Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 100, davon 94 (94,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 81 positiv bewertete (81,00%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 28.12. 2024 um 18:55:29 Uhr schrieb
Boris Besenrein über CvN
Der neuste Text am 20.6. 2026 um 09:13:04 Uhr schrieb
Geyersbach über CvN
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 13)

am 12.5. 2025 um 18:06:28 Uhr schrieb
CvN (Carl v. Nebelstreiff) über CvN

am 9.5. 2025 um 13:02:16 Uhr schrieb
CvN (Carl v. Nebelstreiff) über CvN

am 24.5. 2025 um 02:46:29 Uhr schrieb
CvN (Carl v. Nebelstreiff) über CvN

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »CvN«

CvN (Carl v. Nebelstreiff) schrieb am 15.1. 2026 um 20:06:51 Uhr zu

CvN

Bewertung: 5 Punkt(e)

Hoch-Wohlgebohrner Meister,
Ihr werdet Euch wohl erinnern Eurer Bedenken wegen denen Chorbuben, welche beflißen & convenable singen, oft über alles Maaß schön, und vermeinen, sie begriffen alle Worte, so sie dermaßen sauber, gar lateinisch vortragen. Nunmehro aber will ich dieße Buben, so viel an mir ist, in etwas entschuldigen, und zwar auf folgende Weise.
Wie wundersam ist Eure Mühle errichtet am Bach, da er herrlich fließet & mit steter Kraft das große Mühlenrad treibet. Und nunmehro geschiehet es, daß ein Bub sein eigen kleines Rädlein munter lauffen siehet & vermeinet, es sei eben solch trefflich Mühlenrad. Jetzo will ich hinzufügen: der Ohrt, von wo der Bub sein geringes Werklein betreibet, mag doch an aufwärts gelegner Stelle seyn, ergo dem Ursprunge näher. Mag der Bach dorten sanftes Bächlein heißen. Ist aber das Wasser allda nach proportion kostbahrer.
Also eilen wir zum Schluß, mit allem ergebensten Respect, zeitlebens verharrend
Ew. Hochwohlgebohren ganz gehorsamst-ergebenster Diener
Georg Erdmann
Danzig, den 16. Octobr. Anno 1718




Nicht abgeschickter Brief an JSB
(Staatsarchiv Danzig)

CvN (Carl v. Nebelstreiff) schrieb am 9.6. 2026 um 15:27:55 Uhr zu

CvN

Bewertung: 4 Punkt(e)

Am Vatertag hatten wir eine Szene aus »Dido und Aeneas« aufgeführt. Eine schöne Idee von Michail.
Es singen der Chor, dazu Ada und Belinda: Damen aus dem Hofstaat von Dido.

"Fear noch danger to ensue,
the Hero loves as well as you!"

Zuvor eine kurze Einleitung von Michail.
Dann wieder Michail:
»Und jetzt tritt Aeneas auf! Nicht heute! Aber bald

Schöner Einfall von Michail: vor dem Eingang war ein Poster aufgestellt, mit Aeneas, der seinen Vater auf den Schultern aus dem brennenden Troja trägt. An seiner Hand der kleine Sohn, der später im Stück von Purcell einen Amor darstellen wird.

Alles Politik! Ein Team vom WDR war zugegen.
Gleich nachdem in »Lokalzeit« berichtet worden war, kam die Anfrage vom »Oberhausener Eventkalender«: wann Premiere? Nächste Vorschau Ende Juni!
Michail macht Druck. Es ist sein Lieblingsprojekt.
Friedrich und ich sind gegen Planwirtschaft.
Unser engster Mitarbeiter ist der Zufall.

CvN (Carl v. Nebelstreiff) schrieb am 20.5. 2025 um 19:32:11 Uhr zu

CvN

Bewertung: 4 Punkt(e)

Vom ersten Mal zusammen im Bett ein unvergessliches Detail.

Vorweg ein Bedauern, dass Brauntöne kaum Namen haben. Ist nicht schon das Wortbraunvorbelastet.
Es geht um Friedrichs Haarpracht, damals, er war fast 14.

Auch das Wort „brünett“ gefällt mir nicht. Aber wie sonst Friedrich beschreiben?

Ich erfand das Wort „tizianbraun“. Seine Eltern, Vera und Oscar, bereicherten ihren Wortschatz umgehend mit tizianbraun.

Noch intensiver ist diese Haarfarbe bei Mathilde. Man muss wissen, dass nicht Vera die wahre Mutter ist, sondern Mathilde aus Grenoble.

Nun das Unvergessliche.
Friedrich könnte sagen: »hast du schon mal erzählt
Oder: »mir ging ganz anderes durch den Kopf
Gestehen: » vor allem ging mir durch den Kopf: wenn er jetzt nicht zugreift, mach ich es mir selbst

Bevor ich alles vergesse, will ich von dieser einen Sekunde berichten.
Als er sich über mich beugte und seine Haare auf mein Gesicht fielen. Mein Gesicht verborgen unter seinen Haaren!

