Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 22, davon 22 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 9 positiv bewertete (40,91%)
Durchschnittliche Textlänge 4834 Zeichen
Durchschnittliche Bewertung 0,500 Punkte, 12 Texte unbewertet.
Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 6.9. 2003 um 15:16:51 Uhr schrieb
Diethelm P. Krause über Blumenverkäufer
Der neuste Text am 21.1. 2025 um 22:16:17 Uhr schrieb
Christine über Blumenverkäufer
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 12)

am 6.9. 2003 um 20:12:53 Uhr schrieb
Diethelm P. Krause über Blumenverkäufer

am 3.10. 2003 um 14:10:45 Uhr schrieb
Dirty Krause über Blumenverkäufer

am 14.8. 2012 um 01:15:09 Uhr schrieb
Diethelm P. Krause über Blumenverkäufer

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Blumenverkäufer«

Diethelm Krause schrieb am 11.10. 2003 um 15:51:14 Uhr zu

Blumenverkäufer

Bewertung: 1 Punkt(e)

Der Blumenverkäufer und sein Kunde hören, wie von innen zweimal ein Schlüssel im Schloss der Tür gedreht wird. Als sich die Tür einen Spalt weit öffnet, schaut ein kleiner Mann mit grauen gescheitelten Haaren aus dem Dunkel der Diele hinaus und mustert den Blumenverkäufer, auf den sein Blick zuerst fällt. »Ja, bitte?«, fragt er ihn ernst und blinzelt nervös mit den Augen, während er die Antwort abwartet. Der Blumenverkäufer sieht zum Kunden hinüber, zieht die Schultern hoch und macht mit den Händen eine hilfesuchende Geste. Nachdem der Kunde einen Schritt zur Seite gemacht und sich noch weiter gestreckt hat, um einen Blick in den Türspalt zu werfen, sagt er: »Ich bin der ProkuristDer Mann hinter der Tür hat sich anscheinend etwas erschrocken, als der Kunde plötzlich auftauchte, den er bisher nicht wahrgenommen hatte, und zieht den Kopf ein Stück vom Türspalt zurück. Als sein Gesicht wieder auftaucht, fragt er: »Kommen Sie wegen des Geburtstags?« »Ja, natürlich! Wie gesagt, ich bin der Prokurist«, entgegnet der Kunde, nun etwas ungehalten über die Mühseligkeiten mit jenem Mann. Als dieser der Flasche Schnaps in den Händen des Kunden gewahr wird, scheint er endlich vollständig von dessen Glaubwürdigkeit überzeugt zu sein, öffnet die Tür nun ganz und macht mit einem offensichtlich neben der Tür befindlichen Schalter Licht im Eingangsbereich der Diele. Der aufmerksam prüfende Blick des Mannes und die plötzliche Beleuchtung haben den Kunden an sein fragwürdiges Geschenk für seinen Chef erinnert; schnell verschränkt er seine Arme mit der Flasche Schnaps in den Händen hinter seinem Rücken. Im Licht sieht der Blumenverkäufer nun, daß der kleine Mann eine schwarze Anzugjacke und eine Krawatte trägt. Seine dunkelgraue Korthose ist über den schwarzen Schuhen etwas zu weit und schlackert mit jedem Schritt ausladend hin und her. Als der Blumenverkäufer einen Kragen der Anzugjacke bemerkt, der unvorteilhaft geknickt ist, wirft er wieder einen ratlosen und verunsicherten Blick auf seinen Kunden. »Und wer sind Sie?«, fragt der Kunde den Mann in der Diele. Über das Gesicht des Blumenverkäufers läuft ein Ausdruck des Staunens, dann der Erleichterung und anschließend der Strenge, mit der er schließlich, ebenso wie der Kunde, den Mann fixiert. »Ich bin der Hausdiener«, antwortet der Mann kleinlaut, als fühle er sich bei einem Verbrechen ertappt. »Ah«, ruft der Kunde langgezogen und plötzlich ganz gelöst, indem sich seine steinerne Miene in einem Lächeln auflockert. »Bitte warten Sie einen winzigen Augenblick«, sagt der Hausdiener und verschwindet im hinteren Bereich der Diele, die immer noch im Dunkeln liegt. Der Kunde schaut den Blumenverkäufer an und zieht die Augenbrauen hoch. »Sehen Sie! Ich habe Ihnen doch gesagt, daß es ganz unmöglich ist, vom Zustand des Gebäudes auf die beschädigte Würde und eine niedere Lebensart meines Chefs zu schließen«, flüstert er ihm voller Genugtuung zu und fährt fort: »Immer müssen Sie zuviel denken und wissen doch gar nichts richtigDer Blumenverkäufer ist ohne Worte und starrt immer noch verblüfft in die Diele, in welcher der Hausdiener verschwunden ist. Der Kunde kann gerade noch hinzufügen: »Ein Hausdiener! Das sagt doch alles!«, als dieser wieder mit einer Fußmatte in der Hand auftaucht und sie vor der Tür ausbreitet. »Kommen Sie bitte herein«, fordert der Hausdiener den Blumenverkäufer und den Kunden auf, die bisher immer noch vor der Haustür gestanden hatten. Zur Rechten führt eine gewundene mit einem hellbraunen Teppich überzogene Holztreppe hinauf, an deren oberem Ende eine schwache Flurbeleuchtung zu sehen ist. Als sie eintreten, erkennen sie am anderen Ende der Diele eine geschlossene Tür, durch deren untere Ritze ein heller Lichtstreifen schimmert. Gelegentlich sind leise Stimmen zu hören, ohne daß einzelne Worte zu verstehen gewesen wären. Als der Blumenverkäufer und der Kunde in der Diele stehen, geht der Hausdiener eilig an ihnen vorbei, tritt auf die Türschwelle und beugt sich vor. Nachdem er einmal nach links und nach rechts geblickt hat, zieht er sich schnell wieder zurück, schließt die Tür und dreht den von innen steckenden Schlüssel zweimal herum.

