Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 27, davon 27 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 15 positiv bewertete (55,56%)
Durchschnittliche Textlänge 906 Zeichen
Durchschnittliche Bewertung 0,444 Punkte, 9 Texte unbewertet.
Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 4.11. 2000 um 00:03:51 Uhr schrieb
hei+co über buchmaschine
Der neuste Text am 18.7. 2026 um 11:38:46 Uhr schrieb
misterschitt über buchmaschine
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 9)

am 14.11. 2009 um 05:10:39 Uhr schrieb
RICHARD STEENBECK über buchmaschine

am 27.10. 2008 um 21:39:45 Uhr schrieb
Der liebe Junge von nebenan über buchmaschine

am 20.3. 2003 um 15:31:13 Uhr schrieb
das Bing! über buchmaschine

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Buchmaschine«

Dubost, Jean-Pierre schrieb am 11.1. 2001 um 09:22:28 Uhr zu

buchmaschine

Bewertung: 1 Punkt(e)

Zukunft (der Literatur):
Potentialität der Formen

"Es stellt sich also die Frage, worin der Unterschied zwischen
der technologischen und literarischen Innovation besteht. Die
Zukunft der Literatur kann sicherlich nicht allein darin
bestehen, die Science-fiction als alleiniges Modell textueller
Erfahrungen zu nehmen. [...] Was nun die Sirenen Odysseus
zu singen versprechen, ist die Vergangenheit seiner eigenen
Unternehmungen, die für die Zukunft in Epos zu verwandeln
sind. [...] In der Tat: jede Zukunftsmusik bleibt dem Text
unhörbar. Er ist es, der sich die Ohren mit Wachs zustopft, um
nicht zu hören. Würde die textuelle Erfindung
phänomenologisch als ein Akt des Horchens beschreibbar
sein, dann müßte man wahrlich sagen, daß die Literatur
seltame Ohren hat. Sie kann den Schall und Wahn der
Gegenwart vollkommen überhören und Nadeln auf den Boden
fallen hören, die erst in Jahren oder Jahrhunderten fallen
werden. Diese seltame Fähigkeit hat nicht zuletzt damit zu tun,
daß die Erfindung neuer Formen ein besonderes Hörorgan
voraussetzt, das imstande ist, jenes 'Grundgeräusch' zu
vernehmen, jenes 'Murmeln des Intertext', das nicht die
Gesamtheit aller Sprachen und auch nicht aller Diskurse,
sondern die Möglichkeitdes Virtuellen ist. [...] Ihre
Aktualisierung war aber niemals etwas anderes [...] als ihre
eigenen Ankündigung [...]. Denn die Textualität beruht nicht
allein auf Mimesis, auf Simulation, sie ist auch jene Bahnung,
die sich selbst voraus ist. [...] Die blinde Retention, die die
literarische Innovation ermöglicht, bedeutet kein passives
Verfügen über ein unendliches Reservoir von Daten (von
Themen, Schemata, Techniken). Textformen, die zu anderen
möglichen (vergangenen oder noch nicht realisierten) Formen
in einem nur repräsentativen Verhältnis stehen [...], haben
literarisch keine Zukunft. Formen, die 'ganz neu' wären und
gar keinen Bezug zum 'unendlichen Gemurmel' der Texte
haben würden, gibt es einfach nicht. Die 'Zukunft der
Literatur' besteht also nicht darin, zukunftsgerichtet rationale
Konjekturen intuitiv zu überbieten oder den 'Vorschein der
Zukunft' textuell zu aktualisieren, sie besteht darin, unter den
Bedingungen des Vergessens sich an die Potentialität der
Formen zu erinnern."
(Dubost, Jean-Pierre 1990: Die Zukunft des Textes, in:
Sloterdijk, Peter (Hg.): Berichte zur Lage der Zukunft.
Frankfurt am Main, S. 504-527, hier S. 519- 520

hei+co schrieb am 4.11. 2000 um 00:19:53 Uhr zu

buchmaschine

Bewertung: 1 Punkt(e)

aus der Werkzeugkiste: Buch als Brille
"Das Buch hat aufgehört, ein Mikrokosmos nach klassischer und abendländischer Art zu sein. Das Buch ist kein Bild der Welt und noch viel weniger Signifikant. Es ist nicht schöne organische Totalität, auch nicht mehr Einheit des Sinns. Michel Foucault antwortet auf die Frage, was für ihn ein Buch sei: eine Werkzeugkiste. Und Proust, dessen Werk voller Bedeutungen stecken soll, meinte, daß sein Buch wie eine Brille sei: probiert, ob sie euch paßt; ob ihr mit ihr etwas sehen könnt, was euch sonst entgangen wäre; wenn nicht, dann laßt mein Buch liegen und sucht andere, mit denen es besser geht. Findet die Stellen in einem Buch, mit denen ihr etwas anfangen könnt.
Wir lesen und schreiben nicht mehr in der herkömmlichen Weise. Es gibt keinen Tod des Buches, sondern eine neue Art zu lesen. In einem Buch gibt' s nichts zu verstehen, aber viel dessen man sich bedienen kann. Nichts zu interpretieren und zu bedeuten, aber viel, womit man experimentieren kann. Ein Buch muß mit etwas anderem 'Maschine' machen, es muß ein kleines Werkzeug für ein Außen sein."
(Deleuze/Guattari: Rhizom, Berlin 1977 , 40)

