Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Wassollkunst«
vuk cosic schrieb am 6.7. 2002 um 18:02:04 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Eine der konzeptuellsten Arbeiten auf Deiner Website heißt »A day in the life of an internet artist«, die Deine täglichen Aktivitäten verzeichnet. Andere Leute nennen sowas ihre Homepage, aber bei Dir ist das ein Kunstwerk. Warum?
Vuk Cosic: Das war das erste Mal, daß ich bemerkte, daß es eine Million verschiedener Methoden gibt, das, was man im Internet macht, zu klassifizieren. Der Grund dafür ist, daß es im Internet so wundervoll undefiniert ist, mit welchem Material du arbeitest: Text, Video, Grafik, Audio oder was auch immer. Das ist ein Problem, und darum muß man der Sache wirklich auf den Grund gehen.
Und wenn man der Sache wirklich auf den Grund geht, dann geht es bei der Kunst um Subjektivität, auch wenn Du etwas anderes versuchst. Sogar die schlimmsten formalistischen Experiments in dem heroischen Zeitalter der Videokunst waren Reflexion der Individualität ihres Machers. Damit versuche ich zu spielen/arbeiten.
friedrich a. kittl. schrieb am 6.7. 2002 um 17:45:26 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
»Es gibt keine einzelnen Medien, sondern die Medien sind in Verbundsystemen geschaltet. [...] Rauschen oder Zufälligkeit entsteht nach Shannon immer dort, wo Kanäle die Teilsysteme eines Medienverbunds aneinanderkoppeln. Deshalb wäre zu fragen, ob Interventionsmöglichkeiten nicht primär in der Vernetzung von Medien liegen und weniger im üblichen Gebrauch oder Mißbrauch von Einzelmedien. Auch Künste sind, allen Museen und Bibliotheken zum Trotz, nicht nur Techniken der Speicherung, sondern auch der Übertragung gewesen. [...] Auf Kanälen aber passiert alles mögliche. Eine Botschaft, sagte Lacan, erreicht immer ihren Betimmungsort. Eine Botschaft, hielt Derrida dagegen, kann ihren Bestimmungsort immer nicht erreichen. Beides stimmt, einfach weil es Krieg gibt, also Untergebene auf der einen Seite und Feinde auf der anderen, Rezeption und Interzeption. Medien, die ja für technischen Kriege entwickelt worden sind, fallen unter diese Regel. In ihre Übertagungen und Vernetzungen einzugreifen, sind gegenwärtig die wirklichen Ereignisse. Kunst, ob Happening oder nicht, hätte ein Modell zur Mimesis: die Hacker von CCC Hamburg.« (Florian Rötzer Kunstforum *Ästhetik des Immateriellen*, Bd. 97 und 98, hier im Teil II, Band 98, Januar/Februar 1989 findet sich dann das aeusserst spannende Gespräch zwischen Friedrich Kittler und Florian Rötzer: *Synergie von Mensch und Maschine*., 117)
homo bavariensis radicalis schrieb am 6.7. 2002 um 19:14:13 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Ja was denn ??? Hä, was denn ? Antworten auf diese Frage sind eine Frechheit. Alles geschwollenes Zeug, beim Hegel geklaut und anderen Klarheitsverächtern, bah! Anhäufungen von Fremdwörtern aus der Philosophensuppe, vermanschter Eklektizismus, das ist Agonie und Gehirnkonvulsion. Die Kunst ist pleite, jawoll, abgewirtschaftet hat sie, und die Kunsttheoretiker sind ihre Konkursverwalter. Malt doch Blümchenaquarelle in der Toskana, ihr Totengräber aus dem Feuilleton!!! PLEITE !!!
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