Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Samthandschuhe«
Frankfurt/Main (AP) schrieb am 16.6. 2001 um 17:14:24 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Microsoft zieht die Samthandschuhe
aus
Gates-Konzern macht Front gegen Linux
Das freie Betriebssystem Linux ist derzeit in aller Munde - zumindest
wenn Computerfreaks reden. Die Begeisterung, mit der viele dies tun,
stört jetzt auch den Softwareriesen Microsoft und seine Geschäfte. Auf
einer offiziellen Web-Seite für das Betriebssystem Windows NT
fordert Microsoft seit Anfang Oktober auf, die ganze Euphorie um
Linux einmal zu vergessen und die Realität zu betrachten. "Microsoft
zieht die Samthandschuhe aus», urteilt das Internetmagazin «Linux
Weekly News". Das sei jetzt wohl die lang erwartete Gegenoffensive.
Dass Microsoft Linux als Konkurrenten durchaus ernst nimmt, ist
spätestens seit einem Jahr bekannt. Damals wurde eine firmeninterne
Studie, die so genannten Halloween-Papiere, öffentlich, in der Linux
als mögliche Bedrohung für die Vorherrschaft von Microsoft bei den
PC-Betriebssystemen eingestuft wurde. Das erhöhte die Popularität
von Linux natürlich beträchtlich und bescherte der Software mit dem
Pinguin einen ungeahnten Boom.
Mit gewissen »Mythen« möchte Microsoft jetzt aufräumen und zieht
gegen Linux auf der Web-Seite für Windows NT
(http://www.microsoft.com/ntserver/nts/news/msnw/LinuxMyths.asp ),
dem Betriebssystem für Server, zu Felde. Denn genau hier, bei den
Hauptrechnern in Computernetzen, das heißt, dem lukrativen Markt
der Firmenkunden, gefährdet der Pinguin die Vorherrschaft von
Windows. Es überrascht natürlich nicht, dass bei Microsoft die
Linux-»Mythen« einer Prüfung nicht stand halten und Windows NT als
Sieger abschneidet. Dass dem vielleicht doch nicht in allen Bereichen
so ist, dass auch NT seine Schwachstellen hat, zeigen die vielen
Antworten, die sofort auf einschlägigen Linux-Seiten kursierten. Eine
Sammlung davon findet sich unter der Internetadresse von Linux
(http://www.linux.de ).
Für Linux ist dieser Schlag von Microsoft denn wohl eher ein
Ritterschlag, ein Beweis für die gestiegene Akzeptanz des
Betriebssystems in der Industrie. Natürlich muss es Microsoft
nachdenklich stimmen, wenn immer mehr Konzerne von IBM über
Compaq bis zu Dell, Siemens und SAP sich auf die eine oder andere
Weise im Linux-Bereich engagieren, zum Teil eigene
Linux-Abteilungen mit Dutzenden Mitarbeitern aufbauen.
Die Argumente, die vorgebracht werden, sind nicht neu und nicht
immer stimmig, was sie bei der schnellen Entwicklung von Linux auch
gar nicht sein können. Und manchmal, wenn Microsoft zum Beispiel
aufzählt, welche prominenten Kunden sehr zufrieden mit Windows NT
sind (davon gibt es sicher und unbestritten zahllose), wirkt es
unbeholfen. Denn natürlich kann auch Linux inzwischen zufriedene
Kunden vorweisen und natürlich gibt es auch Kunden, die mit
Windows NT nicht so zufrieden sind, wie auch umgekehrt.
Frei ist natürlich nicht kostenlos
Wenn darauf verwiesen wird, dass frei in der Bezeichnung freies
Betriebssystem nicht bedeutet, dass bei der Nutzung von Linux gar
keine Kosten entstehen, dann geht dies eindeutig am Kern dessen
vorbei, was freies Betriebssystem und freie Software eigentlich
bedeuten. Und das dürfte auch Microsoft bekannt sein. Dass es
jedermann kostenlos aus dem Internet beziehen kann, ist dabei
eigentlich Nebensache. Viele Nutzer ziehen es ohnehin vor, eine der
von Linux-Firmen vorbereiteten CD-ROM-Sammlungen zu kaufen.
Freie, offene Software bedeutet vor allem, dass jedermann den
Quellcode eines Programms, das sind die einzelnen Programmzeilen,
einsehen, verändern und den eigenen Bedürfnissen anpassen kann. In
dieser Freiheit liegt der Hauptunterschied zwischen Linux und
Windows NT.
Es ist aber nicht ganz klar, wen Microsoft mit der mehrere Seiten
langen Stellungnahme zu Linux eigentlich ansprechen will. Leute, die
von Linux begeistert sind, werden dadurch wohl kaum bekehrt
werden. Für überzeugte Microsoft-Anhänger und Kunden ist es
höchstens eine Bestätigung ihrer Ansicht.
Rufus schrieb am 1.1. 2004 um 22:04:50 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Als James Bangebüxe im Ring die Samthandschuhe anzog, wussten Ringrichter Lionel Weatherman und Gegner Hideehough Blaxmith was der Gong geschlagen hatte.
O.H. schrieb am 16.6. 2001 um 17:09:34 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Samthandschuhe gegen stadtbekannten Nazi-Schläger
Mike M. (26), so der Prozessbericht der Norderstedter Zeitung, habe am Tatabend sehr viel mehr als üblich
getrunken, weil er nach einem Autounfall nicht nur seine Stellung als Kfz-Mechaniker verloren hatte, sondern
Ärzte auch noch seine rechte Hand “auf unbestimmte Zeit steif legen” wollten.
Aus diesem Grund sei der “junge Mann” am Tatabend in die Gaststätte “Crazy” eingekehrt, habe sich
betrunken und später Streit mit einer 22jährigen Besucherin der Kneipe angefangen. Dabei ist Mike M. (voller
Name der Red. bekannt) schließlich in eigenen Worten “der Faden gerissen”, worunter er versteht, der
Betroffenen durch das geschlossene Autofenster hindurch mit Springerstiefeln gegen den Kopf zu treten. Auch
von den hinzugerufenen Polizeibeamten wollte M. sich anschließend nicht wirklich beruhigen lassen und leistete
erheblichen Widerstand gegen die Beamten.
Obwohl Mike M. damit nicht das erste Mal eingschlägig aufgefallen war, obwohl er schon mehrfach
linksgerichtete Menschen auf offener Straße attackierte und dabei zum Teil nicht unerheblich verletzte,
verkündete Amtsrichter Leendertz überraschend eine positive Prognose für den “jungen Mann”, als gebe es
derzeit kein gesellschaftliches Problem durch militanten Rechtsextremismus.
Entsprechend milde fiel das Urteil aus: Einstellung des Verfahrens gegen 400 Mark Geldbuße für den Neonazi.
Dieses “Urteil” dürfte noch am selben Abend von M. & Kameraden in ihrer Stammkneipe “Crazy” am Alten
Kirchenweg gebührend gefeiert worden sein.
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