Straßenbahn
Bewertung: 8 Punkt(e)Als ich in der Straßenbahn saß, sah ich sie. Sie war die schönste Frau, die ich je in meinem Leben gesehen hatte. Als sie ausstieg, war sie weg - für immer.
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| Der erste Text | am 21.12. 1999 um 11:39:15 Uhr schrieb Firmian über Straßenbahn |
| Der neuste Text | am 9.1. 2026 um 04:43:20 Uhr schrieb Schmidt über Straßenbahn |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 35) |
am 15.9. 2002 um 20:04:54 Uhr schrieb
am 22.7. 2020 um 15:02:43 Uhr schrieb
am 27.2. 2005 um 03:49:42 Uhr schrieb |
Als ich in der Straßenbahn saß, sah ich sie. Sie war die schönste Frau, die ich je in meinem Leben gesehen hatte. Als sie ausstieg, war sie weg - für immer.
Straßenbahnen wirkten in den 60er Jahren unzeitgemäß; viele Gleise wurden brutal rausgerissen, die Zukunft des städtischen Nahverkehrs sollte dem Auto gehören. Höchstens aus sozialen Gründen noch ein paar Busse für Rentner und Arbeitslose.
Nur in Wien geht alles nicht so schnell, darum haben wir noch viele Straßenbahnen.
Diese neuen Straßenbahnen piepen und die Türen schließen fast geräuschlos.
Neulich bin ich mal mit einer 50 Jahre alten Museumsbahn gefahren. Da war noch das vertraute schrille Klingeln und das Surren des Motors, der die Türen zuschob. Diese Geräusche haben Erinnerungen an die Kindheit geweckt. Die Straßenbahnen waren laut, dreckig und voll. Im Winter froh man, oder wurde gegrillt, wenn man einen Sitz mit untergeschraubter Heizung erwischt hatte.
Ein Polizist stheht auf der Kreuzung und fuchtelt wild mit den Armen weil die gerade anfahrende Straßenbahn anhalten soll.
Der Fahrer bremst, steckt seinen Kopf aus der Fahrerkabine und schimpft: »Mann, was is'n los?! Ich muß hier meinen Fahrplan einhalten!«
»Diskutiern'se nicht dumm rum; fahrn'se erstmal rechts ran!«
Ich finde es gut beim Strassenbahnfahren schöne Gedichte zu lesen, und in den Augen der anderen um Blicke zu kämpfen.
Normalerweise wische ich alle verbleibenden, klebrig-schmierigen Kackreste nach dem Kacken immer sorgfältig aus der Arschspalte. Je nach Konsistenz sind es mal mehr, mal weniger. Manchmal hart und manchmal butterweich. Vor ein paar Wochen musste ich kurz vor Feierabend nochmals auf's Scheißhaus und habe einen richtig fetten, dicken Haufen abgedrückt, der aufgrund des Kantinenessens eher weicher Natur war und wirklich fürchterlich gestunken hat. Leider gab es kein Klopapier mehr, so dass ich mir die diesmal üppig verbliebenen, weichen Kackreste nicht aus der Arschspalte wischen konnte. Da die Zeit drängte, um noch rechtzeitig die Straßenbahn zu erwischen, zog ich einfach die Hosen hoch und beeilte mich, zur Haltestelle zu gelangen. Schon beim Gehen spürte ich, wie sich die weichen Kackreste langsam zwischen die Arschhaut und die inzwischen wohl nicht mehr ganz so blütenweiß-reine Feinrippunterhose verschmierten. Das war ein eklig-weiches Gefühl am ganzen Hintern. Als ich in die Straßenbahn einstieg, machten die Leute alle Platz und der Sitzplatz neben mir blieb frei. Ich muss furchtbar gestunken haben. Mann, war das peinlich!
Aber es ist eine perfekte Methode, die Leute auf Abstand zu halten und in der vollen Bahn einen Sitzplatz zu bekommen. Probiert es selbst aus!
💩
Nähere mich der Haltestelle - sie ist voll. Viele warten schon seit 20 Minuten auf eine Straßenbahn. Ich bin keine Straßenbahn, sonst würden sich alle freuen, daß ich da bin...
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