Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 140, davon 139 (99,29%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 52 positiv bewertete (37,14%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 16.12. 1999 um 19:11:38 Uhr schrieb
Stöbers Greif über Rotwein
Der neuste Text am 9.10. 2026 um 02:38:37 Uhr schrieb
Lord Heartworthy über Rotwein
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 56)

am 8.1. 2005 um 22:07:52 Uhr schrieb
Oliver über Rotwein

am 9.7. 2008 um 10:55:49 Uhr schrieb
Franka über Rotwein

am 18.6. 2005 um 00:20:02 Uhr schrieb
gee-man über Rotwein

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Rotwein«

Stöbers Greif schrieb am 13.2. 2000 um 12:54:10 Uhr zu

Rotwein

Bewertung: 3 Punkt(e)

Wenn wir das Glück haben, einen guten Barolo trinken zu dürfen, erleben wir die fruchtigste und dramatischte Verkörperung der Nebbiolo-Traube. Der Name ist von der 15 km südlich von Alba gelegenen Ortschaft Barolo übernommen.
Um die Mitte des 19. Jh. wurde die Bereitung dieses Weines von süß auf trocken umgestellt, und damit nahm er jenen Charakter an, den wir noch heute an ihm schätzen. Der Barolo, der von seinen Anhängern als »Wein der Könige und König der Weine« gerühmt wird, genoß von Anfang an eine privilegierte Stellung, nicht nur beim Turiner Adel, sondern auch bei Herrscherhaus Savoyen. Carlo Alberto di Savoia, dem die Weine der Marquise Giulietta Falletti äußerst behagten, kaufte und entwickelte die Ländereien der Schlösser Verduno und Roddi im heutigen Bereich Barolo, während Emanuele, Graf von Mirafiori, die Weinberge um das Jagdhaus Fontanafredda in Serralunga d´Alba erschloß. Diese Verknüpfung mit der damaligen Herrscherdynastie Italiens verlieh dem Barolo eine mystische Aura.
Das zentrale Anbaugebiet fällt auf die Ortschaften Barolo, La Morra, Castiglione Falletto, Serralunga d´Alba sowie die nördliche Hälfte von Monforte d´Alba. Das sind dann schon knapp 90% der gesamten Barolo-Anbaufläche.
Zwar ist Barolo stets ein voller, konzentrierter, schwerer Wein mit ausgeprägtem Tannin- und Säuregehalt, dennoch gibt es zwischen den Weinen des Bereichs ausgeprägte Stilunterschiede, in denen sich vor allem zwei unterschiedliche Bodentypen spiegeln: der kalkhaltige Mergel von La Motta und Barolo erbringt eher milde, fruchtige und würzige Weine, ide - nach Barolo-Maßstäben - auch ziemlich rasch heranreifen. Der kargere Sandsteinboden des restlichen Anbaugebietes produziert intensivere, fester strukturierte Weine, die eine längere Reifezeit brauchen.
Allen feinen Barolo-Weinen gemeinsam sind die granatrote Farbe, ein komplexes Aroma von Pflaumen, trockenen Rosen, Teer, Lakritze und (dies ist allerdings umstritten) weißen Trüffeln. Der volle Geschmack beruht auf kräftigem Tannin, fester Struktur und einer schönen alkoholischen Wärme (gelegentlich bis 15%!).
Der Ausbau des Weins ist nicht einfach; eine übermäßige Faßalterung kann leicht allzuviel Herbheit hervorrufen. So ist es einigermaßen heikel, das Optimum zwischen größtmöglicher Fülle und gefährdeter Genießbarkeit herauszufinden - ein Balanceakt, der durch die spätreifende Art der Nebbiolo-Traube zusätzlich erschwert wird.

