Mystik
Bewertung: 8 Punkt(e)Die Begegnung mit Gott, die Erfahrung der Gegenwart Gottes, setzt die Aufmerksamkeit auf die Gegenwart überhaupt voraus. Nur wer in der Gegenwart ist, kann auch in der Gegenwart Gottes sein.
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| Durchschnittliche Bewertung | 0,642 Punkte, 12 Texte unbewertet. Siehe auch: positiv bewertete Texte |
| Der erste Text | am 26.2. 2000 um 18:05:06 Uhr schrieb Tanna über Mystik |
| Der neuste Text | am 30.10. 2025 um 13:32:41 Uhr schrieb Rübezahl über Mystik |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 12) |
am 31.8. 2002 um 14:34:43 Uhr schrieb
am 17.12. 2005 um 00:37:38 Uhr schrieb
am 29.3. 2006 um 22:39:05 Uhr schrieb |
Die Begegnung mit Gott, die Erfahrung der Gegenwart Gottes, setzt die Aufmerksamkeit auf die Gegenwart überhaupt voraus. Nur wer in der Gegenwart ist, kann auch in der Gegenwart Gottes sein.
Nemo ben Homer steht vor dem Spiegel und betrachtet sich. Er liest in den Zeilen seiner Augen bis es Abend wird und dann wieder Morgen. Schließlich nimmt er den Kamm aus der linken Tasche seiner Weste, zieht mit Verve einen aalglatten Scheitel durch sein Haar, beginnt all das aufzusagen, was er einen Tag und eine Nacht in den Zeilen seiner Augen gelesen hat. Plötzlich muß er das Wort »Pfütze« aussprechen. Er hält inne, zögert beim Anblick seiner gelben Zähne und verhaspelt sich. Statt Pfütze sagt er Mütze, wundert sich, daß er keine trägt. Er schließt die Augen und sieht kein Wort. Schließlich kommt Frau Stöver durch die Tür und der Spuk ist entgültig vorbei. Nemo ben Homer bedankt sich bei der kleinwüchsigen Frau und geht weiter seines Weges
Richard Buckminster Fuller - Mathematiker, Architekt, Anarchist und Mystiker - sagte, mehr oder weniger sinngemäß, in verschiedenen Zusammenhängen folgende Sätze:
»In der wirklichen Welt gibt es nur Verben.«
»Ich scheine ein Verb zu sein.«
»Gott ist ein Verb.«
Diese Sätze sagen im Grunde genommen aus, daß es kein »Sein« gibt, sondern nur »Tun«, »Werden«, »Vergehen« - also nur dynamische Prozesse. Irgendein griechischer Philosoph drückte das einmal aus als »panta rhei« (»alles fließt«) - und einige neuzeitliche Mystiker und Magier vermeiden aus diesem Grunde das Hilfsverb »sein« und all seine Formen, weil nichts »ist«, sondern »erscheint«, »gemacht wird« oder was auch immer. Nur dadurch, daß man die Dinge eben nicht als Dinge, sondern als Teil eines Prozesses versteht, und daß man sich selbst auch als eine Sammlung von Prozessen versteht, kann man ein intuitives Gefühl für die eigene Rolle in diesen Dingen entwickeln - was unerläßlich für die Entdeckung des eigenen Selbst ist.
Mystik ist gut mit dem Herbst kombinierbar. Das paßt nach meinem Gefühl stimmungsmäßig wunderbar zusammen; zum Beispiel viel besser als Mystik und Haubitze, oder Mystik und horseshoe, obwohl das zum Beispiel auch Wörter mit H wären.
Mystik und Herbst: das hat was!
Worte sind Abbildungen, Begriffe für etwas abstrakteres!
Es ist darauf hinzuweisen, dass das Adjektiv »mystisch« im Sinne von »unverständlich«, »geheimnisvoll« nur sehr wenig mit dem was man unter dem Inhalt des Begriffes »Mystik« versteht zu tun hat!
Denn so unbegreiflich und unverständlich der Inhalt der Mystik für Aussenstehende auch sein mag, so glasklar und wahrhaftig ist er für denjenigen der die »mystische« Erfahrung erlebt hat.
Mystik kann daher nicht als das definiert werden was man versteht oder nachvollzieht, sondern als das was man intuitiv erfasst und begreift!
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