Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 72, davon 72 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 37 positiv bewertete (51,39%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 27.6. 2000 um 14:54:58 Uhr schrieb
Idoru über Bibliothek
Der neuste Text am 18.11. 2024 um 13:09:28 Uhr schrieb
Gerhard über Bibliothek
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 23)

am 16.11. 2014 um 16:19:57 Uhr schrieb
Pamela über Bibliothek

am 8.1. 2006 um 18:09:06 Uhr schrieb
biggi über Bibliothek

am 20.3. 2011 um 22:44:09 Uhr schrieb
Schmidt über Bibliothek

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Bibliothek«

Nico schrieb am 29.1. 2001 um 12:49:21 Uhr zu

Bibliothek

Bewertung: 12 Punkt(e)

In der Bibliothek von Babel stehen alle möglichen Bücher (bis zu 500 Seiten). Es ist eine riesige Anzahl, eine schon nicht mehr astronomische, sondern vielmehr hyperastronomische Anzahl. In der Bibliothek von Babel steht ein Buch, welches Deine Lebensgeschichte erzählt. In der Bibliothek von Babel steht ein Buch, welches Deine Lebensgeschichte bis auf ein kleines Detail erzählt. In der Bibliothek von Babel steht natürlich auch eine Menge Mist rum.

Die Bücher sind geordnet (die Bibliothekare machen jährlich Revision). In der Bibliothek von Babel gibt es die sogenannte Moby-Dick-Galaxie. Dort stehen alle Moby-Dick-artigen Bücher rum, Bücher, die sich von Moby Dick nur um ein paar Buchstaben, einen Satz, ein paar Satzzeichen oder so unterscheiden. (Das Original steht natürlich auch dort.) Es ist eine ganze Galaxie von Moby-Dick-Büchern, wohin das Auge reicht, Lichtjahre weit.

Peter K. schrieb am 11.4. 2004 um 23:49:21 Uhr zu

Bibliothek

Bewertung: 3 Punkt(e)

Meine Bibliothek wurde in mir gezeugt, als ich noch ein Kind war. Geplagt von Pollenallergie, waren die Sommer für mich Hausarrest. Das war in den siebzigern des letzten Jahrhunderts. Internet gab es nicht, Computer auch nicht. Einzig der Taschenrechner zog Ende der siebziger Jahre in die Klassenzimmer. Also las ich in der Bibliothek meines Vaters. Der war ein klassischer Sozialdemokrat gewesen: Wissen ist Macht - Bildung macht frei. Ich las mich durch Kulturgeschichte und Philosophie - Naturwissenschaften interessierten mich weniger.

Viele Jahre später, in den neunzigern, war ich drei Jahre lang Hilfsbibliothekar in einem soziologischen Institut, später wurde ich Assistent in der juristischen Fakultät bei einem hochgebildeten Juraprofessor - eine Seltenheit heutezutage. Ich begann, Bücher zu kaufen.

Dann wurde ich Rechtsanwalt, in einer Kleinstadt, die aber immerhin ein Landgericht hat. Ich gehöre dort inzwischen zu den bedeutenderen Anwälten - früher hätte man gesagt: zu den Honoratioren.

Vor etwa vier Jahren fing ich an. Ich gebe den Jahresetat eines durchschnittlichen geisteswissenschaftlichen Lehrstuhls für Bücher aus. In meiner Buchhandlung begrüsst man mich, wie in meiner Stammkneipe, und ich kann dort anschreiben lassen. Ich durchstreife Antiquariate, und das Internet. Ich kann lesen und kaufen, was ich will. Kein Forschungsprojekt, kein Mittelverwendungsnachweis und ähnlicher pseudorationaler Quatsch hindert mich.

Ich baue eine Bibliothek auf - meine Bibliothek. Sie wächst langsam, weil ich sehr auf Qualität achte. Der Bau dieser Bibliothek ist wie der Bau eines Schlosses. Er dauert Jahrzehnte. Und diese Bibliothek ist für mich ein Palast, wie dem Fürsten von Salina (Thomasi di Lampedusa: Der Leopard) ein Palast ist: »Mein Onkel sagt, ein Palast, in dem man weiß, wieviele Räume er hat, lohnt sich nicht, zu bewohnen«.

So kaufe ich auch Bücher, von denen ich weiß, daß ich sie derzeit nicht lesen kann, z.b. weil mir die Muße fehlt - wie Zettel's Traum von Arno Schmidt. Irgendwann werde ich die Muße haben dazu. Ich glaube fast, das ist ein aristokratischer Zug an meinem Sammeln.