Stöbers Greif schrieb am 17.2. 2000 um 14:37:21 Uhr zu

Rotwein

Bewertung: 4 Punkt(e)

Barrique.
Der berühmteste aller Faßtypen, die relativ schlanke Bordelaiser barrique, hat dünnere Dauben als beispielsweise die Burgunder pièce und die meisten übrigen Fässer.
Im Mittelalter versahen die geschäftstüchtigen Einwohner von Bordeaux ihr Faß praktisch mit Markenschutz, legten seine Maße genauestens fest und verboten seinen Gebrauch außerhalb der Heimatregion. Bis zum Ende des 18. Jh. hatte es den viermal so großen tonneau als Transport- und Lagerbehälter so gut wie ganz verdrängt und 1866 wurde der Inhalt per Erlaß auf 225 anstelle der früheren 215-230 l festgesetzt.
Heute wird das Wort Barrique insbesondere außerhalb Frankreichs für Holzfässer aller Art gebraucht. In Deutschland und Italien bespielsweise verknüpft sich der Begriff eng mit den Bestrebungen vieler Neuerer, den Ausbau des Weins in kleinen neuen Eichenfässern und nicht mehr in den althergebrachten großen Fässern vorzunehmen.

Stöbers Greif schrieb am 17.2. 2000 um 14:50:24 Uhr zu

Rotwein

Bewertung: 2 Punkt(e)

Lambrusco.
Sortenreiner Wein aus Mittelitalien von der gleichnamigen Rotweinrebsorte, die vorwiegend in den drei Zentralprovinzen der Emilia (Modena, Parma, Reggio nell´Emilia) kultiviert wird. Die robuste Traube mit mindestens 60 Unterarten ist für ihren außerordentlichen Ertragsreichtum bekannt.
Moderner Lambrusco, ein perlender, fruchtiger, fast immer roter Wein, der jung getrunken sein will, wird vorwiegend von Winzergenossenschaften in der Emilia produziert und kommt aus vier DOC-Bereichen: Lambrusco die Sorbara, L. Grasparossa die Castelvetro, L. Reggiano und L. Salamino di Santa Croce (hier ähneln die Trauben angeblich einer kleinen Salami).
Lambrusco Grasparossa, Sorbara und Salamino sind meist trocken bis halbtrocken und weisen eine kräftige Säure auf, der L. Reggiano ist dagegen eher amabile.
Der größte Teil des heutigen Lambrusco ist ein ausdrucksschwaches, standardisiertes Produkt, das in industriellen Quantitäten von Großkellereien und Genossenschaftsbetrieben nach dem Charmat-Verfahren unter kräftigem Einsatz von Filtration, Stabilisierung und oft auch Pasteurisierung hergestellt wird. »Echter« Lambrusco, bei dem die Zeitgärung in der Flasche stattfindet, ist nur noch eine Reminiszenz aus der Vergangenheit. Lediglich in den Ursprungsbereichen selbst begegnet man noch handwerklich bereiteten Weinen dieser Art. Die Eigenheiten der verschiedenen Bereiche und Klone verschwinden mit der Massenproduktion und dem Einsatz industrieller Techniken immer mehr.

Stöbers Greif schrieb am 13.2. 2000 um 21:09:50 Uhr zu

Rotwein

Bewertung: 2 Punkt(e)

Chianti
Bereich in der Toskana zwischen Florenz und Siena mit pikanten trockenen Rotweinen unterschiedlicher Qualität. Das Chianti-Gebiet umfaßt heute sieben Bereiche: Chianti Classico, Chianti Montalbano, Chianti Colli Fiorentini, Chianti Rufina, Colli Senesi, Colline Pisane und Colli Aretini. Dazu dürfen den Namen ohne weiteren Zusatz noch ein paar Randzonen führen.
Diese große Ausweitung des historischen Chianti-Gebietes tat dem Ruf des Weines nicht unbedingt gut; der einfache Chianti ist beim Publikum sowohl im Image als auch im Preis auf das Niveau eines Zechweins ohne spürbare Qualitätscharakteristiken abgesunken.
Den CHIANTI CLASSICO, der aus dem Herzstück des Chianti-Gebietes stammt, erkennt man durch das Siegel mit dem schwarzen Hahn.

