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am 16.12. 1999 um 19:11:38 Uhr schrieb Stöbers Greif
über Rotwein |
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am 11.4. 2024 um 10:46:21 Uhr schrieb gerhard
über Rotwein |
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am 30.6. 2021 um 13:11:53 Uhr schrieb XL Knilch über Rotwein
am 6.6. 2006 um 21:30:14 Uhr schrieb Dunkelrot über Rotwein
am 17.6. 2010 um 08:48:40 Uhr schrieb Celeste über Rotwein
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Rotwein«
Stöbers Greif schrieb am 17.2. 2000 um 14:50:24 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Lambrusco.
Sortenreiner Wein aus Mittelitalien von der gleichnamigen Rotweinrebsorte, die vorwiegend in den drei Zentralprovinzen der Emilia (Modena, Parma, Reggio nell´Emilia) kultiviert wird. Die robuste Traube mit mindestens 60 Unterarten ist für ihren außerordentlichen Ertragsreichtum bekannt.
Moderner Lambrusco, ein perlender, fruchtiger, fast immer roter Wein, der jung getrunken sein will, wird vorwiegend von Winzergenossenschaften in der Emilia produziert und kommt aus vier DOC-Bereichen: Lambrusco die Sorbara, L. Grasparossa die Castelvetro, L. Reggiano und L. Salamino di Santa Croce (hier ähneln die Trauben angeblich einer kleinen Salami).
Lambrusco Grasparossa, Sorbara und Salamino sind meist trocken bis halbtrocken und weisen eine kräftige Säure auf, der L. Reggiano ist dagegen eher amabile.
Der größte Teil des heutigen Lambrusco ist ein ausdrucksschwaches, standardisiertes Produkt, das in industriellen Quantitäten von Großkellereien und Genossenschaftsbetrieben nach dem Charmat-Verfahren unter kräftigem Einsatz von Filtration, Stabilisierung und oft auch Pasteurisierung hergestellt wird. »Echter« Lambrusco, bei dem die Zeitgärung in der Flasche stattfindet, ist nur noch eine Reminiszenz aus der Vergangenheit. Lediglich in den Ursprungsbereichen selbst begegnet man noch handwerklich bereiteten Weinen dieser Art. Die Eigenheiten der verschiedenen Bereiche und Klone verschwinden mit der Massenproduktion und dem Einsatz industrieller Techniken immer mehr.
Stöbers Greif schrieb am 13.2. 2000 um 12:54:10 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Wenn wir das Glück haben, einen guten Barolo trinken zu dürfen, erleben wir die fruchtigste und dramatischte Verkörperung der Nebbiolo-Traube. Der Name ist von der 15 km südlich von Alba gelegenen Ortschaft Barolo übernommen.
Um die Mitte des 19. Jh. wurde die Bereitung dieses Weines von süß auf trocken umgestellt, und damit nahm er jenen Charakter an, den wir noch heute an ihm schätzen. Der Barolo, der von seinen Anhängern als »Wein der Könige und König der Weine« gerühmt wird, genoß von Anfang an eine privilegierte Stellung, nicht nur beim Turiner Adel, sondern auch bei Herrscherhaus Savoyen. Carlo Alberto di Savoia, dem die Weine der Marquise Giulietta Falletti äußerst behagten, kaufte und entwickelte die Ländereien der Schlösser Verduno und Roddi im heutigen Bereich Barolo, während Emanuele, Graf von Mirafiori, die Weinberge um das Jagdhaus Fontanafredda in Serralunga d´Alba erschloß. Diese Verknüpfung mit der damaligen Herrscherdynastie Italiens verlieh dem Barolo eine mystische Aura.
Das zentrale Anbaugebiet fällt auf die Ortschaften Barolo, La Morra, Castiglione Falletto, Serralunga d´Alba sowie die nördliche Hälfte von Monforte d´Alba. Das sind dann schon knapp 90% der gesamten Barolo-Anbaufläche.
Zwar ist Barolo stets ein voller, konzentrierter, schwerer Wein mit ausgeprägtem Tannin- und Säuregehalt, dennoch gibt es zwischen den Weinen des Bereichs ausgeprägte Stilunterschiede, in denen sich vor allem zwei unterschiedliche Bodentypen spiegeln: der kalkhaltige Mergel von La Motta und Barolo erbringt eher milde, fruchtige und würzige Weine, ide - nach Barolo-Maßstäben - auch ziemlich rasch heranreifen. Der kargere Sandsteinboden des restlichen Anbaugebietes produziert intensivere, fester strukturierte Weine, die eine längere Reifezeit brauchen.
Allen feinen Barolo-Weinen gemeinsam sind die granatrote Farbe, ein komplexes Aroma von Pflaumen, trockenen Rosen, Teer, Lakritze und (dies ist allerdings umstritten) weißen Trüffeln. Der volle Geschmack beruht auf kräftigem Tannin, fester Struktur und einer schönen alkoholischen Wärme (gelegentlich bis 15%!).
Der Ausbau des Weins ist nicht einfach; eine übermäßige Faßalterung kann leicht allzuviel Herbheit hervorrufen. So ist es einigermaßen heikel, das Optimum zwischen größtmöglicher Fülle und gefährdeter Genießbarkeit herauszufinden - ein Balanceakt, der durch die spätreifende Art der Nebbiolo-Traube zusätzlich erschwert wird.
namensindschallundrauch@der-nachtmensch.de schrieb am 22.5. 2002 um 21:03:07 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
jaja.. wenn man schon an die weinvorräte der eltern geht, sollte man sich vorher vom guten geschmack der eltern überzeugen...
ich vertraue ab jetzt lieber wieder auf meinen eigenen geschmack.
