Dezemberschwarz
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Freue dich jetzt schon aufs
JANUARBUNT.
(Die schweflig-rot-gelb-braunen Wolken, die kalten roten Backen und bunten Wollmützen der Kinder).
| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) | 16, davon 16 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 12 positiv bewertete (75,00%) |
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| Der erste Text | am 2.12. 2002 um 00:04:07 Uhr schrieb Ugullugu über Dezemberschwarz |
| Der neuste Text | am 27.10. 2012 um 22:14:35 Uhr schrieb baumhaus über Dezemberschwarz |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 2) |
am 20.12. 2002 um 21:07:32 Uhr schrieb
am 27.10. 2012 um 22:14:35 Uhr schrieb |
Freue dich jetzt schon aufs
JANUARBUNT.
(Die schweflig-rot-gelb-braunen Wolken, die kalten roten Backen und bunten Wollmützen der Kinder).
Der Dezember ist doch nur schwarz, wenn man beispielsweise in Berlin ist über Weihnachten und man feststellen muss, dass die Stadtreinigung dort nicht sehr gründlich ist und es sehr matschig ist. Matschiger Schnee, in Verbindung mit besonders Strassendreck, das ist Dezemberschwarz erster Güte. Ansonsten - seid nicht immer so depressiv. Wegen Depressiven wurde wahrscheinlich Heiligabend in den Dezember gelegt. Könnte ich mir zumindest vorstellen...
Am Fluß
So schön dunkel, neblig, rotvioletter Himmel, leuchtendgrüne plastikunwirkliche leuchtendgrüne Heckensträucher. So viele warme Lichter erleuchten die Dunkelheit.
So viele Farben und Formen, Gemälde, da wird ein Glas Glühwein zum LSD.
Kalt, schön kalt, Luft, dafür, daß es nebelt, aber recht trocken.
Nachtspaziergang durch eine Phantasiewelt. Ruhe in der Dunkelheit. Freude an der kunstvollen Künstlichkeit an den Rändern des Weihnachtskitsches.
Unter der Brücke rauscht das Wasser.
Vielleicht wird es bald schneien.
Wenn Peter durch das Dezemberschwarz geht, nein, ganz einfach geht, keinen Widerstand gibt es nicht, und links und rechts die Kaltheit ihn umspült und die Automobile im Schrittempo an ihm vorbeifahren, und überall Scheinwerfer sind, weil es schon recht früh dunkel wird, dann sagt er sich, »aha, das ist also der Abend des Jahres nämlich, den wir in völliger Dunkelheit verbringen müssen, und keinen Trost gibt es, und kein Gebet dafür, das wir das alles überstehen, und nichts verspricht ein Wohlgefühl, wie muss das sein, wenn man alle Tage nämlich so erlebt?« Mit der RHETORISCHEN Frage also geht Peter durch den Schnee, durch Mannheim, Hamburg, Aachen, durch München, Bochum, Lahr am Rhein. Und denkt sich: "Der Norweger muss es gut haben, der ist das nämlich gewohnt, und in Norwegen also müssen die Menschen nett sein, weil, wenn alles immer trist ist, und die Menschen nicht nett sind, dann verrohen sie, also müssen sie sich zusammenreißen, und immer freundlich grüßen, 'Hallo Herr Nachbar! Noch ein Fischbrät, kommt sofort!', und in Liebe vereint sein, WIR hingegen, sind verdammt, im Dezemberschwarz, und nämlich auch im bösen Hass und in der Dummheit, Amen.
Unter den Monatsfarbnamen ist dies der finsterste. Brrr! Es widerstrebt einem fast, das als Stichwort einzutragen. Dezemberschwarz ist suizidal unheimlich.
Besonders unheimlich die Tage zwischen dem 27. und 31., wenn Du durch die nachfesttägliche Erschöpfungsstille das heisere Schnaufen des wachsenden Jesuspilz in seiner Krippe förmlich hören kannst. In dieser dunklen Bedrückung bis Karfreitag durchzuhalten, ist dann nicht leicht.
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