| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
247, davon 247 (100,00%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 88 positiv bewertete (35,63%) |
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212 Zeichen |
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0,656 Punkte, 122 Texte unbewertet.
Siehe auch: positiv bewertete Texte
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| Der erste Text |
am 16.1. 2000 um 16:19:44 Uhr schrieb Zelot
über Wahnsinn |
| Der neuste Text |
am 2.5. 2021 um 13:36:55 Uhr schrieb Schmidt
über Wahnsinn |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 122) |
am 19.3. 2006 um 00:27:57 Uhr schrieb cherrybelle über Wahnsinn
am 23.6. 2003 um 10:20:28 Uhr schrieb Voyager über Wahnsinn
am 5.8. 2008 um 11:56:55 Uhr schrieb Gronkor über Wahnsinn
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Wahnsinn«
Unschuldsengel schrieb am 8.6. 2001 um 15:47:00 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Ich bin wohl psychisch krank.
Das sagt mir mein Verstand.
Noch bin ich gesund genug, um zu wissen, dass ich verrückt bin.
Kannst du dir das vorstellen?
Stell dir vor, du sitzt da in deinem Zimmer, mit blutigen Handgelenken, während du dir bewusst wirst, wer du bist.
Zum ersten mal im deinem Leben passt du wirklich in eine »Schublade«: Eine, die sich ritzt, die sich selbst verstümmelt, Selbstzerstörung
Da passt du rein
Nur, es gibt wieder etwas, was dich von allen anderen in deiner Schublade unterscheidet:
Du hast doch eigentlich keinen Grund dazu, dich umbringen zu wollen
Keine Probleme mit den Eltern und so
Aber bei genauerem Hinsehen schon
na, vielleicht ist das ja auch bei anderen so
Gut, es passt
Ich bin krank
Wenigstens das ist sicher..
Ren01 schrieb am 18.8. 2000 um 00:50:22 Uhr zu
Bewertung: 8 Punkt(e)
Wahnsinn, wie die Nacht sie treibt
Wahnsinn, wie sie lachen
tanzen
Wahnsinn, was am Ende bleibt
Nichts mehr zu machen,
alles verlorene Zeit
Irre, wie die Nacht sich streckt
mit kalten Fingern um sich greift
Irre, wie sie zärtlich leckt
an Wunden, die sie selbst erst reißt
wie hinter bunten Lichtern
ihre kalten Augen glitzern
Verrückt, daß sie es trotzdem lieben
verrückt, süchtig nach Vergnügen
Sucht
der sie gern erliegen
Wahnsinn, wie die Nacht uns treibt
Wahnsinn, wie wir lachen,
tanzen
Wahnsinn, was am Ende bleibt
Müde Augen
Tote Schatten
Graf Zahl schrieb am 26.9. 2001 um 23:44:38 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Camille Claudel lebte vor ungefähr hundert Jahren. Sie war eine geniale Bildhauerinnen und eine mutigsten und kompromißlosesten Persönlichkeiten, von denen ich je gehört oder gelesen habe. Die letzten 30 Jahre ihres Lebens hat sie im Irrenhaus verbracht. Kaum jemand hat sie dort je besucht, sie dümpelte einsam und vergessen vor sich hin, sie hat keine einzige Skulptur mehr geschaffen. Sie litt unter Paranoia, und man wußte sich vermutlich nicht anders zu helfen, als sie auf diese Weise vor sich selbst und der Welt in Sicherheit zu bringen. Ich dachte immer: Wenn sie heute gelebt hätte, wäre ihr das bestimmt nicht passiert.
Dann habe ich von einer Freundin meiner Schwester gehört. Die dürfte heute wohl so 33 sein und wurde vor ein paar Jahren auch paranoid. Man behandelt sie, indem man sie mit Drogen vollpumpt, die ihr gesamtes Gefühlsleben abdämpfen. So hat sie keine besonderen Angstzustände mehr, aber auch keine besondere Freude. Liebe, Haß, Schmerz, Glück - die ganze Wahrnehmung ist eingenebelt. Eigentlich hat man sie komplett von der Welt getrennt. Genau wie damals Camille Claudel.
Ich weiß nicht, welche Behandlungsmethode grausamer ist - die von heute, oder die von vor hundert Jahren. Der Wahnsinn muß in jedem Fall so ziemlich das Furchtbarste sein, was einem im Leben widerfahren kann.
Die Skulpturen von Camille Claudel kann man sich übrigens heute noch anschauen. In Museen, Büchern oder im Internet. Es ist zum Heulen, wie schön sie sind.
Zytostatikum schrieb am 12.11. 2000 um 16:26:30 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Alle Menschnen befinden sich immer am Abgrund des Wahnsinns,
fragt sich nur:
Auf welcher Seite?
Nils the Dark Elf schrieb am 3.7. 2001 um 08:58:49 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Sieh einmal deinen Körper an. Sieh ihn genau an. Siehst du, wie sich unter der Haut Adern, Muskeln, Sehnen, Knochen abzeichnen? Siehst du im Spiegel den Schädel unter deinem Skalp? Kannst du sehen, wie das Herz das Blut durch den Körper pumpt?
Eine derartige Erfahrung, bei der man sich selbst quasi mit dem Röntgenblick sieht, ist sehr beängstigend, und man kann dabei leicht in den Wahnsinn verfallen, aber es ist, wenn man es mit intaktem Geist durchsteht, auch eine sehr interessante und lehrreiche Erfahrung sein. Hinterher versteht man seinen eigenen Körper und auch anderer Leute Körper viel besser.