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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 24.7. 2002 um 23:56:01 Uhr schrieb
Michael über Abhärtung
Der neuste Text am 6.9. 2026 um 17:00:35 Uhr schrieb
Emil über Abhärtung
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am 3.7. 2018 um 10:16:06 Uhr schrieb
ingo über Abhärtung

am 16.9. 2016 um 17:16:20 Uhr schrieb
Physikerin über Abhärtung

am 29.11. 2016 um 16:51:45 Uhr schrieb
Christine über Abhärtung

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Abhärtung«

mcnep schrieb am 21.2. 2009 um 09:52:00 Uhr zu

Abhärtung

Bewertung: 13 Punkt(e)

Irgendjemand sollte endlich mal den Mut haben, auszusprechen, dass das habituelle Tragen von kurzen Lederhosen, wie es bei Jungen bis in die frühen 70er üblich war (in der Eifel, Niederbayern und einigen Seitentälern der Rhön bis weit in die 80er), primär der Faulheit der Mütter geschuldet war, die allen Persilidyllen der Werbewelt zum Trotz doch lieber moncheriefressend auf dem Sofa lungerten, als ihren hyperaktiven Dreckspätzen alle naselang die Beinkleider zu waschen und zu bügeln. Dass die Schlampen dadurch, zumal in Verbindung mit den oftmals brachialen Erziehungs'methoden', die ihre Besamer und sie selbst an den Schutzbefohlenen ausübten, bei einem Gutteil der pädagogischen Opfer sexualneurotische Störungen hervorriefen, war der Mehrheit der dallidallidummen Tachteler egal; schließlich musste die Eichenschrankwand von Quelle noch abbezahlt werden, da waren übermäßige Bekundungen von Lebensfreude ein keinesfalls zu duldendes Störelement im heimeligen Familienlager.

Petra schrieb am 3.12. 2015 um 17:36:59 Uhr zu

Abhärtung

Bewertung: 11 Punkt(e)

Weil das Wetter seit ein paar Tagen für diese Jahreszeit ziemlich warm ist, habe ich meine 4 Jahre alte Tochter in den letzten Tagen in den Kindergarten einen knielangen Rock und kurze Söckchen anziehen lassen. Aber alle anderen Kinder im Kindergarten hatten entweder eine Strumpfhose zum Rock oder eine lange Hose an. Da es heute morgen bei uns nicht kälter als plus 9 Grad war, meine ich aber, dass meiner Tochter zur Zeit kurze Söckchen zum Rock reichen. Sicherlich haben Kinder ein unterschiedliches Temperaturempfinden, aber sie sollten ja auch ein gewisses Immunsystem aufbauen. Meine Tochter freut sich jedenfalls, dass sie jetzt wieder mit nackten Beinen rausgehen darf. Außerdem war sie im Gegensatz zu vielen anderen Kindern noch nie krank.

Gerhard schrieb am 8.3. 2007 um 23:00:01 Uhr zu

Abhärtung

Bewertung: 10 Punkt(e)

Anfang der sechziger Jahre trugen bei uns fast alle Junge Lederhosen. Ab Ostern hatten die meisten auch die kurze an. Seit meiner Schulzeit musste ich sie ab März tragen, auch wenn es oft noch bitter kalt war. Als ich ca. zehn Jahre alt war, habe ich sie auch immer mehr im Winter getragen, ich war der einzige Junge in meiner Klasse, der dann bei Eis und Schnee mit nackten Beinen zur Schule ging. Es gab aber zwei Mädchen (Schwestern) die zum Rock immer Kniestrümpfe tragen mussten, die waren aber nicht in meiner Klasse. Ich bin oft gefragt worden, ob ich nicht friere. Also, kalte Beine waren schon sehr unangenehm, da ich aber sonst winterfest angzogen war, musste ich wohl nicht mehr frieren als andere.

