Jugendstil
Bewertung: 6 Punkt(e)nach dem Jugendstil entdeckte man, daß auch schlicht schön sein kann. Dann wurde entdeckt, daß schlicht auch billig ist. Dann, daß man billig auch als schön verkaufen kann
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| Der erste Text | am 10.4. 2000 um 16:56:04 Uhr schrieb ein klein Mädchen über Jugendstil |
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am 14.1. 2016 um 17:54:04 Uhr schrieb
am 21.2. 2024 um 09:08:02 Uhr schrieb
am 21.9. 2024 um 19:25:29 Uhr schrieb |
nach dem Jugendstil entdeckte man, daß auch schlicht schön sein kann. Dann wurde entdeckt, daß schlicht auch billig ist. Dann, daß man billig auch als schön verkaufen kann
Der Beginn der Befreiung vom Sein zum Seienden in der Kunst. Interessant, dass es eine Zeit der staubigen Dummheit war, in der alle anders Denkenden geächtet wurden, Wiege des Ausländerhasses und des Antisemitismus in Europa. Noch interessanter, dass die Kreativen dieser Epoche auf Nationen pfiffen, eine Internationale des Geistes gründeten und zeigten, dass Vorurteile für die Tonne sind. Eine Zeit der Befreiung, auch der sexuellen Befreiung. Wer die Blumenmotive des Jugendstils, im Art Déco und Arts&Crafts sieht, versteht die Natürlichkeit des Wesens.
Jugendstil, in meiner Kindheit ist es eher ein Schimpfwort gewesen. Obschon geboren und aufgewachsen in Wien, hat Jugendstil Anfang der 60-Jahre nicht allzuviel Anhänger gehabt. Resopaltische sind in gewesen, pflegeleichte Kunststoffoberfächen und wer sich dies nicht leisten konnte hat sich für alte Biedermeiermöbel entschieden.
Ja damals hätte man Schnäppchen machen können. Irgendwann ist Jugendstil populär geworden, ob es einen direkten Zusammenhang mit zahlungskräftigen Touristen gegeben hat?
Die Möbel aus dieser Epoche sind vom Flohmarkt nach Aufarbeitung in teure Gallerien gewandert, auch ein simples Trinkglas ist schwer erschwinglich geworden. Endlich haben sich auch die Stadt und einige private Hauseigentümer besonnen und einige der schönsten Bauten aus dieser Zeit renoviert.
Die Stadt hat einigen ihrer hervorragensten Künstlern verziehen, daß sie damals nicht in den Totengesang der Monarchie eingestimmt haben, sondern Neues auf den Weg gebracht haen und dies in für Wien beinahe beachtlichen Tempo (heute laufen die Uhren dort auch schneller)
Im Jugendstil war der Übergang von Kunst, Design und Kitsch fließend. (Nun ja, wer's mag...)
Heute scheint mir eher der Übergang von Kunst, Jugend-Stil und Häßlichkeit fließend zu sein. Das mag unserer modernen Welt eher gerecht werden - ich finde es trotzdem deprimierend. Was, bitte, ist an Schönheit oder meinetwegen Ästhetik denn so uncool?
sobald es Roboter gibt, die alle verschollenen Handwerke beherrschen, werden diese den in der Mathematik entdeckten Jugenstil (Fraktale) umsetzen und Städte und Häuser und Möbel bauen in einem geradzu URWALDmäßigem Jugendstil. Macht nichts, wenn irgenwo eine Ranke abbricht: sie wird gleich von 10 noch schöneren ersetzt
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