mitteilungsbedürfnis
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mittig eilt uns ein bedürfnis
eine herzensangelegenheit
sie bekunden
nicht behalten
zerstört wird sie
die einsamkeit
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| Der erste Text | am 13.8. 2002 um 09:15:42 Uhr schrieb sumpi über mitteilungsbedürfnis |
| Der neuste Text | am 9.3. 2023 um 16:38:27 Uhr schrieb schmidt über mitteilungsbedürfnis |
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am 23.2. 2016 um 03:47:47 Uhr schrieb
am 1.3. 2010 um 16:38:18 Uhr schrieb
am 23.9. 2007 um 23:08:00 Uhr schrieb |
mittig eilt uns ein bedürfnis
eine herzensangelegenheit
sie bekunden
nicht behalten
zerstört wird sie
die einsamkeit
Ich habe mich zum ersten Mal über mich selbst erschreckt als ich angefangen habe etwas zu glauben. Oder als ich entdeckte, dass ich an etwas glaube.
Um jedes Missverständnis zu vereiteln, ich meine nicht diese »Unsichbare-Einhörner« Art von Glauben (wie man sie in Gebeten findet), sondern die ungeprüfte Annahme von Überzeugungen, für die man keine Beweise anführen kann.
Kaum glaubt man von sich selbst, ein kritischer Mensch zu sein - vielleicht sogar zu recht zu diesem Zeitpunkt, man weiß es dann (wissen ist begründete Annahme von Überzeugungen!) sogar - , schon wird man im Zweifeln nachlässig und lässt sich in die Irre führen. Erachtet mal diese, mal jene Quelle als glaubhaft, weil sie einem nach den Mund redet und man überhaupt als kritischer Mensch ja über den uninformierten Massen steht; man differenziert nicht mehr ausreichend und legt an fremde Argumente einen so hohen Maßstab an, das man selbst ihn nicht mehr genügen könnte; man denkt nur noch darüber nach, wie man einem Gegenargument kontern könnte und nicht mehr darüber, ob es vielleicht ein Wegweiser Richtung Wahrheit sein könnte, weil es einfach korrekt ist.
Das Schlimmste ist, man ist so noch meilenweit von dem entfernt, was der Wortschatz »Fanatiker« nennt. Nein, das ist ganz normal. Die meisten Leute sind bereit, irgendwas zu glauben, wahrscheinlich auch, weil sie irgendwann erkannt haben, dass sie selbst kritische Personen sind und alsdann das Zweifeln nicht mehr so ernst nahmen. Wie viel glücklicher ist dann doch die Lage der Person, die schon in einen Glauben hineinerzogen wurde und die dann langsam aus ihn herausgefallen ist? Sie würde vielleicht gerne wieder zurückkehren, aber kann es nicht mehr.
Sie ist quasi gegen eine Sache sicher. Oft sind diese Leute enttäuscht, enttäuscht an der Wahrheit!
ein ziehen
bevor der vorhang
fällt, zur aussenwelt
an seine seite
ein zu hören
mit offenen ohren
ein zu spruch
mit bewegten lippen
es muss kein stand
gepunktet werden
bedürfnisse in eile
sind mitten in uns drin
Mit Teilungsbedürfnis blicke ich immer öfter in die Welt.
Allein herumwursteln verliert mit der Zeit an Schubkraft.
Um aus dem Trudeln herauszukommen brauche ich
Feedback...Resonanz...Dissonanz...Reaktion
Du eben.
Streuen heißt die neue Devise.
Ganz schön beängstigend.
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