Joachim schrieb am 3.7. 2009 um 09:05:45 Uhr zu

Abhärtung

Bewertung: 8 Punkt(e)

Mich wundert es, dass sich fast alle Beiträge zur Abhärtung auf die freiwillig oder zwangsweise getragenen kurzen Hosen in der kalten Jahreszeit beschränken.
Mein wenig älterer Bruder und ich wuchsen vom Babyalter an in eine „Rundum-Abhärtung“ hinein:
In Papas oder Mamas Arm unter der kalten Dusche hat es sicher manches Protestgebrüll gegeben. Als wir größer wurden, gingen wir aber freiwillig morgens und abends – oft gemeinsam - prustend und albernd unter die Brause. Das Bad war im Winter geheizt, die Handtücher zum Abrubbeln warm. Das Schlafzimmer dagegen blieb immer kalt, die Fenster auch bei Frost geöffnet. Schlafanzüge (oder trug man damals noch Nachthemden?) besaßen wir nicht.
Die Eltern waren FKK-Anhänger. Im Haus wurde ziemlich oft nackt herumgelaufen. Nackig Schularbeiten zu machen fanden wir ziemlich blöde. Aber immerhin durften wir uns dazu außerhalb der Heizperiode in die halbwegs warme Küche setzen.
Am Wochenende fuhren wir mit dem bei (fast) jedem Wetter offenen VW-Käfer-Cabrio hinaus auf den FKK-Campingplatz. Der hatte einen kleinen See, und da hinein sprangen wir – wie die Erwachsenen im Adamskostüm - bei (fast) jeder Temperatur.
Sonst trugen wir wie die meisten Jungs unserer Generation mit Begeisterung unsere kurzen Lederhosen. Die Eltern machten uns keine Kleidervorschriften: Im Winter zogen wir lange Hosen an. Aber wenn der Vorfrühling da war genügte ein Blickwechsel zwischen uns Brüdern. „He, sollen wir ab morgen ...?“ Und ließen für die nächsten acht, neun Monate die langen Hosen im Schrank.
Manche unserer Kameraden spürten die väterliche „Abhärtung“ aus geringem Anlass schmerzhaft auf ihrer Rückseite. Auch das gab es bei uns kaum. Ohne Grund wurden wir nicht geschlagen. Nur bei ernsthaften Missetaten – Lügen, Klauen z.B., sauste der Rohrstock als verdiente Strafe. Lausejungenstreiche hatten dagegen selten schmerzhafte Folgen. Wir sind beide gesunde robuste Jungen geworden und denken gern an unsere abgehärteten Jugendzeit zurück.

Hans schrieb am 1.10. 2002 um 19:28:32 Uhr zu

Abhärtung

Bewertung: 7 Punkt(e)

Die Eltern erzogen uns Brüder aus prinzipiellen Überlegungen zu abgehärteten Burschen – darüber schrieb ich schon.
Dass Abhärtung auch die Folge schierer Armut sein konnte, davon wusste vor allem die Nachkriegsgeneration zu erzählen. Davon berichtet auch der südafrikanische Schriftsteller J. M. Coetzee in einem autobiografischen Buch über seine Jugend um 1950 („Der Junge“, S. Fischer-Verlag).
„...Aber er ist nie der erste in der Schule: es gibt zwei Brüder aus De Doorns, deren Vater bei der Bahn arbeitet und die mit dem Sechsuhrzug kommen. Sie sind arm, so arm, dass sie weder Pullover noch Blazer noch Schuhe besitzen. Es gibt andere Jungen, die genauso arm sind, besonders in den Afrikaanerklassen. Selbst an eisigen Wintermorgen kommen sie zur Schule in dünnen Baumwollhemden und kurzen Sergehosen, die so eng geworden sind, dass sie ihre schlanken Schenkel darin kaum bewegen können. Ihre sonnengebräunten Beine zeigen weiße Kälteflecken, sie hauchen sich in die Hände und stampfen mit den Füßen; aus ihren Nasen läuft immer der Rotz.“

Christian schrieb am 11.3. 2010 um 15:39:44 Uhr zu

Abhärtung

Bewertung: 9 Punkt(e)

