Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 27, davon 27 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 4 positiv bewertete (14,81%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 29.6. 2003 um 02:01:00 Uhr schrieb
Der hilfreiche Sozialarbeiter über Jugendamt
Der neuste Text am 15.6. 2024 um 05:43:55 Uhr schrieb
gerhard über Jugendamt
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 21)

am 16.2. 2022 um 10:39:25 Uhr schrieb
Christine über Jugendamt

am 4.2. 2008 um 12:46:54 Uhr schrieb
blubb1 über Jugendamt

am 21.10. 2008 um 08:05:41 Uhr schrieb
Christine über Jugendamt

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Jugendamt«

Der hilfreiche Sozialarbeiter schrieb am 29.6. 2003 um 02:01:00 Uhr zu

Jugendamt

Bewertung: 2 Punkt(e)

Grenzen setzen in der Erziehung

»Erst habe ich geschimpft und geschrien, dann habe ich ihn in sein Zimmer geschickt und lange nicht mit ihm geredet. Oft wußte ich mir nicht anders zu helfen, als meinen Sohn zu schlagen«.

Es ist von der Annahme auszugehen, daß elterliches Handeln in der Regel gut gemeint ist. Eltern wollen »das Beste« für ihr Kind erreichen. Die Anwendung von körperlicher oder seelischer Gewalt drückt Hilflosigkeit und das momentane Fehlen von anderen Lösungsideen aus. Es fehlen offenkundlich im Moment andere Möglichkeiten, Grenzen zu setzen.

· Kinder brauchen Grenzen, innerhalb derer sie sich bewegen können. Sie bieten Orientierung, Handlungs-richtlinien und vor allem auch Sicherheit.
· Ältere Kinder und Jugendliche benötigen Grenzen außerdem, um sich an ihnen zu reiben und sich ausprobieren zu können. Auch das ist für die Persönlichkeitsentwicklung sehr wichtig.
· Und größer werdende Kinder und Jugendliche bedürfen vor allem Grenzsetzungen, die sozusagen »mitwachsen« und sich nach den neuerworbenen Fähigkeiten der Kinder bzw. Jugendlichen richten.

Die meisten Eltern, die gefragt werden, ob der gelegentliche ‚Klaps' oder auch die ‚Tracht Prügel' zum gewünschten Ziel geführt haben, antworten mit einem entschiedenen »Nein!«.
Oft schließt sich die Frage an: »Aber was soll ich sonst tun?«.





· Klarheit an den Tag legen
Damit ein Kind ein bestimmtes Verhalten zeigen kann, muß es genau wissen, was von ihm erwartet wird. Das heißt für die Eltern, ein hohes Maß an Klarheit in Sprache und Ausdruck zu zeigen.
· Klar mit Verboten und Geboten
umgehen
Wenn z.B. ein Gebot ausgesprochen
wurde, wie etwa: "Nach dem Zähneputzen
werden keine Süßigkeiten mehr gegessen!", ist
es wichtig, klar und konsequent damit
umzugehen. Inkonsequenter Umgang
mit Regeln verstärkt eher das uner-
wünschte Verhalten. Gelegent-
liche Ausnahmen dagegen sind
möglich, sollen aber immer klar be-
sprochen und als Ausnahme
erklärt und behandelt werden.
· Konsequenz statt Strafe
Es ist hilfreich, Fehlverhalten mit ‚Konsequenzen' statt mit ‚Strafen' zu beantworten.Die Strafe hat den Charakter von ‚Rache'. Die Konsequenz ist als unmittelbare Folge des Handelns vom Kind erfahrbar. Die Konsequenzen sollen eng mit dem Verhalten, das verändert werden soll, zusammen-hängen. Zum Beispiel: Ein vierjähriges Kind reißt Blätter von einer Zimmerpflanze ab. Nachdem Erklären und das Erläutern der Konsequenz (»Ich werde Dich hier weg nehmen und an eine andere Stelle setzen«) nicht fruchtete, nehme ich das Kind und setze es an eine andere Stelle im Wohnzimmer. Ich erkläre mein Verhalten dem Kind nochmals.
· Positive und negative Konsequenzen
Leicht fällt in der Regel das Aus-
sprechen von negativen Konsequenzen, z.B.: »Wenn Du nicht in die Schule gehst, darfst Du nicht raus!«
Sehr wirksam können auch positive Konsequenzen sein, z.B.: »Wenn Du regelmäßig zur Schule gehst, darfst Du am Wochenende eine Stunde länger ‚raus!«
Eine »Mischung« von beidem kann hilfreich sein.



· Selbstermutigung
Eltern müssen nicht perfekt sein, sie dürfen Fehler machen. Fehler bieten die Chance, zu lernen und sich weiter zu entwickeln. Es gibt keine ‚Patent-rezepte'. Vieles kann ausprobiert werden.
Eltern haben die Möglichkeit, Hilfen durch die Beratungsstellen und das Jugendamt anzunehmen.

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