Zimmer
Bewertung: 8 Punkt(e)Mein Zimmer is das gemütlichste überhaupt. Es hat keine Klinken an den Türen und ist volkommen gepolstert.
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| Der erste Text | am 20.8. 1999 um 00:31:43 Uhr schrieb Alvar über Zimmer |
| Der neuste Text | am 23.8. 2025 um 13:08:48 Uhr schrieb gerhard über Zimmer |
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am 21.4. 2015 um 20:43:49 Uhr schrieb
am 23.8. 2025 um 13:08:48 Uhr schrieb
am 25.12. 2009 um 13:00:25 Uhr schrieb |
Mein Zimmer is das gemütlichste überhaupt. Es hat keine Klinken an den Türen und ist volkommen gepolstert.
Mein Zimmer ist 12qm gross, sieht aber kleiner aus, weil es um ein Treppenhaus gewickelt ist und nur drei Ecken hat. Es hat ein Hochbett, unter dem ich nicht aufrecht stehen kann, aber wenn ich mich gerade hinstellen will, kann ich auf den Flur gehen. Der ist kleiner, aber hoeher.
Auf dem Hochbett kann ich auch nicht stehen; genau genommen nicht mal sitzen, aber das ist schon okay, weil ich sowieso drau liege.
Mein Zimmer hat auch ein eigenes, elektrisch betriebenes Chemoklo und eine Nasszelle. Beide sind jeweils in Schraenken untergebracht.
Am Fenster befinden sich zwei Kochplatten, auf denen ich Reis und Nudeln - manchmal auch Raviolis - kochen kann. Das Hochbett hoert kurz vor den Kochplatten auf, so dass ich eigentlich gerade stehen koennte, wenn die Kochplatten nicht so niedrig waeren.
Unter den Kochplatten ist ein Kuehlschrank. Das ist gut, weil man so Sachen frisch halten kann. Leider ist er sehr klein, und mann kann nur die kleinen Bierdosen reintun. Auf dem Kleiderschrank unter dem Hochbett steht eine kleine Mikrowelle. Ich habe sie aber noch nicht ausprobiert, weil mir die Abschirmung sehr verdaechtig vorkommt.
Den Reis und die Nudeln kann ich in einem kleinen Regal lagern, welches ueber den Kochplatten in die Wand geduebelt ist. Dort befinden sich auch zwei kitschige chinesische Suppentassen, die ich vom Vormieter geerbt habe und trotzdem benutze.
Unter dem anderen Ende des Hochbetts steht ein Schreibtisch, auf dem sich alles sammelt, wovon ich nicht weiss, wo ich es sonst hintun sollte. Deshalb kann ich ihn nicht mehr zum Arbeiten verwenden.
Wenn ich keine sauberen Kleider mehr habe, gehe ich zum Waschsalon. Danach sind sie wieder sauber, aber feucht. Das Zimmer ist aber zu klein, um alles aufzuhaengen, und das was ich aufhaenge, wird immer so bretthart, dass es keinen Spass macht, es anzuziehen. Ich mache es aber trotzdem, weil ich ja nicht nackt rumlaufen kann.
Irgendwie mag ich mein Zimmer trotzdem.
Ein Schulfreund von mir hatte ein Zimmer, das vielleicht zwei Meter breit und vier Meter lang war. Es konnten höchstens drei Leute gleichzeitig zu Besuch kommen, sonst wurde es zu eng und vor allem schnell miefig. Zum Glück war er ein Einzelkind, sonst hätte er das Zimmer mit einem Geschwist teilen müssen.
Mein Zimmer, ob es wohl mal zwei Zimmer waren? Dieser merkwürdige Balken da an der Decke lässt darauf schliessen. Dann aber müsste das vordere Zimmer entsetzlich klein gewesen sein. Aber warum sollte es mich wundern, die ehemalige Küche war auch nur ein winziges Kämmerchen für den Tee der Anwälte.
bei dem begriff zimmer assoziiere ich immer wieder das gleiche gedicht, das ich bereits vor jahren las und das trotz alledem nichts von seinem zauber verlor:
einfacher raum
das zimmer, von dem ich traeume
enthaelt einen tisch, zwei stuehle
und sonst nichts
aber auf dem tisch steht eine rose
und auf den stuehlen sitzen du und ich
das licht hinter den scheiben weicht dem dunkel
das dunkel weicht dem licht
im dunkeln leuchtet uns die weisse rose
waehrend wir zueinander sprechen
du auf dem einen
ich auf dem anderen stuhl
in der mitte
der tisch
ich muss mir MEIN zimmer teilen
oh je !
und das habe ich ganz freiwillig gemacht...
nun gut
wir haben ein hochbett
darunter kann ich bequem stehen
und darauf kann ich fast bequem sitzen
wir haben keinen kleiderschrank
keine gardinen
ein heizungsrohr durch das ganze zimmer
selbstverlegtes laminat
keine pflanzen
keine kuscheltiere
und unsere wäsche, die trocknen soll
früher hatte ich schränke und poster und krimskrams usw.
seufz
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