Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Fastenzeit«
mcnep schrieb am 10.2. 2005 um 13:21:40 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Fasten ist also nicht Hungern, sondern Verzicht? Auf Verzicht zu verzichten, erscheint mir zwar schwer, aber ich will es gerne versuchen. Also werde ich bis Ostern versuchen, Fernsehen zu schauen, Gemüse zu essen, Grappa zu trinken, alle Frauen zu beschlafen, die mir unter die Finger geraten; ich werde harte Drogen ausprobieren, unter Menschen gehen, mein Telefon soll heißlaufen und vor allem werde ich mir das Internet jenseits des Blasters anschauen.
cloverleave schrieb am 14.3. 2002 um 12:30:50 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Ich faste gerade -
viele Missverständnisse schleichen sich in meinem Umfeld ein: Ich würde nur fasten, um abzunehmen; fasten hiesse immer Nulldiät; fasten heisst auch den ganzen Tag nichts trinken usw.
Wie faste ich, wie nicht?
Als überzeugter Christ versuche ich, biblisch zu fasten, d.h. im Sinne der Bergpredigt: Mein Umfeld soll sehen, dass es mir Spass macht. Nicht mit verbittertem Gesicht durch die Flure schlurfen, nein, das Fasten geniessen! Daher esse ich einmal am Tag, meist abends, eine richtige, ausgewogene Mahlzeit, den Rest des Tages verbringe ich mit Mineralwasser oder Leitungswasser trinken. Eigentlich faste ich ähnlich wie Moslems, allerdings mit dem Unterschied des Trinkens.
Warum faste ich?
Ich tue es für Körper, Seele und Geist:
Der Körper profitiert mannigfaltig davon - er verliert überflüssiges Fett, das Fasten entgiftet ihn, er kann zur Ruhe kommen.
Die Seele nimmt Wichtiges eher wahr als vorher, sie sieht das Positive in jedem Ding, da das Essen nicht mehr als selbstverständlich angesehen wird. Gefühle sind intensiver, man spricht eher mit Leuten, die man vorher nicht beachtet hat, ich spüre Musik eher in mir, die Seele jubelt.
Der Geist ruft nach Gott, das Fasten entspricht einem Gebet. Das Opfer, das spürt er, ist dem Herrn wohlgefällig. Die Zeit des Fastens ist, von den sonstigen Sünden abgesehen, eine Zeit der Einheit meines Geistes mit dem Geist Gottes.
Ich kann jedem nur empfehlen, zu fasten. Und ganz nebenbei habe ich in vier Wochen 6 Kilogramm abgenommen.
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