| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
170, davon 164 (96,47%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 35 positiv bewertete (20,59%) |
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Siehe auch: positiv bewertete Texte
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am 12.8. 2000 um 09:18:19 Uhr schrieb BSZ e.V.
über Recht |
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am 23.2. 2026 um 01:28:13 Uhr schrieb mörderschnitzel
über Recht |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 85) |
am 7.12. 2020 um 14:40:11 Uhr schrieb Christine über Recht
am 28.5. 2005 um 13:42:43 Uhr schrieb LachBus über Recht
am 21.1. 2005 um 22:52:21 Uhr schrieb Judge Dread über Recht
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Recht«
NagaSadow schrieb am 4.11. 2001 um 12:24:52 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
"Rechts zu sein, nicht aus billiger Überzeugung, aus gemeinen Absichten, sondern von ganzem Wesen, das ist, die Übermacht einer Erinnerung zu erleben, die den Menschen ergreift, weniger den Staatsbürger, die ihn vereinsamt und erschüttert inmitten der modernen, aufgeklärten Verhältnisse, in denen er sein gewöhnliches Leben führt. Diese Durchdrungenheit bedarf nicht der abscheulichen und lächerlichen Maskerade einer hündischen Nachahmung, des Griffs in den Secondhandshop der Unheilsgeschichte.
Es handelt sich um einen anderen Akt der Auflehnung: gegen die Totalherrschaft der Gegenwart, die dem Individuum jede Anwesenheit von unaufgeklärter Vergangenheit, von geschichtlichem Gewordensein, von mythischer Zeit rauben und ausmerzen will. Anders als die linke, Heilsgeschichte parodierende Phantasie malt sich die rechte kein künftiges Weltreich aus, bedarf keiner Utopie, sondern sucht den Wideranschluss an die lange Zeit, die unbewegte, ist ihrem Wesen nach Tiefenerinnerung und insofern eine religiöse oder protopolitische Initiation. Sie ist immer und existentiell eine Phantasie des Verlustes und nicht der (irdischen) Verheißung. Eine Phantasie also des Dichters, von Homer bis Hölderlin. Der Rechte in solchem Sinn ist vom Neonazi so weit entfernt wie der Fußballfreund vom Hooligan, ja mehr noch: Der Zerstörer innerhalb seiner Interessensphäre wird ihm zum ärgsten, erbittertsten Feind. (Freilich: Dürfen von uns verwahrloste Kinder zu unseren Feinden werden?)
Der Rechte - in der Richte: ein Außenseiter. Das, was ihn zutiefst von der problematischen Welt trennt, ist ihr Mangel an Passion, ihre frevelhafte Selbstbezogenheit, ihre ebenso lächerliche wie widerwärtige Vergesellschaftung des Leidens und des Glückens."
- Botho Strauß
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