Diese schöne Woge tizianbrauner Haare, die sich so sanft wellte, aber immer fest angeschmiegt blieb und kaum je mit Kopf-Ruck oder gar von Hand zurechtgewiesen werden musste.

Die ich zuvor immer nur anschauen konnte. Und jemals berührt hatte?

CvN (Carl v. Nebelstreiff) schrieb am 15.1. 2025 um 13:47:27 Uhr zu

CvN

Bewertung: 4 Punkt(e)

Vielleicht erinnert man sich sich noch an den Skandal.
Um unsere Fabrikhalle zu verschönern, um ihr etwas weihevolles zu geben, malte Gerhard Richter (ja, der!) ein Kirchenfenster, halben Meter breit, zwei hoch, und hängte es uns an die Wand.
Paar Tage später war es gestohlen!

Jetzt sind dort mittelalterliche Fresken zu sehen.
Ein Heiliger Georg.
Schon damals trugen die Schreibuben Mäntel fast wie heute, dazu aber schwarze Leggings und spitze Schuhe.
Sieben Buben haben den Drachen an einen ausweglosen Felsspalt getrieben, und zwar nur durch Geschrei:

               𝖘𝖈𝖍𝖗𝖞 𝖘𝖈𝖍𝖗𝖞 𝖘𝖈𝖍𝖗𝖞

ist direkt über dem Haufen Buben golden auf einen tiefblauen Himmel geschrieben.

Der etwas dickliche Hl.Georg kann dann vom Pferd aus bequem die Lanze dem Drachen ins aufgerissene Maul stecken.

CvN (Carl v. Nebelstreiff) schrieb am 26.1. 2025 um 20:30:38 Uhr zu

CvN

Bewertung: 3 Punkt(e)

Diese kleine, goldene Ehrennadel (bei festlichen Anlässen) haben wir uns selbst verehrt. Wir: Chorleiter Friedrich und ich. Es war eine Art 10-jähriges Jubiläum des Schreibuben-Chors.

Als »Oberhausener Bubenschrei« konstituierten wir uns erst spät. Kurz, es gibt eigentlich gar kein Gründungsjahr.

Unser Büro ist ein einziges Chaos.
Hieß die Firma für Chor- und Kampfkleidung nicht »Orkan«? Wann haben wir alles entworfen, wann bestellt?
Wann nur? Denn auch unser Emblem, die Löwenzahnblüte, wurde damals sozusagen offiziell.

Dieses Emblem ist an den Mänteln in natürlicher Löwenzahn-Größe befestigt, am üblichen Ort in der Herzgegend.

Die goldene Blüte der Ehrennadel hat die natürliche Größe der Huflattichblüte, die wie eine ganz kleine Löwenzahnblüte ist.

CvN (Carl v. Nebelstreiff) schrieb am 25.1. 2025 um 18:25:42 Uhr zu

CvN

Bewertung: 6 Punkt(e)

Heute wieder Flashmob im »Centro«.

Eine etwas andere Aufstellung.
Denn Friedrich leitete dieses Mal den Chor von außen, als Fensterputzer getarnt, und dirigierte mit dem Fensterwischer.

Premiere: »Unser Leben ist ein Schatten« von Johann »nicht Sebastian« Bach.

Die Schreibuben tarnen sich nicht. Alle also in diesen schönen Mänteln, leicht olivgrün (ich lernte erst neulich, dass diese Farbe »taupe« heißt, das ist französisch).
Hosen, Schals, Mützen allerdings wie immer ohne Vorschrift.
Man kennt und erkennt die Schreibuben. Unser Flashmob überrascht trotzdem immer wieder.

»Unser Leben ist ein Schattenwird wie immer beherzt geschrien.
»Ist ein Schatten« wird dann leiser wiederholt und sehr schön gesungen.
Und blieb vernehmlich, weil das Publikum immer stiller wurde. Man begann zu flüstern!

»Ein Schatten - ein Schatten - ein Schatten auf Erden

Ich habe schon ein Video mit Weinenden drauf, aber Gesang fehlt. Selbst sah ich heute nirgendwo Tränen. Immerhin einige Rührung.

Die Akustik im »Centro« ist nicht schlecht.
Noch warte ich auf Videos mit Tränen samt dem Gesang von heute vormittag.
So viele halten immer gleich das Handy in die Höhe!

CvN (Carl v. Nebelstreiff) schrieb am 21.6. 2025 um 21:36:52 Uhr zu

CvN

Bewertung: 2 Punkt(e)

»Du musst bedenken: es war die Hippie-Zeitsagt Friedrich.
Ich bin mir immer verwundert, dass Friedrichs Eltern damals unsere Liebe zugelassen haben. Befördert sogar!

Warum Vera, Friedrichs Mutter, mir so zugetan war, habe ich inzwischen begriffen.
Und Oscar, der Vater?