Stöbers Greif schrieb am 16.12. 1999 um 19:11:38 Uhr zu

Rotwein

Bewertung: 3 Punkt(e)

Zwischen dem Rotwein und mir gibt es eine angeborene Freundschaft. Möglicherweise hat das auch etwas damit zu tun, daß der Mensch ein Säugetier ist und in seinem Leben viele Flüssigkeiten in sich hineinsaugen muß, das Männchen vorwiegend Bier und Wein, das Weibchen eher Kaffee und Mineralwasser. Je tiefer ich das Senkblei meiner Ideen in ein Glas Rotwein auswerfe, desto mehr finde ich in mir einen heiteren Abgrund von Widersprüchen.

Stöbers Greif schrieb am 17.2. 2000 um 17:39:46 Uhr zu

Rotwein

Bewertung: 2 Punkt(e)

Domaine de la Romanée-Conti
Das prestigeträchtigste Weingut Burgunds mit Sitz in Vosne-Romanée. »Die Domaine« oder DRC, wie sie häufig kurz genannt wird, ist Gemeinschaftsbesitz der Familien de Villaine und Leroy und produziert ausschließlich Grand-Cru-Weine: einen Weißwein, LE MONTRACHET, und sechs Rotweine, Romanée-Conti und La Tâche, Richebourg,Romanée-St-Vivant, Échezeaux und Grand Échezeaux. Die Domaine bildet die Ausnahme von der in Burgund bestehenden Regel, daß ein Weingut nicht nach einer Lage benannt werden darf. Ihre Weine sind für Fülle und Langlebigkeit berühmt.

Liquidationsdefensive schrieb am 19.11. 2002 um 15:58:57 Uhr zu

Rotwein

Bewertung: 3 Punkt(e)

Anrufer: »Ich möchte Ihnen einen schönen Rotwein anbieten.«
Ich: »Nein, danke.«
Anrufer: »Das Angebot ist aber sehr günstig, statt 40 Euro die Flasche nur 25 Euro.«
Ich: »Nein, trotzdem danke.«
Anrufer: »Es ist aber ein Bordeaux, ein 98-er. Kennen Sie sich mit Jahrgängen aus?«
Ich: »Nein, fast gar nicht.«
Anrufer: »Sehen Sie, 98 war ein wunderbar warmer Sommer. Was sagen Sie?«
Ich: »Ich kann mich nicht mehr erinnern.«
Anrufer: »Das Weingut ist sehr renommiert, und wir verkaufen Ihnen den Wein als Restposten zum Einkaufspreis. An dem Weingut ist Chateau Laffite Rothschild beteiligt. Das kennt man doch, nicht wahr?«
Ich: »Ja, den Namen habe ich natürlich schon gehört.«
Anrufer: »Na, sehen Sie. Ich schlage Ihnen vor, sich einfach mal 4 Kisten a 6 Flaschen zu sichern.«
Ich: »Waaaas??? Das ergibt ja Wahnsinnskosten.«
Anrufer: »Was stört Sie denn? Der Einzelflaschenpreis oder die Menge?«
Ich: »Alles stört mich.«
Anrufer: »Aber es ist ein Spitzenwein zum günstigen Preis, Einkaufspreis, günstiger geht es nicht.«
Ich: »Egal. Warum sollte ich Ihnen einen Wein abkaufen, den ich nie probiert habe.«
Anrufer: »Das ist kein Problem. Sie haben 3 Wochen Zahlungsziel.«
Ich: »Was hilft das? Und wenn er mir nicht schmeckt?«
Anrufer: »Dann, würde ich sagen, rufen Sie uns doch einfach an.«
Ich: »Ist mir alles viel zu umständlich, da gehe ich lieber zu der Weinhandlung, wo ich ab und zu Wein kaufe.«
Anrufer: »Die kann Ihnen aber nichts zum Einkaufspreis anbieten.«
Ich: »Doch, manchmal schon, ist ein guter Bekannter.«
Anrufer: »Dann wird der aber bald pleite sein.«
Ich: »Wenn Sie so weitermachen, werden Sie auch bald pleite sein.«
Anrufer: »Dann wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag. Auf Wiederhören.«
Ich: »Danke. Ich Ihnen auch. Wiederhör'n.«

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