Krause schrieb am 8.10. 2003 um 22:48:26 Uhr zu

Blumenverkäufer

Bewertung: 2 Punkt(e)

Dann aber dreht sich der Blumenverkäufer mit einem Ruck um, bückt sich, um die Flasche Schnaps aus der Pfütze zu ziehen, und erhebt sich mit einem Schwung aus seiner gebeugten Haltung als gelte es nun, keine Sekunde mehr zu verlieren. Nach einem kurzen auffordernden Blick zu seinem Kunden, der längst keine Ermunterung mehr nötig hat, um sich dem Blumenverkäufer anzuschließen, machen sich beide auf den Weg, die letzten Meter zum Haus des Chefs zu nehmen. Und noch während sie gehen, steckt der Blumenverkäufer die Flasche Schnaps in seine Jacke und reibt mit seinem Ärmel über den Flaschenhals, um sie zu trocknen. Als das Haus näherkommt, schiebt der Kunde die Hände in seine Hosentaschen: sein links und rechts hochgekrempelter Mantel zerknüllt über seinen Ärmeln wie ein Stück Papier, das er in wenigen Minuten vor die Füße seines Chefs werfen wird. Ihr fester Gang wirbelt das Regenwasser der nassen Straße auf und in einem hämmernden Gleichschritt erreichen sie die Stufen zur Haustür. Wie ein steinernes Zwillingspaar bauen sie sich nebeneinander vor der Tür auf. Wortlos schaut der Kunde auf die Jackentasche des Blumenverkäufers, der die Flasche Schnaps hervorzieht, die aufgeweichte Fliederpapierkrempe auf dem Flaschenhals zurechtzupft und etwas auflockert und ihm das Geschenk für den Chef überreicht. Der Kunde zieht die Hände aus seinen Hosentaschen und dreht die Flasche solange, bis das Etikett in Richtung der Tür zeigt. Dann holt er beinahe unhörbar leise Luft und klingelt.

