Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Guttenberg«
Armin Kron schrieb am 4.3. 2009 um 20:10:53 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Vergleicht man Bundeswirtschaftsminister Guttenberg mit einem Punk, dann wirkt er im Verhältnis zu diesem ganz, ganz, ganz besonders stramm in seine Kleidung eingepasst (Assoziation: eng, sparsam, Schnur). Aber auch so schon: das straff nach hinten gebrachte Haar dicht an das Haupt gegelt, die kostbar im Licht blinkenden italienischen, aber sehr, sehr eng wirkenden Schuhe und natürlich der wie mit ewig sanftem Mutwillen zusammengezogene, ja zusammengeschnürte, geknöpfte Hemdkragen - all dies lässt den Wirtschaftsminister aussehen wie einen jungen Haluter in einem dieser neumodischen, hauchdünnen Kampfpanzer. Und dazu allem noch der hohe Gang, die edle Gestalt, ja geradezu seiner Augen Gewalt hinter der randlosen Brille! Die Regierungskoalition wird schon gewusst haben, warum sie gerade diesen unmodisch-modisch kompakten Jungmann für dies hohe, hochheilige Amt erwählt hat, die Götter auch! Wenn Wirtschaftsminister von und zu Guttenberg uns also nicht alle elegant und erfolgreich über die Weltfinanzkrise hinweg zu Tode spart, dann würde mich das schon sehr wundern.
Die Leiche schrieb am 20.2. 2011 um 00:03:38 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Danke, lieber Herr Kollege, daß Sie schon schnell zurückgerufen haben, ich kann mir ja vorstellen, was Sie in diesen Tagen um die Ohren haben ! Eine furchtbare Angelegenheit, nicht wahr ? Was ich zum Ausdruck bringen wollte, ist zunächst einmal: falls Sie irgendwelche Unterstützung durch unsere Fachabteilungen brauchen sollten - ich weiß ja, daß Sie kompetenzmässig verdammt gut ausgestattet sind bei Ihnen, aber in so einem Falle. Wissense, wir haben hier halt etwas mehr Material und in solchen Fällen auch versierte Experten ... selbstverständlich kann das alles auch diskret gehandhabt werden. Und dann wollte ich Ihnen sagen, daß wir in jedem Falle, wie auch immer Ihre Entscheidung aussehen wird, voll hinter ihnen stehen ! Sie sind eine unabhängige Institution, die hohe wissenschaftliche Wertmaßstäbe an sich legt, und in deren Beurteilung wir uns selbstverständlich in keinster Weise hineinmischen werden. Erst recht nicht in einem solchen Falle, in denen Ihre Entscheidung ganz enorme Auswirkungen haben kann. Wir haben 7 Landtagswahlen in diesem Jahr, und wenn Sie in die Zeitung gucken - da ist ja nur noch von diesem Fall die Rede. Da geht es nicht mehr nur um einen Doktoranten, da geht es um einen Minster, einen Hoffnungsträger einer demokratischen Partei und vieler Menschen in unserem Lande, wobei wir uns als Behörde natürlich streng überparteilich sehen. Sie wissen, was ich meine ?
orschel II - die Rückkehr schrieb am 18.2. 2011 um 20:04:35 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Ich hab bekanntlich 2 Rauhaardackel - Dago, der ältere, ist ein ausgebildeter Jagdhund, war auch sehr gut in seinen Prüfungen (und das mit mir am anderen Ende der Leine, Extraleistung!). Leider bekommt er auf Zuchtschauen meistens nur ein »sehr gut«; wer aber auf Damenbesuch hofft, sollte schon ein paar Mal »vorzüglich« aufweisen können, und so hat er nur 3x gedeckt.
Archie, sein Sohn aus 2. Ehe, ist das genaue Gegenteil: schön aber doof, und wenn er was nicht kapiert kläfft er sehr laut. Ihn hätten wir Karl-Theodor nennen sollen!
Nein, im Ernst der eigentliche Skandal ist die Note, die der sogen. Doktorvater für das zusammengeklaute Werk vergeben hat. Ich wusste gar nicht, dass Tageszeitungen eine so hoch wissenschaftliche Lektüre sind? Sind Journalisten die neuen Gelehrten? Ist es jetzt eine intellektuelle Glanztat, wenn ich morgens meine Zeitung durchblättere?
Muss wohl. Oder aber der ehrenwerte Mann hatte das Machwerk gar nicht gelesen.
Ich hoffe, dass meine Kinder künftig in Klassenarbeiten Vorteile davon haben: »Ich hab nicht abgeschrieben! Ich guttenberge nur! Das ist alles meine eigene Leistung!«
»Ach so. Entschuldige. Kriegst eine 1.«
Die Leiche schrieb am 20.2. 2011 um 00:44:51 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Also das wesentliche an dem abgekästen Zeug ist doch die Täuschungsabsicht, oder ? Der Vorsatz also, das Wissen und Wollen. Fahrlässige Täuschung ist keine Täuschung, das ist einfach nur Schlamperei, und das die dann nicht aufgefallen ist, ist nicht sein Bier, sondern daß von denen da unten in Bamberg, äh, Bayreuth, ja ... und erst recht gilt das doch wohl, wenn unser Mann, als er die entsprechende Handlung begangen hat, nicht oder nicht vollständig zurechnungsfähig war ! Wir müssen also wissen: erstens: wann hat er das Literaturverzeichnis erstellt ? Wann hat er die Endfassung der Arbeit gemacht ? Zweitens: welche Belastungen hat er in dieser Zeit ausstehen müssen ! Der ist doch zweimal Vater geworden ... waren die Schwangerschaften alle normal ? Klemmense sich hinter den Gynäkologen und natürlich zuerst hinter seine Alte, aber Finger weg, hehe ! Und was ist mit ihm ? Hat der nicht irgendwas gehabt in dieser Zeit ? Jeder Mensch wird dochmal krank, oder ? Der soll ma ne Schweigepflichtsentbindung für seine Ärzte rüberschieben, aber dalli ! Tunse nich so ! Da gibts n Präzedenzfall: Friedrich Zimmermann ! Der war ja, als er n Meineid geschworen hat, kurzzeitig unzurechnungsfähig ! Is voll durchgegangen ! Und genau sowas schwebt mir vor ! Ich weiß, das ist nicht optimal, aber wenns keine andere Möglichkeit gibt, müssen wir diese Option ziehen können ! Also - Sie wissen, was Sie zu tun haben: ran an den Speck !
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