Ein gesundes Mißtrauen gegenüber allen Geschichten, in denen jemand erzählt, er hätte dereinst im Winter kurze Hosen getragen (tragen müssen) ist sicherlich angebracht. Es muß aber nicht zwangsläufig geschwindelt sein. Immerhin gibt es im französischen Riaumont eine Einrichtung für Jungen, halb Schule, halb Pfadfinderdorf, in der die Jungen ganz offensichtlich tatsächlich ganzjährig in kurzen Lederhosen herumlaufen. Als ich erstmals davon las (der Ort Riaumont war nicht erwähnt worden), habe ich das natürlich nicht geglaubt. Bis ich auf diese Seite stieß:

http://www.riaumont.net/

Dort gibt es auch ein Fotoalbum mit entsprechenden Winterbildern:

http://www.riaumont.net/village/activites/albums/neige_photo_album/

Was man davon halten mag, ist ja eine Sache - für mich wäre derjenige, der sich derlei ausgedacht hat, ja eher ein Kandidat für die Plemplem-Medaille. Aber zumindest sieht man daran, daß es bizarre Abhärtungsmethoden in der Erziehung tatsächlich gegeben hat, ja sogar immer noch mancherorts gibt.
Es müssen also nicht alle Abhärtungsberichte hier erfunden sein. Die meisten sind es vermutlich trotzdem.

Apothekersohn schrieb am 2.1. 2010 um 15:55:05 Uhr zu

Abhärtung

Bewertung: 11 Punkt(e)

Als Junge musste ich das ganze Jahr hindurch kurze Lederhosen tragen – egal wie kalt es war. Beide Eltern wollten, das ich abgehärtet wurde.
Mein Vater war Apotheker, und ich musste fast an jedem Nachmittag Medikamente ausfahren, die bestellt worden waren. Ich besaß ein sportliches Fahrrad ohne Schutzbleche. Bei Regen oder sogar Schneematsch spritzte die Brühe eiskalt an meine nackten Schenkel, sodass die Beine manchmal fast erstarrt waren.
Von meinen Kunden und von den meisten Lehrern erntete ich mitleidige Blicke. Aber mein Vater gehörte zu den Honoratioren in unserer Kleinstadt und der Direktor vom Gymnasium war sein Stammtischfreund – niemand wagte ernsthafte Einwände gegen seinen Abhärtungsfimmel. Ich selbst hatte mich mit den Jahren ziemlich daran gewöhnt und war nie ernsthaft krank.

Heike schrieb am 10.9. 2016 um 00:28:03 Uhr zu

Abhärtung

Bewertung: 15 Punkt(e)

Habe eine Tochter, die nie friert. Sie spielt Fußball und fährt im Winter mit dem Fahrrad zum Training in kurzen Shorts. Sie ist die Einzige mit nackten Beinen, die sich aber immer warm anfühlen. Auch an Fasnacht ist sie bei kaltem Wetter in ihren Shorts ohne Strümpfe unterwegs gewesen. Leggins mag sie einfach nicht. Wenn sie aus der Schule nach Hause kommt, werden die Shorts angezogen. Langärmlige Sachen lehnt sie ab. Sie ist auch schon im Februar im Bikini in der Sonne gelegen als noch Schneereste im Garten waren. Da sie sich wohlfühlt und praktisch nie erkältet war und wohl sehr gut abgehärtet ist, habe ich nichts dagegen und glaube, dass dies eher ihr Immunsystem stärkt.

Beate schrieb am 11.12. 2009 um 16:36:14 Uhr zu

Abhärtung

Bewertung: 15 Punkt(e)

Wie unterschiedlich Menschen abgehärtet sein können, erlebe ich zur Zeit gerade bei meinen Kindern.
Mein Sohn trägt zur Zeit draußen nur noch einen Wintermantel. Außerdem trägt er unter seiner langen Hose auch noch eine lange Unterhose. Ohne dies wäre es ihm draußen jetzt zu kalt.
Dagegen läuft meine Tochter zur Zeit noch mit einem kurzen Rock und kurzen Söckchen draußen herum. Sie hat damit keine Probleme. Außerdem gefällt es ihr, jetzt im Dezember noch ihre nackten Beine zu zeigen.

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