Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 39, davon 35 (89,74%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 19 positiv bewertete (48,72%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 22.6. 2002 um 18:13:05 Uhr schrieb
mwele über Robert-Steinhäuser-Gymnasium
Der neuste Text am 31.10. 2024 um 21:01:41 Uhr schrieb
Yadgar über Robert-Steinhäuser-Gymnasium
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(insgesamt: 7)

am 7.5. 2024 um 13:56:03 Uhr schrieb
schmidt über Robert-Steinhäuser-Gymnasium

am 13.5. 2024 um 16:38:44 Uhr schrieb
schmidt über Robert-Steinhäuser-Gymnasium

am 5.1. 2014 um 00:56:44 Uhr schrieb
Der Lebende über Robert-Steinhäuser-Gymnasium

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Robert-Steinhäuser-Gymnasium«

Peter K. schrieb am 11.11. 2007 um 23:27:00 Uhr zu

Robert-Steinhäuser-Gymnasium

Bewertung: 5 Punkt(e)

Carl Schmitt hat in einem seiner grandiosen Texte den Begriff des Politischen vom Begriff des Feindes abgeleitet, dem Begriff der äussersten Distanz, dem Maximum an Desintegration.

Könnte es vielleicht sein, daß in einem Amokläufer genau diese maximale Desintegration stattfindet, an deren Ende er sich alleine unter Totfeinden wähnt ? Und ob das dann überhaupt noch als »Wahn« bezeichnet werden kann ? Obschon - der Paranoia ist es eigen, daß die Klarheit des Denkens und Handelns, daß etliche dieser Amokläufer beim Vollzug ihres Vorhabens auszeichnet, erhalten bleibt.

Das Unheimliche an dieser Desintegration ist ihre Diskretion - sie läuft still und heimlich ab, in einem »forum internum«, hinter einer Maske der Unauffälligkeit. Integration wurde also nur geheuchelt ?

Was bedeutet Integration eigentlich ? Die oberflächliche Bejahung gesellschaftlich anerkannter Werte dürfte ja wohl kaum ausreichend sein. Vielmehr dürfte das Verhältnis zu den Arkana des Menschlichen Zusammenlebens eine Rolle spielen, über die kaum gelesen und geschrieben werden kann, über das Spiel von Lüge und Betrug, Macht und Ohnmacht, Nötigung und Erpressung - Mikro-Politik im Sinne Carl Schmitts.

Vielleicht geht es um das, worüber man normalerweise nicht spricht, um »Doppelmoral«, um Tabus - und das, was hinter dem Tabu verborgen bleibt - und sein Verhältnis zu dem, was an der Tafel steht ?

Bäääääh! schrieb am 1.10. 2005 um 22:12:46 Uhr zu

Robert-Steinhäuser-Gymnasium

Bewertung: 9 Punkt(e)

Klingt etwa so einladend wie:
- die Heinrich-Himmler-Gedenkstätte
- der Marc-Dutroux-Kindergarten
- das Gesche-Gottfried-Institut für Pharmakologie
- die Landkooperative »Charlie Manson«
- die Augusto-Pinochet-Arena
- das Schamil-Bassajew-Theater

Warum fallen einem ohne Ende solche Namen ein... vielleicht, weil sie nicht so fremd klingen und so manche Einrichtung tatsächlich nach honorigen Massenmördern benannt ist...

Pankar schrieb am 12.11. 2007 um 01:12:17 Uhr zu

Robert-Steinhäuser-Gymnasium

Bewertung: 4 Punkt(e)

Robert Steinhäuser muss man sich als einen (zu) perfekt in die Erfurter Gesellschaft integrierten Menschen vorstellen: Sein »Versagen« an eben jener Schule, die er später überfiel, löste in ihm eine tödliche existentielle Krise aus. Das ihm eingepflanzte und aufgeblühte Werte-Korsett - ohne Abi bist du zunächst einmal ein Nichts; es sei denn, du beweist dich auf anderem Wege - führte zur beobachteten Konsequenz.

Besser, er wäre nicht integriert gewesen, hätte sich vor oder nach missratenem Abi ein Pfeifchen angesteckt, wäre nach México ausgewandert und hätte dort mit einem Spirituskocher aus dem Chemiebaukasten und ein paar Agaven aus dem Gartencenter die »Destillería Steinhauser« gegründet.

Voller Stolz würden dann die Bars in der Erfurter Altstadt den »Margarita Turingia« servieren...

Angerona Cerulean schrieb am 29.8. 2003 um 02:07:58 Uhr zu

Robert-Steinhäuser-Gymnasium

Bewertung: 10 Punkt(e)

Trotz ausführlicher Berichterstattung ist mir
dieser Robert Steinhäuser doch recht fremd
geblieben. An der Schule, die ich besuchte,
pflegten Menschen seines Aussehens eher andere zu
drangsalieren, als selbst das Objekt diverser
Hänseleien zu sein. Obwohl ja eigentlich auch
nicht gesagt ist, daß sich das hier anders
verhielt, denn schließlich und endlich hat er
dann ja ausschließlich die Lehrkörper unter
Beschuß genommen.

Rage schrieb am 4.11. 2005 um 02:18:39 Uhr zu

Robert-Steinhäuser-Gymnasium

Bewertung: 2 Punkt(e)

Also damals habe ich schon mit zwiegespaltenen Gefühlen zu kämpfen gehabt, weil ich einerseits die Pulverfass-ähnlichen Gefühle kenne, die z.B. verdeckte, zynische sexuelle Erniedrigungen einer Lehrerin oder eines Lehrers bezogen auf einen Schüler auslösen können, schon wenn man nicht der Delinquent ist! Der aufsteigende Hass muss enorm sein, muss sich seine Kanalisation gesucht haben, und die fand er auf schreckliche Art und Weise dadurch, das Steinhäuser einen ganz legalen Zugang hatte zu Waffen... Ich bin mir sicher, es gäbe häufiger diese abscheulichen Entgleisungen von Hass und Wut in Schulen, wäre das Waffengesetz hier das Gleiche wie in den USA. Aber vielleicht hat ja auch gerade die Situation, das Gefühl »Ich bin der Erste der sowas macht« Steinhäuser zu dieser Anzahl von Opfern animiert, denn als alleiniger Attentäter, der er wohl wirklich auch war, hat er mehr Menschen getötet, als es alleine jemals ein Einzeltäter in den USA in einer Schule geschafft hat. Nicht einmal in der Columbine-Highschool gab es pro Täter eine solch immense Anzahl von Opfern.

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