Dirty Krause schrieb am 28.9. 2003 um 17:32:55 Uhr zu

Blumenverkäufer

Bewertung: 1 Punkt(e)

»Dort ist es!«, ruft der Kunde aus, als er sich mit dem Blumenverkäufer dem Haus seines Chefs nähert. Der Blumenverkäufer blickt suchend in die Richtung, in welche der Kunde gewandt ist. »Wo denn nur?«, fragt er, nachdem seine Suche anscheinend ergebnislos verlaufen ist. »Nun, dieses erleuchtete Haus, auf das wir uns geradewegs zubewegen«, antwortet der Kunde, verwundert darüber, warum der Blumenverkäufer ihn nicht sofort verstanden hatte. Der Blumenverkäufer bleibt abrupt stehen und starrt fassungslos in die Richtung, in welche der Kunde zeigt. »Das ist nicht möglich!«, ruft er entsetzt. »Aber was haben Sie denn nur?«, fragt der Kunde, der erst ein Stück weitergelaufen ist, da er den Stillstand des Blumenverkäufers nicht rechtzeitig bemerkt hatte, und nun auch gezwungenermaßen stehenbleibt, sich umdreht und den Blumenverkäufer erstaunt ansieht. »Es ist nicht möglich, dass dies das Haus Ihres Chefs ist. Ich wage es ja kaum, dieses Gebilde überhaupt als Haus zu bezeichnen«, erläutert er den Grund für die plötzliche Unterbrechung seines Gangs. Der Kunde dreht sich wieder um und schaut zu jenem Haus, auf das er schon als Wohnung seines Chefs gewiesen hat. Angestrengt und mit beiden Händen in die Seiten gestützt scheint er ausmachen zu wollen, was ihm entgangen sein könnte, das an jenem Haus das Entsetzen des Blumenverkäufers zu begründen vermag. Nach einigen Sekunden zuckt er ratlos mit den Achseln, ohne den Blick von dem Haus zu lösen, während er dem Blumenverkäufer immer noch den Rücken zuwendet. »Aber es sieht wie ein Mietshaus aus und erstreckt sich über mehrere Stockwerke, die Ihr Chef nicht allein bewohnen wird«, sagt nun der Blumenverkäufer. »Mir ist nichts darüber bekannt, ob er dieses Haus zur Miete bewohnt, ebenso wenig wie ich weiß, ob sich die oberen Stockwerke in seinem Zugriff befinden«, antwortet der Kunde, der sich nun wieder in Richtung des Blumenverkäufers gedreht hat, betont nüchtern auf dessen ihm immer noch unverständliche Verwunderung. »Die Fassade ist in einem beschämenden Zustand, der Putz bröckelt und von den Fenstersimsen ziehen sich Schlieren feuchten Schmutzes die Wand hinab«, führt der Blumenverkäufer weiter aus. »Nun übertreiben Sie aber Ihr Urteil, in dem sich mir eine unangemessene Geringschätzung meines Chefs anzubahnen scheint«, fällt der Kunde dem Blumenverkäufer ins Wort. »Was sich hier vor meinen Augen präsentiert und was ich hieraus zu schlussfolgern genötigt bin, kann unmöglich übertrieben werden«, entgegnet der Blumenverkäufer, der nun dem Kunden streng in die Augen blickt, und fährt fort: »Bedenken Sie die Anstrengungen und die Gewissenhaftigkeit unserer Vorbereitungen, die wir bisher betrieben haben, um den enormen Anforderungen der Geburtsfeier Ihres Chefs gerecht werden zu können! Ein Bewohner jenes Hauses kann unmöglich Gegenstand einer solchen Herausforderung sein. Ich beginne nun schon, zu bereuen, Sie jemals von Ihrem kindischen Plan abgebracht zu haben, Ihrem Chef Blumen zu schenken, da ich nun sehen muss, dass er die Mühe eines wohlüberlegten Geschenkes, wie es unsere Flasche Schnaps mit ihrer außergewöhnlichen Fliederkrempe darstellt, nicht wert ist.