Douglas Davis schrieb am 5.11. 2000 um 15:51:25 Uhr zu

buchmaschine

Bewertung: 1 Punkt(e)

Interaktion mit einem (endlosen) Satz
Der Pionier interaktiven Fernsehens und früher telematischer Projekte Douglas Davis wollte schon in seinen TV und Videoexperimenten aus den starren Sender-Empfänger-Paradigmen massenmedialer Medienschaltungen ausbrechen. Unvergessen ist eine Kameraeinstellung bei einer open-TV-Übertragung, in der er immer wieder gegen das Objektiv der aufnehmenden Kamera trommelt und den Zuschauern zuwinkt und sie auffordert, näher zu kommen (Abb.11).
Dieses Durchbrechen der Zuschauenden zur ,anderen Seite` konnte freilich in den Konzept-Art und Video-Kunst-Projekten nur simuliert werden - und so ist es nur konsequent, wenn gerade Douglas Davis den vielleicht wirklich ,ersten` hypertextuellen Virus im Netz 1995 aussetzt, den ersten wirkliche ,Welttext`[46]:
Der First collaborative Sentence ist ein einziger Satz, der immer weiter geschrieben werden kann - und auch wird: ohne Thema, unstrukturiert, ohne Absender, ohne Empfänger, anonym, vollkommen offen - und den in seiner jetzigen Version vorzulesen wahrscheinlich ein ganzer Tag nicht ausreichen würde:
»THE WORLD`S FIRST CLICK here if want to see a close-up of yourself with your nose on the screen before plunging on ahead: CLICKCLICKCLICK CLICKCLOSER CLOSERCLOSERCLICKCLICKCLICKCLICK [...]«.[47]

hei+co schrieb am 11.1. 2001 um 09:21:29 Uhr zu

buchmaschine

Bewertung: 1 Punkt(e)

Wer Spricht?


Es hat nie wirklich Autoren gegeben.
Am Anfang war ein Text? Und der Text generierte andere
Texte, überlagerte sich mit Bildern, Metaphern, Briefen,
Schriftrollen, Traumresten, Einritzungen ...
Jemand hatte das alles gehört und aufgeschrieben: die
Märchen, die Mythen des Alltags, abgeschrieben und
downgeloadet aus dem Internet. Die Wolken, die
vorüberziehen. Andere hatten weitergeschrieben, korriegiert,
gelöscht, umgeschrieben, übersetzt, Briefe verschickt, Reden
gehalten, Lieder gesungen, Theaterstücke aufgeführt ... aber
Autoren, die hat es niemals gegeben, nur Texte ...
"Odysseus reist durch eine nur in der Sprache geborgene
erlebnisidee, in die reale Erinnerungsmomente eingeflossen
sind, ohne daß sie direkt in einen aktuell sich ereignenden
Lebenszusammenhang eingebettet wären. Unmittelbar erlebt ist
allein der epische Text im vollzug seines Entstehens und seiner
Wahrnehmung. Ob dahinter eine wie in diesem Fall plurale
Autorschaft steht, die sich der Obersignatur Homers bedient,
oder ob es wie beispielsweise für Vergils 'Aeneis' eine
personal konkretisierbare Autorschaft wäre, ist nich von
entscheidendem Belang.
Wesentlich ist die unmittelbare und vor allem wiederholbare
Erlebnispräsenz von Sprache und daruas resultierendem Werk,
in der sich Urheber und Nutzer treffen." (Kleinschmidt 1998,
45)

Einige zufällige Stichwörter

Dominosteine
Erstellt am 3.1. 2002 um 02:52:39 Uhr von diso, enthält 15 Texte

StadtLandFluss
Erstellt am 1.7. 2003 um 17:36:27 Uhr von E zweihundertsechsundfünfzig, enthält 11 Texte

Frauenoberschule
Erstellt am 16.12. 2006 um 17:20:29 Uhr von Werner, enthält 9 Texte

Papageien-zur-Bundestagswahl
Erstellt am 19.1. 2003 um 01:47:50 Uhr von Ugullugu, enthält 11 Texte

hirnmassenblutung
Erstellt am 3.4. 2022 um 15:54:08 Uhr von Bettina Beispiel, enthält 1 Texte


Der Assoziations-Blaster ist ein Projekt vom Assoziations-Blaster-Team (Alvar C.H. Freude und Dragan Espenschied) | 0,0288 Sek.