Wesen
Bewertung: 4 Punkt(e)Wie viele Wesen mag es hier, überall um uns herum, geben, und keiner von uns sieht sie?
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| Der erste Text | am 6.10. 1999 um 21:21:35 Uhr schrieb Der Entropist über Wesen |
| Der neuste Text | am 28.2. 2022 um 23:04:32 Uhr schrieb AV über Wesen |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 40) |
am 17.7. 2009 um 22:41:26 Uhr schrieb
am 6.3. 2003 um 21:29:05 Uhr schrieb
am 25.7. 2003 um 02:34:20 Uhr schrieb |
Wie viele Wesen mag es hier, überall um uns herum, geben, und keiner von uns sieht sie?
Manche Leute halten sich gerne im Dunkeln auf. Damit meine ich nicht die Dunkelheit, welche erst durch die Existenz des Lichtes entstehen kann, sondern die Dunkelheit in der sich eine Identität oder das Wesen eines Menschen verstecken kann. Diesen Wesenszug, der oft auch mit Falschheit verbunden ist, haben leider viele an sich. Unglücklicherweise wird dies meist als Kavaliersdelikt angesehen und ist damit weit verbreitet. Wenn jemand eine Blöße zeigt, versuchen alle anderen ihre Vorteile daraus zu ziehen. Diese Eigenschaft des Menschen führt dazu, daß man sich bedeckt hält und nicht zuviel über sich selbst verrät.
Die andere Seite der Geschichte ist noch viel komplizierter. Das Wesen eines Menschen ist natürlich unglaublich diffiziler, als es ein noch so guter Schriftsteller beschreiben könnte. Es setzt sich unter anderem zusammen aus den Gewohnheiten, Ängsten und Träumen, die sich in Vorzüge und Nachteile eines Wesens einteilen lassen können. Das Wesen hängt auch von hervorstechenden körperlichen Merkmalen ab (man sagt nicht umsonst: »Ein gemütlicher Dicker«), worin sich auch Mann und Frau nun mal offensichtlich unterscheiden. Meistens kann man sich selbst nicht genau verstehen, aber man versucht sein Wesen auch an seine Umgebung anzupassen. Aus diesem Grund kann keiner sein eigenes Wesen oder das eines anderen Menschen vollständig und richtig beschreiben.
Das was man versuchen kann, ist das Wesen eines Menschen zu beobachten und zu erleben und es so kennenzulernen, wie dieser Mensch sich darstellt. Dies ist eines der Dinge, die man ständig praktizieren sollte, um an sich zu arbeiten und sich zu verbessern, denn nur wenn man Fehler auch erkennt und vor sich selbst zugibt, kann man es beim nächsten Mal besser machen.
Es gibt kein perfektes Wesen . Der Mensch hat nur einen beschränkten Intellekt und seine Schwächen . Deswegen sucht er sich ein höheres Wesen ( in welcher Form auch immer ) , welches mehr oder weniger perfekt ist . Aber dieses Wesen wird sich selber auch nicht als perfekt ansehen und sich auch wieder ein höheres Wesen erschaffen . Und irgendwann ist in dieser Entwicklung dann der Punkt erreicht , dass sich dieses »perfekte« Wesen nur noch nach dem einfachen Leben eines Fisches ( oder Einzellers oder was immer man will ) sehnt ,sich nur darum kümmern muss , wie er überlebt und seine Art sichert . Das perfekte Wesen ist also eine individuelle Sehnsucht nach einem ( geistlichen ) Zustand , den man selber nie erreichen kann .
Und was ist dann mit dem guten alten Gott ?
bei mir läuft grad so ne kleine Fliege über den Monitor.. von rechts unten nach links oben. Hat dieses Wesen nix besseres zu tun? Die selbe Frage wird sich die Fliege wohl auch stellen, wenn sie mich anschaut.
Das Wesen der Dinge ist etwas sehr wesentliches. Denker und Philosophen versuchen oft, das Wesen des Universums oder des Menschen zu erfassen. Auch ich finde es faszinierend, hinter die Oberfläche zu schauen und das Wesen dessen was mich umgibt zu ergründen. Es ist fatal und des menschlichen Geistes unwürdig, durch durch die Welt zu laufen und nur das wahrzunehmen, was nach außen dringt. Denn das ist eine Scheinwelt und nicht die wahre.
Bei meinem Lieblingscomputerspiel »Zac McCracken« gibt es auf dem Mars ein Besen-Wesen, das aufwacht, wenn man versucht, damit zu kehren.
"Als Du noch im Mutterleib warst
hast Du geschwiegen.
Dann wurdest Du geboren
und fingst an zu sprechen, sprechen, sprechen
- bis der Tag kommt, da man Dich ins Grab legt.
Dann wirst Du wieder still sein.
Fange dieses Schweigen ein,
das im Mutterleib war
und im Grab sein wird
und selbst jetzt dieses Intervall von Lärm unterläuft, das Leben heißt.
Dieses Schweigen ist Dein tiefstes Wesen."
von Anthony de Mello
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