Zeit existierenden logischen Schulen und Lehren.
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Ganther schrieb am 7.7. 2001 um 01:47:58 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Muß ein sehr guter Rhetoriker gewesen sein, aber alles was uns davon überliefert wurde, sind seine in einer inzwischen sanft entschlummerten Sprache geschriebenen Texte seiner Reden. Erinnert ein wenig an die Schatten in Platos Höhlengleichniß.
Nachdem das zweite Triumvirat (Augustus, Marc Anton, Lepidus) etabliert worden war, mußte er sterben, weil Marc Anton ihn nicht mochte und jeder als Zeichen des guten Willens sich mit der Liquidierung der Gegner der anderen einverstanden erklären mußte. Es gibt die Anekdote, daß Augustus, nachdem er die Alleinherrschaft errungen hatte, einen seiner Enkel bei der Lektüre eines Werkes von Cicero »ertappte«. Der Enkel versuchte das »Buch« zu verbergen, doch Augustus nahm es ihm ab, las lange darin und gab es ihm mit den Worten zurück:»Ein großer Mann, wortgewaltig und voller Liebe für sein Vaterland.«
Aber wer weiß schon, ob er das ernst meinte, waren seine letzten Worte doch:»Applaudiert, Freunde, die Komödie ist vorüber.«
from sarah with love schrieb am 22.12. 2001 um 12:39:28 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
o cicero!
angeblich sollst du ideen der stoa in deinen schriften verbreitet haben.
davon habe ich nichts gemerkt. die drei seiten pro sexto roscio, die ich gelesen habe, haben mich langweilig angegähnt.
stoische geduld mußte ich da aufwenden.
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