Stöbers Greif schrieb am 17.2. 2000 um 14:29:43 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Dornfelder.
1956 züchtete August Herold diese Sorte, die heute weithin als erfolgreichste Neuzüchtung unter den deutschen Rotweintrauben gilt. Da er den eigenen Namen schon an eine weniger gut gelungene Kreation (die sog. Heroldrebe) vergeben hatte, taufte er das neue Produkt auf en Gründer der württembergischen Weinbaufachschule. Die Kreuzung Helfensteiner x Heroldrebe hat in ihrem Stammbaum so ziemlich alle in Deutschland je angebauten Rotweinsorten und von diesen offensichtlich viel mehr ihrer guten als ihrer schlechten Eigenschaften geerbt.
Dornfelder bestitzt eine auffallend dunkle Farbe (was für das deutsche Klima, das der Pigmentbildung ja nicht gerade förderlich ist, doch eine bemerkenswerte Eigenschaft darstellt), kräftige Säure und attraktiv würzige Frucht sowie in manchen Fällen die Fähigkeit, durch Ausbau in Barriques zu gewinnen. Oft bietet der Dornfelder mehr Genuß als Spätburgunder, vielleicht auch weil dessen Erzeuger weniger ambitioniert sind. Im Weinberg läßt sich der Dornfelder bequemer kultivieren als der Spätburgunder, zeigt bessere Resistenz gegen Fäule als der Portugieser, besitzt kräftigere Stengel als der Trollinger, weist bessere Reifegrade als die erwähnten Sorten auf, reift früher als Limberger und erreicht ohne weiteres Erträge von 120 hl/ha. Qualitätsbewußte Erzeuger schränken natürlich seinen Ertragsreichtum ein.
Kein Wunder also, daß der Dornfelder als eine Art eierlegender Wollmilchsau des deutschen Weinbaus fast überall an Boden gewinnt, vor allem in Rheinhessen und in der Pfalz, wo er besonders wohlschmeckende Ergebnisse liefert.
Stöbers Greif schrieb am 18.2. 2000 um 17:08:11 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Bodenfarbe
Althergebrachte Ansichten sehen Rotwein im Zusammenhang mit rotem, Weißwein mit weißem oder grauem Boden. Zwar scheint diese Vorstellung auf den ersten Blick richtig zu sein, doch gibt es viele Ausnahmen. Alle Versuche, den augenscheinlichen Zusammenhang zu erklären, sind rein spekulativ.
Gewiß aber hat die Bodenfarbe Einfluß auf die Temperatur im und unmittelbar über dem Boden. Dunkle Böden absorbieren die einfallende Sonnenlichtenergie stark und setzen sie in Wärme um. Sie reflektieren zwar weniger Licht als helle Böden, strahlen aber bei Nacht und bei Bewölkung mehr Wärme ab. Im kühlen Klima kommt das den Rotweintraubensorten, die im allgemeinen mehr Wärme zum vollen Ausreifen benötigen als Weißweintrauben, besonders zugute. Ein gutes Beispiel für die Nutzung dieser thermischen Eigenschaften liefert Deidesheim in der Pfalz, wo dunkles Basaltgestein auf den Weinbergböden ausgebracht wird, was zur Entstehung von Weinen mit ungewöhnlicher Süße beiträgt.
In dem ansonsten sehr kühlen Anbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer verhilft dunkelgrauer Schiefer dem Riesling zu vollerer Reife. In Belgien, an der äußersten nördlichen Grenze des europäischen Weinbaus, können (wie man sagt) Trauben nur noch auf bituminösen Schieferböden reifen. Andererseits wachsen im heißen Klima Südspaniens die besten Sherrytrauben auf den kreideweißen Albariza-Böden von Jerez.
Allerdings ist das Verhältnis von Bodenfarbe zur temperaturmäßigen Eignung für den Weinbau nicht eindeutig. So werden in manchen heißen Gegenden rötlichbraune Böden für den Weinbau bevorzugt genutzt (z.B. Hunter Valley in Neusüdwales, Swan Valley in Westaustralien). Vermutlich bringt die Wärmeabstrahlung am Abend und bei bedecktem Himmel für Reben immer noch Vorteile, obwohl sich die Tageshitze ungünstig auswirkt.
Besondere Spekulationen befassen sich mit dem vom Boden auf Laub und Trauben reflektierten Licht, worüber aber relativ wenig gesichertes Wissen vorliegt.
Die Farbe ist auch ein brauchbarer Indikator für sonstige Bodeneigenschaften. Schwarz weist beispielsweise auf einen hohen Gehalt an Mineralien bzw. an organischen Stoffen hin. Rote oder braune Färbung wird durch Eisenoxid hervorgerufen und bildet normalerweise einen Hinweis auf guten Wasserabzug, denn bei Staunässe wird Eisen zu farblosen Formen reduziert, die wegen ihrer besseren Wasserlöslichkeit ausgewaschen werden. Eine graue Bodenoberfläche zeigt das Absickern der Eisenverbindungen in die Tiefe an, wo sie oft in einem schweren Unterboden abgelagert sind.
Die Farbe des Unterbodens ist ein besonders wichtiger Indikator. Außer wenn er weitgehend aus Kreide oder Kalkstein in verwitterter Form besteht, weist ein weißer, grauer oder gefleckter Unterboden auf für den Weinbau ungenügende Durchlässigkeit hin, zumindest aber auf die Notwendigkeit, für guten Wasserabzug zu sorgen.
Bibsi schrieb am 28.8. 2001 um 23:13:44 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Mavrodaphne zum Beispiel. Schwer und süß. Rotwein macht die Seele beschwingt und den Körper träge. Rotwein ist Lust, Genuss und Lebensfreude.
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