« »Hüten Sie sich, die Person meines Chefs schon in den Schmutz zu ziehen, bevor Sie ihr auch nur einmal Auge in Auge gegenüber gestanden haben!«, fährt nun der Kunde empört aus seiner Haut und macht einen drohenden Schritt auf den Blumenverkäufer zu. »Aber versetzen Sie sich in meine Lage«, versucht der Blumenverkäufer den Kunden, erschrocken über seine grobe Reaktion, zu beruhigen, und setzt seine Rede fort: »Nach allem was Sie mir bisher von Ihrem Chef zu berichten wussten und der Ernst, mit dem Sie meinen Vorschlag zur Verbesserung Ihres Geburtstagsgeschenks erwogen und zuletzt angenommen haben, haben mich den Schluss ziehen lassen - ja, wenn Sie es ehrlich für sich selbst prüfen - ziehen lassen müssen, dass es sich bei Ihrem Chef um eine Person von äußerster Würde handelt, einer Person, die niemals ein Haus einfach nur bewohnt, sondern in einem Anwesen - jawohl, einzig und allein ein Anwesen scheint mir Ihrem Chef angemessen zu sein - residiert. Nun bin ich entsetzt, das Haus überhaupt von der Straße aus sehen können, statt nur ein vergittertes Tor, von dem aus sich ein Weg im Dunkel eines Parks verliert, hinter dem ein Anwesen nur zu ahnen und zu vermuten sein kann, nie und nimmer aber mit den Augen wahrzunehmen.« »Seien Sie gewiss, dass Sie die Person meines Chefs völlig unzureichend einschätzen, indem Sie dem Haus, das er bewohnt, ein solches Gewicht beimessen«, erwidert der Kunde nun etwas ruhiger, nachdem er den Worten des Blumenverkäufers aufmerksam zugehört hatte, und fährt fort: »Die Würde meines Chefs wird durch sein Amt und die Stärke seiner Persönlichkeit begründet, und es wäre sehr töricht, ihm mit einer Unterschätzung zu begegnen, zu der Sie sein Wohnhaus verleitet haben mag. Es ist gewiss nur Teil seiner Bauernschläue, sich hinter diesen unscheinbaren Fassaden zu verbergen und sich so ein Gesicht der Harmlosigkeit zu geben, um im richtigen Moment aus der Deckung sich lösen und vor dem Gegner sich aufbauen zu können. Dass auch Sie nun schon diesem planmäßigen und listigen Schauspiel zum Opfer gefallen sind, zeigt mir nur deutlich, mit welcher Raffinesse und Gefahr wir es in den folgenden Stunden zu tun haben werdenDer Blumenverkäufer hatte dem Kunden kaum noch zugehört und sich während seiner Rede mit den Händen in den Hosentaschen wieder dem Wohnhaus des Chefs zugewandt. Kopfschüttelnd und ohne auf die Worte des Kunden einzugehen, murmelt er ihm halblaut zu: »Und sehen Sie nur! An der vorderen Giebelseite hängt sogar eine abgerissene rostige Regenrinne herunter

Einige zufällige Stichwörter

ICQ
Erstellt am 13.5. 2001 um 18:00:18 Uhr von Sabine, enthält 71 Texte

Flachbildfernseher
Erstellt am 1.8. 2011 um 20:18:34 Uhr von Yadgar, enthält 8 Texte

Labdanum
Erstellt am 25.12. 2003 um 19:18:28 Uhr von Bettina Beispiel, enthält 4 Texte

Karzinogenkruste
Erstellt am 20.6. 2002 um 13:43:24 Uhr von ideenjaeger, enthält 5 Texte

TheGame
Erstellt am 15.8. 2001 um 14:44:44 Uhr von Thorsten, enthält 7 Texte


Der Assoziations-Blaster ist ein Projekt vom Assoziations-Blaster-Team (Alvar C.H. Freude und Dragan Espenschied) | 0,0431 Sek.