Fortsetzung folgt.

hei+co schrieb am 18.4. 2001 um 16:04:33 Uhr zu

Bibliothek

Bewertung: 2 Punkt(e)

Topographie der Bibliothek: Standort - Buchgedächtnis

Der Adressenkatalog entstand aus der Praxis heraus, aus dem tagtäglichen Kontakt mit den Beständen und braucht daher weder eine spezielle, gar wissenschaftliche
Vermittlung noch eigene Aufschreibe- und Nachschlaghilfen wie Bestandsverzeichnisse und Standortlisten. Irgendwann, nach langen Jahren an einem und demselben
Ort, stellt sich als Resultat unzählig vieler Gänge und Zugriffe eine auf den Punkt genaue Topographie der Bibliothek ein - so wie bei jenem berühmten Vorbild,
dessen Leistung als unerreichbar, ja als erfunden gilt, aber dennoch als legendär anerkannt worden ist. Im Kern der Legende steht der historisch verbürgte
Florentiner Bibliothekar Antonio Magliabechi. Von ihm wird 'behauptet [...], er habe nie ein Buch zu Ende gelesen und doch gäbe es keinen anderen , der so gut wie
er die Bücher und deren Inhalte kenne.' (Willms: Bücherfreunde. Büchernarren. S. 132f.) Sein Geheimnis ist ein phänomenales Buchgedächtnis:

'Eines Tages soll Cosimo III., in desen Diensten als Bibliothekar er seit 1673 stand, nach ihm geschickt haben mit der Bitte, ob es ihm möglich sei, ein ganz
bestimmtes, äußerst seltenes Buch herbeizuschaffen. Magliabechi soll darauf geantwortet haben: 'Nein, das ist unmöglich. Denn von diesem Buch existiert lediglich
ein Exemplar, und dieses befindet sich in der Palastbibliothek in Konstantinopel. Es ist, wenn man die Bibliothek betritt, das siebte Buch im zweiten Regal auf der
rechten Seite." (ebenda)
(Nikolaus Wegmann: Bücherlabyrinthe. Suchen und Finden im alexandrinischen Zeitalter, Köln 2000, S. 131)

hei+co schrieb am 18.4. 2001 um 15:53:03 Uhr zu

Bibliothek

Bewertung: 3 Punkt(e)

Liebe zu den Büchern, zu den
Dokumenten (oder: ist der
Kunde König?)

In manchen Darstellungen wird beklagt, daß sich
Biblkiothekare mehr für ihre Bücher als für ihre
»Kunden« interessieren:

"Der Bibliothekar von einst war eine
Spitzweg-Figur, den Kopf voller preußischer
Instruktionen und kleinformatiger Karteikästchen.
Sein einziger natürlicher Feind war der Benutzer."

(so der Vorsitzende des Wissenschaftsrats
Hoffmann, der das Magazin Focus zitiert, nach
Digitale Bibliotheken, S. 140)

tigerauge schrieb am 4.11. 2005 um 10:00:39 Uhr zu

Bibliothek

Bewertung: 2 Punkt(e)

Jacke und Tasche ins Schließfach, dann durch die Schranke, eine Treppe hoch, in den Lesesaal. Eigentümliche, geschäftige Stille, fast weihevoll. Der staubig-muffige Geruch alter Bücher. Sechs oder acht Reihen Lesetische. Es ist nicht hell, nicht dunkel. An manchen Tischen sitzen Leute mit Bücherstapeln, manche lesen Zeitung. Die Leselampen werfen kleine Lichtkegel auf die grünbespannten Schreibtischunterlagen. Leute tragen Bücher hin und her, jemand spricht leise, irgendwo nudelt ein Kopierer.
Meine Schritte klingen wie Hammerschläge, eigentlich müssten sich alle nach mir umdrehen. Ich lasse mich an einem freien Tisch nieder, fange an zu arbeiten. Alles um mich versinkt, bis die Lautsprecheransage kommt: »Die Bibliothek schließt in zehn Minuten. Bitte verlassen Sie den Lesesaal

Peter K. schrieb am 14.12. 2004 um 16:15:38 Uhr zu

Bibliothek

Bewertung: 4 Punkt(e)

Meine Frau erzählte mir folgende Geschichte:

Sie hat so einen Bekannten, der macht nebenher Haushaltsauflösungen. Beim Kaffee erzählte er, wie er neulich den Haushalt einer pensionierten Professorin auflöste, die verstorben war. Wunderschöne Möbel hätte es da gegeben, an denen er seinen guten Schnitt gemacht hätte. Aber die wahnsinnig vielen Bücher, die diese Frau hatte ! Über zwanzig Müllsäcke voll hätte er in den Container geschmissen !

Zum Heulen !

Lumbago schrieb am 23.8. 2001 um 14:41:15 Uhr zu

Bibliothek

Bewertung: 2 Punkt(e)

Die imaginäre Bibliothek

Am Anfang war das Wort.
... es wurde gesprochen, getanzt, gesungen, geliebt, verdoppelt, erzählt, geknotet, gebetet,
wiederholt, rezitiert, vergessen, eingeritzt, eingebrannt, gemalt, gemeißelt, geschrieben, in
Tabellen gelistet, in magischen Formeln versteckt, gedruckt, gebunden, verlegt, als
Fußnote an den Rand gedrängt, indiziert, gereimt, gezählt, formalisiert, codiert, compiliert,
gespeichert, gescannt, als Muster wiedererkannt, übertragen, gefaxt, verschlüsselt,
komprimiert, optimiert, transformiert, konvertiert, genormt, gelöscht, gelinkt,
überschrieben, als Absprungsort markiert, zum Objekt erklärt, als Programm aktiviert, das
Worte schafft...
Das Universum, das andere die Bibliothek nennen, setzt sich aus einer undefinierten,
womöglich unendlichen Zahl ineinander verschachtelter Bildschirme zusammen ...

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