Unwissenheit
Bewertung: 2 Punkt(e)Unwissenheit ist die Grundlage jeder Forschung. Denn es ist keine Schande, etwas nicht zu wissen, aber etwas nicht wissen zu wollen.
| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) | 22, davon 21 (95,45%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 10 positiv bewertete (45,45%) |
| Durchschnittliche Textlänge | 166 Zeichen |
| Durchschnittliche Bewertung | 0,455 Punkte, 7 Texte unbewertet. Siehe auch: positiv bewertete Texte |
| Der erste Text | am 4.8. 2001 um 20:42:18 Uhr schrieb bio23 über Unwissenheit |
| Der neuste Text | am 23.9. 2011 um 13:15:07 Uhr schrieb Anonym über Unwissenheit |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 7) |
am 24.11. 2005 um 15:13:25 Uhr schrieb
am 23.9. 2011 um 13:15:07 Uhr schrieb
am 23.12. 2002 um 23:06:04 Uhr schrieb |
Unwissenheit ist die Grundlage jeder Forschung. Denn es ist keine Schande, etwas nicht zu wissen, aber etwas nicht wissen zu wollen.
Scheint immer mehr in Mode zu kommen, vor allem in Verbindung mit »sich ungefragt zum Thema äussern«. Von 100 Teilnehmern einer Anti-Gentech-Demo kann garantiert maximal einer richtig erklären, was ein Gen ist. Und Grafittis a la »Raus aus dem Atom« lässt mich schaudern. Wann kommt denn endlich ein Kochbuch zur gen- und atomfreien Ernährung auf den Markt? Die Zielgruppe wächst täglich in Zeiten von Verdummungssendungen wie Galileo.
Unwissenheit ist eines der Hauptmerkmale von Religion. Denn Religion ist die größtmögliche Form der Arroganz derer, die eine unstillbare Gier nach absoluten Antworten in sich tragen, deren Unzufriedenheit über die Rätsel der Welt in krankhaftem Dogmatismus mündet. Getreu dem Motto: »Ich verstehe zwar nicht wovon ich rede, aber ich weiß alles«. Im Volksmund sagt man Rechthaberei oder Besserwisserei dazu. Umso perverser ist es, wenn Religionen die Demut predigen, selbst jedoch in sich die Demut schon an ihrer Basis korrumpiert haben. Es gibt keine größere Arroganz als die Behauptung, man habe die Antwort auf das Mysterium des Lebens und der Existenz an sich. Wissenschaft ist daher das kostbarste Werkzeug, über das die Menschheit verfügt. Wissenschaft stellt Fragen, Wissenschaft forscht, Wissenschaft hilft uns zu verstehen. Und zugleich zeigt sie uns, wie begrenzt wir sind, eben genau deshalb weil wir nur durch sie sehen können, dass wir nicht auf alles eine Antwort haben. Fragen zu stellen und auf Grenzen zu stoßen ist der einzig funktionierende Weg zum Verständnis von echter Demut. Aber dafür müssen wir erst einmal versuchen, an die Grenzen zu stoßen. Wer nicht erforscht, findet auch keine Grenzen. So war es schon immer. Religion ist daher nicht nur ein Zeichen von Unwissenheit, sondern auch gleichzeitig ein starker Ausdruck von der Trägheit eines Geistes. Wer nichts weiß und keine Fragen stellt, jedoch vorgibt die Welt zu verstehen, der ist immer ein Tyrann seines eigenen Geistes. Er verschanzt sich in übernommener Ideologie anstelle sich auf das Abenteuer einzulassen, seinen eigenen Weg zu gehen und die Welt mit offenen Augen zu erforschen. Im Grund genommen sind Anhänger einer Glaubensrichtung wie Nazis. Es ist nur eine andere Ideologie, das ist alles. Die Tatsache, dass es sich um einen fanatischen Kult handelt, bleibt jedoch gleich.
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