Friedrich erinnert sich, besser als ich, an die Geschichte mit dem »Mini Moke«.
Das ist ein kleiner Jeep mit offenen Seiten, der damals in Oscars Autosalon ausgestellt war.
Oscar handelte mit edlen Gebrauchtwagen.

»Orange ist nicht die Originalfarbe!« soll ich moniert haben.
Oscar war beeindruckt!
»Die Mini Mokes waren alle grün. 'Spruce Green' .«

Ich sammelte damals englische Farbnamen.
»Dead Salmon«, »Cinder Rose«, »Incarnadine« weiß ich heute noch. »Spruce green« führte direkt zum »Mini Moke«.
Zufall, dass Oscar gerade den im Angebot hatte.

Das muss Oscar mehr beeindruckt haben, als »Zerfließe mein Herze«, das sein Sohn so herzzerreißend schön singen konnte.
Damals hatten wir einiges aus der Johannespassion einstudiert.

CvN (Carl v. Nebelstreiff) schrieb am 21.4. 2025 um 13:15:35 Uhr zu

CvN

Bewertung: 2 Punkt(e)

Das überraschendste am vergangenen Karfreitag haben nur wenige begriffen. Der lauteste Beifall kam von unseren zahlreichen Chorbuben, die dieses Mal nur zuhörten, weil Pergolesis Stabat Mater nur für Solisten ist: Sopran und Alt.
Da die Solisten immer wechselten, und immer Ersatzleute bereit sein müssen, konnten fast 20 Buben aktiv teilnehmen.
Warum nur fehlt gerade dann der Ersatzmann, als Florian beim »O quam tristis« ausfällt! Ein heftiges Nasenbluten, das schon gestillt schien, war wieder ausgebrochen.

Und da springt Felix ein.
Felix, der noch nie Solist war, überhaupt noch nie mitgesungen hat!
Er nimmt bei allen Proben aufmerksam teil.
Und dirigiert mit.
Ihm zuliebe drehen sich immer welche um und achten auf Felix, nicht auf den dirigierenden Friedrich.

Er sang perfekt. Auswendig wie alle anderen auch! Sein Latein war lustig verdreht: »Mater universiti« statt »Mater unigeniti«.
Wie froh wäre ich, wenn auch nur 1 Aufmerksamer außer mir das bemerkt hätte.

Ich musste, als O quam tristis beendet war, einfach los - Felix an der Hand nehmen - wir verbeugen uns - und begeisterter Beifall von den versammelten Chorbuben.

Felix singt also Sopran. Jetzt wissen wir es.

CvN (Carl v. Nebelstreiff) schrieb am 25.4. 2025 um 12:35:24 Uhr zu

CvN

Bewertung: 3 Punkt(e)

Damals auf »Super8« aufgenommen. Inzwischen digitalisiert und auf YT angeboten.
»Zerfließe mein Herze« aus der Johannespassion; es singt Friedrich.

Wie er die Noten in der rechten Hand hält. Die gespreizten Finger.
Wie er alles auswendig singen könnte, trotzdem nach unten rechts in die Noten schaut, und weiter singt: nach links und nach oben hinaus.
Mit etwas geneigtem Kopf nach links hinaus - so sang nur er.

Und wie er einen Moment lang den Mund verzieht, wie angeekelt.

Friedrich heute:
»Das habe ich mir auf den Proben so angewöhnt. Nochmal und nochmal wolltest du alles wiederholt haben, bis es mir zu viel wurde

Und was ich heute »hinein interpretiere«.
Er hätte, wovon er sang, zu deutlich vor Augen gehabt. Nicht den schon Verklärten, sondern den elend Verreckenden.

Wenn Ekel das Mitleid erstickt. Das Gegenteil von Zerfließen ist Erstarren.

CvN (Carl v. Nebelstreiff) schrieb am 26.1. 2025 um 17:05:28 Uhr zu

CvN

Bewertung: 3 Punkt(e)

»Warum hast du DAS nicht rausgeschnitten!!«
Frage ich Anton, der für Youtube die offiziellen Videos macht.

Ob ich mich nicht daran erinnere, erwidert Anton. Es war nach dem Neujahrskonzert! Auf wen ging der Generalbevollmächtigte zu? Auf dich? Auf Friedrich ? Auf mich! Und was wollte er? Dieses Malund hoffentlich nicht das letzte Mal!«) wieder zu sehen sein!

Er ist einer unserer Mäzene, wir nennen ihn den Generalbevollmächtigten. Friedrich ist der Chorleiter.
Es gibt diese obligaten Schwenks weg von den Sängern, hin zum Publikum.
Es ist nicht wegen dem Generalbevollmächtigten, es ist wegen seiner Frau neben ihm.
Die ist um die 50, unförmig, hockt da, mitten in der ersten Reihe, Beine übereinander, Rock über die Knie gerutscht: so dass wer nicht spontan wegschaut vollen Einblick hat.

Anton: er ist unser wichtigster Geldgeber! Das musst du doch verstehen!

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