Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »TüTü«
tullipan schrieb am 21.7. 2007 um 16:14:40 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Ich traf Tütü wieder nach langen Jahren. Es war auf einer dieser üblichen sogenannten Feste unbedingt junggebliebener Angepaßter, die für ein Wochenende mal aussteigen vom beschwerlichen Alltag. je erfolgreicher diese AussteigerInnen im alltäglichen Leben umso mehr und lauter jammerten sie über die Beschwerlichkeiten des Daseins, damit sie die Butter auf das Brot streichen können und was sie alles dafür tun müssen, neuerdings auch nur mehr tun wollen.
Hey Tütü, sagte ich, so schön, dich da zu sehen. Kennst du mich noch.Sie löste sich aus den Armen eines rastabezopften Bürohengstbrokerpseudokünstlers und fiel mir um den Hals. Plötzlich spürte ich Hitze überall an mir und in mir, und mein Herzschlag kam aus dem Rhytmus, für einige Momente vergaß ich zu atmen. Sie war noch immer so schön, wie ich sie in der Erinnerung behalten hatte, nein, noch schöner, denn sie war immer noch sie selbst, ein Kind wie ich ein Kind gewesen war. Sie stieß mich wieder weg und sah mir in die Augen, jey, sie war immer eine wildkatze gewesen und ich sah nur ihre Augen, als würde ich in die Sonne schauen ohne meine Augen verdecken zu müssen. Der Typ von vorhin sagte irgendwas, es war wie ein Geräusch von weit weg. Sie wollte sich zu ihm hindrehen, doch ich nahm ihre Hand. Du bist schön, sagte ich zu ihr, es tut so gut dich zu spüren. was machst Du mit dem Ficker, willst Du dich ficken lassen? Von Dir schon, sagte sie, du kannst beinahe alles mit mir machen. Komm mit, sagte ich, ich habe hier bloß gespielt, ein wenig Musik. Ich habe keine Arbeit und brauche keine Miete zahlen, ich habe kein geld und ich lebe so wie Du. Ihre Hand drückte die meine. Ich möchte, daß du mich umarmst, sagte sie. Ich werde niemals Nein sagen, wenn ich Dich umarmen darf, sagte ich und die Freude nahm mir die Stimme.
tullipan schrieb am 18.5. 2008 um 16:41:37 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
ja, tütü. jaja.
es war viel zu heiß heute in der stadt. tütü hatte sich in den letzten zwei stunden vier oder fünfmal geduscht, wenigstens hatte ich gestern abend unter dem kopfpolster die saugglocke entdeckt, gutes zusammentreffen, so konnte ich den abfluß von der dusche noch vor dem schlafengehen wieder zum funktionieren bringen.
die kinder hatten eine enorme menge von dem biomüsliriegelfraß und diverse andere leckerein einfach in die dusche entsorgt.
immer wieder erfrischend für mich, ihr einfallsreichtum, auch wenn es für mich nichts neues ist und nie war.
soviel ich mich noch erinnern kann, nannte man mich das superhirn.
aber es gibt immer wieder noch diese details zu entdecken, zum beispiel, warum kann ich das ablaufdatum auf der packung mit erdbeer noch eindeutig lesen, auf der packung mit schoko aber nicht?
tütüs stimme kam wieder in den vordergrund und zerrte mich aus meinen tagträumen in die wirklichkeit zurück.
meine vorderen schläfenlappen fingen an zu pulsieren und tütü bot echt keinen besonders erheiternden anblick.
da, tütü. hier hast du papier, schreiberling und ein paar wachsmalkreiden.
ich habe im moment nicht die kraft, dir zuzuhören, weißt du, liebes. gestern die ganze rammelei, ich meine der rummel mit der nachbarin von oben, du weißt schon, und das alles.
ich habe was kochen am herd und in einer stunde kommt der heini vom studio, hat er angerufen, er geht sich bloß noch die nase pudern.
