Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 25, davon 25 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 15 positiv bewertete (60,00%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 4.11. 2000 um 00:03:51 Uhr schrieb
hei+co über buchmaschine
Der neuste Text am 8.4. 2010 um 22:43:10 Uhr schrieb
Baumhaus über buchmaschine
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 7)

am 20.3. 2003 um 15:31:13 Uhr schrieb
das Bing! über buchmaschine

am 27.10. 2008 um 21:39:45 Uhr schrieb
Der liebe Junge von nebenan über buchmaschine

am 10.9. 2003 um 20:26:43 Uhr schrieb
Rufus über buchmaschine

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Buchmaschine«

hei+co schrieb am 4.11. 2000 um 00:19:53 Uhr zu

buchmaschine

Bewertung: 1 Punkt(e)

aus der Werkzeugkiste: Buch als Brille
"Das Buch hat aufgehört, ein Mikrokosmos nach klassischer und abendländischer Art zu sein. Das Buch ist kein Bild der Welt und noch viel weniger Signifikant. Es ist nicht schöne organische Totalität, auch nicht mehr Einheit des Sinns. Michel Foucault antwortet auf die Frage, was für ihn ein Buch sei: eine Werkzeugkiste. Und Proust, dessen Werk voller Bedeutungen stecken soll, meinte, daß sein Buch wie eine Brille sei: probiert, ob sie euch paßt; ob ihr mit ihr etwas sehen könnt, was euch sonst entgangen wäre; wenn nicht, dann laßt mein Buch liegen und sucht andere, mit denen es besser geht. Findet die Stellen in einem Buch, mit denen ihr etwas anfangen könnt.
Wir lesen und schreiben nicht mehr in der herkömmlichen Weise. Es gibt keinen Tod des Buches, sondern eine neue Art zu lesen. In einem Buch gibt' s nichts zu verstehen, aber viel dessen man sich bedienen kann. Nichts zu interpretieren und zu bedeuten, aber viel, womit man experimentieren kann. Ein Buch muß mit etwas anderem 'Maschine' machen, es muß ein kleines Werkzeug für ein Außen sein."
(Deleuze/Guattari: Rhizom, Berlin 1977 , 40)

hei+co schrieb am 4.11. 2000 um 00:11:41 Uhr zu

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Bewertung: 1 Punkt(e)

Text als Oberfläche
So könnte höchstens ein Text, der niemals gelesen werden würde, einen Autor haben - jeder andere Text aber ist Produkt von verschiedenen textproduktiven Prozessen - Textmaschinen:
Sprachspielen, Auf- und Entladungen, Referenzen, die sich aufbauen, abbrechen,. vertiefen und vernetzen ... Differenzen und Wiederholungen von Lese- und Schreib-akten ...
Ein Text stellt eine Oberfläche dar für die Begegnung von Leser und Schreiber, Urheber und Nutzer, Sender und Empfänger ...
»Autor und Leser sind durch gleiche Anstrengung und Aufmerksamkeit in der Textarbeit vereint. Die Gültigkeit dieser Konstellation erstreckt sich idealerweise auf einen zeitlich wie kulturell gemeinsamen Textort, wo sich schreibender ’Leseautor’ und dem Formulierungsprozeß inhärenter ’Autorleser’ treffen. [...] Die impliziten Interaktionen, die sich im unmittelbaren, weitgehend gleichberechtigtem Korrespondenzwissen von Autor und Leser intentional aufeinander bezogen aufbauen und zur evidenz gelangen, entziehen sich einer auktorialen Verfügung. [...] Dem Leser fält zunehmend Autorschaft zu, die aber nicht mehr mit dem ursprünglichen Formulierer zurückgekoppelt ist, sondern die diese Bindungsgemeinschaft nur noch simuliert. « (Kleinschmidt, Erich, Autorschaft. Konzepte einer Theorie, Tübingen und Basel, 1998, 43)

Pierre Bayle schrieb am 11.1. 2001 um 09:20:22 Uhr zu

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Bewertung: 1 Punkt(e)

Irrtümer, Lexikon der

Daß die Archive des Wissens nicht nur rein kumulativer Natur
sein können und dürfen, zeigt das historisch-kritische
Wörterbuch, das Pierre Bayle nach zehnjähriger Forschungs-
und Kompilationsarbeit herausbrachte - und das zu einem
einflußreichen Konversationslexikon der aufklärerischen
Salons avancierte. Der Ansatz ist durch und durch intertextuell
und liest sich wie das Projekt einer `historisch kritischen'
Neu-Auflage aller bisherigen Wörterbücher: es geht um ein
Lexikon von Fehlern, Irrtümern, Auslassungen, Verdrehungen
der gängigen Lexika seiner Zeit:
,,Ich habe mir in den Kopf gesetzt, die größte mir mögliche
Sammlung von Fehlern zusammenzustellen, die sich in den
Nachschlagewerken finden [...].
(Neumeister 1990, S. 62)

Douglas Davis schrieb am 5.11. 2000 um 15:51:25 Uhr zu

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Bewertung: 1 Punkt(e)

Interaktion mit einem (endlosen) Satz
Der Pionier interaktiven Fernsehens und früher telematischer Projekte Douglas Davis wollte schon in seinen TV und Videoexperimenten aus den starren Sender-Empfänger-Paradigmen massenmedialer Medienschaltungen ausbrechen. Unvergessen ist eine Kameraeinstellung bei einer open-TV-Übertragung, in der er immer wieder gegen das Objektiv der aufnehmenden Kamera trommelt und den Zuschauern zuwinkt und sie auffordert, näher zu kommen (Abb.11).
Dieses Durchbrechen der Zuschauenden zur ,anderen Seite` konnte freilich in den Konzept-Art und Video-Kunst-Projekten nur simuliert werden - und so ist es nur konsequent, wenn gerade Douglas Davis den vielleicht wirklich ,ersten` hypertextuellen Virus im Netz 1995 aussetzt, den ersten wirkliche ,Welttext`[46]:
Der First collaborative Sentence ist ein einziger Satz, der immer weiter geschrieben werden kann - und auch wird: ohne Thema, unstrukturiert, ohne Absender, ohne Empfänger, anonym, vollkommen offen - und den in seiner jetzigen Version vorzulesen wahrscheinlich ein ganzer Tag nicht ausreichen würde:
»THE WORLD`S FIRST CLICK here if want to see a close-up of yourself with your nose on the screen before plunging on ahead: CLICKCLICKCLICK CLICKCLOSER CLOSERCLOSERCLICKCLICKCLICKCLICK [...]«.[47]

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