Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 45, davon 45 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 15 positiv bewertete (33,33%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 30.10. 2000 um 02:55:00 Uhr schrieb
hei+co über schwarm
Der neuste Text am 12.10. 2025 um 07:48:25 Uhr schrieb
Gerhard über schwarm
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 23)

am 28.7. 2020 um 09:40:13 Uhr schrieb
Christine über schwarm

am 12.10. 2025 um 07:48:25 Uhr schrieb
Gerhard über schwarm

am 6.7. 2004 um 09:05:57 Uhr schrieb
biggi über schwarm

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Schwarm«

hyperorg schrieb am 28.12. 2000 um 02:04:56 Uhr zu

schwarm

Bewertung: 1 Punkt(e)

Es gab schon viele phantastische Metaphern organischer Modelle für komplexe
künstliche, künstlerische und technologische Systeme: Golems, Roboter,
Junggesellenmaschinen (Duchamp), Kriegsmaschinen (Deleuze/Guattari), Buch-
und Textmaschinen, Dichtungs- und Metaphernmaschinen, Assoziationsmschinen
und Maschinen des Unbewußten, verrückte Maschinen, schachspielende
Marionetten, tanzende künstliche Frauen, Sexmaschinen, Schneide- und
Klebemaschinen (Cut-up), Guerilla- und Revolutionsmaschinen, Rhizome,
Wurzel- und Netzwerkgebilde, Zell, Meme und andere innerköerperliche
Gefäßvorstellungen, letztlich die Matrix als universelle Metapher für
Cyberwelten .... Posthuman - Postbiologie -Transhumanismus -
Menschnezüchtereiallmachtsphantasien oder Cyborg-trans-Gender,
postfeminismus, neo netzkritische Anverwandlungen und subversive Eingriffe
in staatliche, hegeminiale, nationale Fetische? Nun sind zwar auf der EXPO
2000 zwei Zuschauer im Deutschen Pavillon im Zwischenraum zwischen
Monitoren, Laufsteg und nichtigen Real-Welten zu Tode gestürtzt -
bedauernswerte Tragik multimedialer Manipulationen? - im Themenpark Wissen
ist es aber nicht zu den befürchteten Zusammenstößen zwischen den autonomen
vernetztern Roboter, den 72 bionische Technoiden, die in permanentem
Datenaustausch miteinander durch eine 5000 qm große Halle zirkulieren und
dabei Bildmedien freisetzen und den tausenden Besuchern pro Stunde
gekommen. Wie sagte der Aufseher vor dem Eingang so schön: "Die Roboter
sind gut zu den Menschen - also seien sie auch gut zu den Robotern!" Bitte
Händys auschhalten. Und eintreten. Die Augen gewöhnen sich nur schwer an
das bläuliche Licht ...

hyperorg schrieb am 28.12. 2000 um 01:32:57 Uhr zu

schwarm

Bewertung: 1 Punkt(e)

Intelligenz ohne interne, symbolische Repräsentationen
Dieser Text (ebenso wie meine Forschung) ist durch den in der Natur und besonders bei den sozialen Insekten vorhandenen Beweis inspiriert, dass Gruppen von Individuen, die in ihren individuellen Fähigkeiten begrenzt sind, im Kollektiv beachtliche Leistungen vollbringen könen. Dazu zählen organisiertes Wandern, Sammeln (Nahrung und Material), Bauen, Erhaltung und Verteidigung der Nester und der Brut (einschliesslich Sortieren und Transportieren). Diese Leistungen werden ohne Rückgriff auf die meisten der Aspekte vollbracht, die als Voraussetzung für intelligentes Verhalten angesehen werden, wie interne, symbolische Repräsentationen der Welt, globale Information, symbolische Schlussfolgerungen aus dem Weltmodell, Planung und Kommunikations im Hochfrequenzbereich. [...]
Wenn die Prinzipien, die das kollektive Verhalten in einem natürlichen Schwarmsystem bestimmen, entdekct werden, könnte das Ingenieuren die Möglichkeit eröffnen, minimalistische, robuste, funktionale Systeme mit eingebauter Redundanz herzustellen.
(Chris Melhuis: Autostuose: Konstruktion ohne feste Planung bei Mikro-robotern, in: Hyperorganismen, S. 169-198, hier: S. 190)

hyperorg schrieb am 28.12. 2000 um 01:33:26 Uhr zu

schwarm

Bewertung: 2 Punkt(e)

Nicht-hierarchische Organisation
Natürliche, kollektive Systeme liefern zahlreiche Beispiele kollektiver, dezentralisierter Aktivität. In Kolonien von Soldatenameisen von bis zu 20 Millionen zum Beispiel, können Individueln ohne hoch entwickelte Kommunikations- und Rechensysteme ein hohes Maß an Organisation und Aufgabenerfüllung aufweisen. Wenn man die Alternative einer zentral organisierten Kolonie in Augenschein nimmt, dann wären ausgedehnte Kommunikationsnetzwerke und riesige Zentralrechner erforderlich. Für Mikro-Roboter könnte Dezentralisiation sich somit kostensenkend auswirken, da sie den Bedarf an Hochgeschwindigkeitsrechnern und dem damit verbundenen Kommunikationssystem auf hoher Frequenz vorbeugt. [...] Es ist ebenfalls sinnvoll, darauf hinzuweisen, daß kollektive Systeme keiner hierarchischen Organisation bedürfen und somit dem Problem des Versagens einer einzelnen Komponente vorbeugen, das fatale Folgen für die Mission haben könnte.
(Chris Melhuis: Autostuose: Konstruktion ohne feste Planung bei Mikro-robotern, in: Hyperorganismen, S. 169-198, hier: S. 179)

hyperorg schrieb am 28.12. 2000 um 01:28:29 Uhr zu

schwarm

Bewertung: 1 Punkt(e)

Das Rhizom beispielsweise ist - wie der Schwarm- eine philosophische Idee, keine Pflanze: ein Hyperorganismus. [...]
Die Wahl fiel auf den Schwarm, jedoch nicht, um das Leben der Datendrohnen in einer postdarwinistischen Elektrowelt zu karikieren. Der Schwarm steht lediglich für ein plausible äußere Form, die unmittelbar klar macht, wie die sozialen Bewegungen und ihr künftiges Leben, ihre Möglichkeiten im Umgang mit den neuen Medien funktionieren werden: weiter außerhalb der verlogenen affirmativen Ästhetik einer kollektiven Intelligenz des ,Netzes’, das mit Hilfe unklar verschlungener, abflußähnlich gurgelnder, alltäglich sich selbst fortspülender Neologismen den albernen Versuch unternimmt, den Zusammenschluß von einem Telefonkabel und einem Bildschirm zur zweiten Natur zu erklären."
(Olaf Arndt, Stefanie Peter, Dagmar Wünnenberg (Hg.): Hyperorganismen. Essays, Fotos, Sounds der Ausstellung »Wissen«, Internationalismus Verlag, Hannover 2000, incl. mixed Media CD-ROM)

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