also, schreib mir einfach alles auf, mit wem du gefickt hast und wer dich gefickt hat .
schreib es einfach auf, ich werde es mir dann in ruhe lesen, alles, jedes kleinste ding am rande, hm, des geschehens.
wenn ich die muße dann dazu habe.
sei lieb, tütü. ich knallte ihr eine auf den popo und ging rasch in die küche, schnell aufräumen bevor etwas passierte.
tullipan schrieb am 2.9. 2007 um 19:04:39 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Tütü ist immer noch auf der Sause und es kehrt die vollkommene Ruhe ein, schön langsam. Ich hasse ihren schlampigen Umgang mit den leinwanden Waldfundstücken. Immer noch bin ich dabei gefordert wie ein vollkommener Anfänger. Wenigstens habe ich dabei Zeit bis so viel mehr als alle anderen, endlich kann ich ein wenig in mich hineinmeditieren und an meiner Karriere dazutun. Es gibt eh so viel zu tun. Die große fette Klimperkiste steht in der Werkstatt. Die Minizwetschkendirndln faulen in der Komposttonne weiter. Neben den Schwammerln, welcher Mensch alleine hätte denn das alles verdrücken können. Unterwegs und nur Musik, was glaubst sie, wo sie ist. So zwanzig, dreißig Leute an einen Tisch bringen zum Völlern ist ein Kunststück, verdammt und mehr! Ich wollte nicht noch einmal diesen Alptraum durchmachen, plötzlich munterzuwerden mit der unangenehmen Überraschung, ein Gesicht dir herumzutragen, daß sich anfühlt, als täte eine riesig riesengroße Nacktschnecke ein Stück Ihres Weges darüber schleimen. Igitt!! Es gibt noch viel zu tun, und alle diese Sprüche aus dem Bilderbuch. Das ist nicht meine Familie. Musik and fun is All.
tullipan schrieb am 20.5. 2008 um 19:32:01 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
ich mag schnecken und schnecken mögen mich.
unwillkürlich summte ich dabei eine melodie, während ich weiter nach worten suchte .
hmm hm hm hmmmm hm
die sind ganz weich und auch ganz hart...
meine ohren fühlten sich plötzlich an, als würden sie mit weichen, warmen händen zugedeckt.
seit einer halben stunde hatte tütü nichts gesagt und nur voller konzentration dagehockt, ganz hingegeben in ihrem tun
tütü schaute mich verträumt an und wurde immer langsamer dabei, mit kreisenden runden bewegungen die rauchtischplatte vom couchtisch zu polieren, den wir gestern vor der türe entdeckt und gleich mit hinein genommen hatten.das schild war noch daran, welches fürsorgliche leute von da angebracht hatten, zur freien entnahme wunderschön mit wachsmalkreiden daraufgemalt, es sah aus wie mit kinderhänden gemacht.
aber, tütü, denkst du auch an die nacktschnecken, die haben kein schneckenhaus, das sie mittragen können. die sind einfach bloße nacktschnecken und...
du bist jetzt ruhig! tütü blitzte mich mit ihren augen an, und ihre gesichtszüge wurden ganz sanft dabei.
mit beiden händen umschloß ich die doppelflöte, auf der ich probiert hatte und richtete meinen rücken gerade.
ich bin ganz ohr, tütü.
also, du kluger aller allerklügsten, die nachtschnecken haben eine viel dickere haut als die schnecken mit haus, ist doch klar, weil sie können nicht einfach in ihr haus hineinschrumpeln.
und wenn sie sich fürchten dann schrumpeln sie sich ganz zusammen wie zu einer kugel und ihre haut wird ganz hart, weil sie sichso hart machen wie sie nur können, wenn sie angst haben.
tütü stieß einen seufzer aus hockte sich auf den boden, den blick auf mich gerichtet.
das ist schön, wie du das gesagt hast, tütü.
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