Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Freundschaft«
Udo schrieb am 21.6. 2006 um 18:07:47 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Paul kommt alle paar Wochen vorbei und trinkt mein Bier und meinen Wein weg, raucht meine letzten Zigaretten, plündert meinen Kühlschrank und beleidigt meine Plattensammlung und die Bilder an den Wänden und die Bücher in den Regalen. Er ist schlecht rasiert, noch schlechter angezogen und riecht nicht besonders gut. Ich weiß nie, was ich mit ihm reden soll, ich weiß noch nicht einmal ganz genau, wie wir usn kennen gelernt haben. Und ich bin froh, wenn er wieder geht, was nach zwei oder drei Stunden, je nachdem, was ich an Vorräten gebunkert hatte, stets der Fall ist.
Paul nennt mich seinen Freund, aber dann kann er meistens schon nicht mehr so richtig sprechen. Ich glaube, wenn es mir mal so richtig dreckig ginge und Paul käme vorbei - er würde einen ziemlich weiten Bogen um mich machen.
Aber wenn er einmal länger nicht da war, fange ich an, mich zu fragen, was mir ihm passiert ist.
Galaxie schrieb am 22.11. 1999 um 19:09:50 Uhr zu
Bewertung: 7 Punkt(e)
Freundschaft ist mir wichtiger als Liebe, weil es so verdammt einfach ist, verliebt zu sein. Aber eine echte Freundschaft erfordert vielmehr Energie und Einsatz, um aufrecht erhalten zu werden.
Verliebtheit ist ein rein biologischer und neurochemischer Prozess, aber Freundschaft ein ideeller, geistiger Zustand, man muss härter arbeiten, um ihn zu erreichen.
Zu einer Freundschaft gehören wirklich zwei Personen, verliebtsein erfordert nicht unbedingt die entsprechende Resonanz des betroffenen Objekts.
Deshalb wäre mir eine echte, tiefgehende Freundschaft lieber, als eine glückliche Beziehung, denn meine Freundschaften dauern entweder nur sehr kurz, oder sind etwas oberflächlich.
Was mache ich nur falsch????
silvie schrieb am 3.1. 2001 um 13:08:31 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
weißt du, liege neben dir, dich halb im arm und halb du mich.und du schläfst selig, ich eingehüllt in deinen atem, jeden zug zählend blicke ich dich an;im dunkel scheint dein gesicht glücklich.fast...
und meine hände über deinem haar, fast als wäre es meines.deine hand in der meinen, so warm.und ich daneben.blicke dich an, dich, ist es möglich, dass es dich gibt, ist es möglich...
so sind wir, ich halb in deinem arm, halb du in meinem.selig unser herz im takt.auf immer...
Stöbers Greif schrieb am 16.12. 1999 um 19:01:16 Uhr zu
Bewertung: 7 Punkt(e)
Freundschaft ist ein ausgebeulter Lederkoffer. Im Koffer sind Fahrräder, Verbandspäckchen, eine Flasche Rotwein, neun gute und vier schlechte Erinnerungsketten, Badesachen, Schneebälle, Theaterkarten, warme Socken, Alltagssorgen, ein paar Träume, die streets of Philadelphia, neue Pläne, mindestens ein halbes Pfund Hoffnungen, ein Gefühl wie eine schnurrende Katze, etwas Grünes, das aber kaum sichtbar ist, Schreibzeug und noch ein paar Dinge, über die man aber nicht in der Öffentlichkeit spricht. Den Koffer habe ich eigentlich immer dabei.
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