Moral
Bewertung: 4 Punkt(e)moral wird nur von den moralischen gelebt. normen und regeln sind in unserem system verankert, aber nicht darin geboren. der mensch braucht moral und die fähigkeit sich ihr zu wieder setzen.
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| Der erste Text | am 15.4. 2000 um 11:02:17 Uhr schrieb irgendwer(TM) über Moral |
| Der neuste Text | am 7.6. 2026 um 08:23:04 Uhr schrieb joo über Moral |
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am 10.9. 2006 um 23:20:01 Uhr schrieb
am 29.10. 2004 um 16:04:27 Uhr schrieb
am 4.3. 2007 um 03:34:01 Uhr schrieb |
moral wird nur von den moralischen gelebt. normen und regeln sind in unserem system verankert, aber nicht darin geboren. der mensch braucht moral und die fähigkeit sich ihr zu wieder setzen.
Erst kommt das essen dann kommt die Moral, heißt es bei Brecht. (Wo genau eigentlich? Drei-Groschen-Oper? Mutter Courage?) Das geht mir auch manchmal so. Wenn ich Hunger habe und längere Zeit nichts zu essen bekommen habe, werde ich extrem unwirsch. Habe ich dann gegessen, bin ich wieder der freundlichste Mensch auf der Welt.
Als Moral kann man Sitten und Gesetze bezeichnen, die sich aufgrund der geschichtlichen Wechselwirkung von Individuen und gesellschaftlichen Gegebenheiten herausbilden. In diesem Sinne funktioniert Moral nur in der Gesellschaft und kann ohne sie nicht existieren.
ich halte nichts von moral, gar nichts, aber nicht deshalb um mir die option offenzuhalten zu den jeweiligen siegern überzuwechseln. diese stets gewinnende sorte von unmoralisten verachte ich genauso wie die moral selber und deren gläubige.
moral ist immer von den siegern für die dummen und so wie ich nicht zu den dummen gehöre, will ich einfach auch nicht zu den verdummern zählen.
Aurel sah schweigend auf ihn nieder. Vielleicht wäre es das Natürlichste gewesen, ja seine Pflicht, den alten Mann zu trösten. Aber auch über ihn kam etwas, was er nicht gefühlt, seit er ein Mann geworden, etwas von einer Stimmung, von einem Zustande, als ob ihm die Welt zu einem Traumgebilde ohne Werth und Inhalt geworden, zu einer schattenhaft an ihm vorüberziehenden Bilderreihe. Es war wie die unbewußte Erkennniß, die ihn als Empfindung überkam, daß, wenn der sittliche Kern aus dem, was vor unseren Augen an Geschehenem vorüberzieht, dahinschwindet, die Welt den Werth eines Traumgebildes enthält. Von dieser Empfindung fühlte er sich nun gebannt; er war wie gelähmt, nicht besiegt oder gebrochen durch eine Kampfesarbeit, nicht zerschmettert in einem männlichen Ringen, sondern betrogen, um den Lebensmuth und den Willen zum Leben bestohlen.
Wer moralisiert macht sich sprichwörtlich zum Gespött. Böse usw. usf. haben inzwichen schon an bedeutung verloren, werden als Kindlich angesehn.
Sind die Zeiten toleranter geforden, der schlechter?
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