| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
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Siehe auch: positiv bewertete Texte
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| Der erste Text |
am 17.1. 2001 um 11:54:25 Uhr schrieb hinkelchen
über Gewalt |
| Der neuste Text |
am 21.6. 2025 um 06:41:55 Uhr schrieb Rübezahl
über Gewalt |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 103) |
am 2.11. 2010 um 14:29:10 Uhr schrieb Core Entriforce über Gewalt
am 16.10. 2002 um 20:54:59 Uhr schrieb nD über Gewalt
am 17.4. 2010 um 13:35:04 Uhr schrieb ... über Gewalt
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Gewalt«
tullipan schrieb am 10.7. 2009 um 13:45:44 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
wo liegt gewalt. da war dieser vorfall in einem besetzten haus ende der achtziger jahre, nur ein kleiner vorfall unter vielen.
in diesem besetzten haus lebten nicht bloß einfach personen, sondern es gab vor allem zuordnungen zu gewissen politischen gruppen.
in regelmäßigen plenums wurden gemeinsame vorgangsweisen besprochen.
gewaltfreiheit war eigentlich kaum ein thema, zum beispiel aber antisexismus.
nun, da war einer dieser bewohner, sozusagen ein flüchtling der psychiatrie.
dort in dem besetzten haus konnte er sein ohne schwere medikamente einnehmen zu müssen, die ihn zu einem sabberndem wrack mit hängender unterlippe machten.
er war ein mann mitte dreissig, großgewachsen und spindeldürr, sozusagen sah er ja schon krank aus.
so auf demos war er erwünscht mitzumachen, vor allem weil er ziemlich progressiv auf die anwesende polizei losging mit den üblichen parolen, scheißfaschobullen und so weiter und so fort.
die polizei schritt kaum gegen ihn ein weil sie ihn als das nahmen was er eigentlich war, ein harmloser spinner, ein kranker mensch.
für die leute im besetzten haus war er für gewisse eine nervensäge, vor allem für die mlitante feministinnengruppe, die einen eigenen frauenraum hatten, wo zutritt und aufenthalt für männer verboten war.
diese nervensäge verhielt sich nicht politisch korrekt und machte sozusagen die frauen an oder beschimpfte oft auch welche, so wie er in einigen seiner zustände sowieso alles und jeden beschimpfte und beleidigte.
wer kennt so was nicht und vor allem, wer nimmt so was ernst, frage ich mich.
mitglieder der militant feministischen gruppe brachen ihm daraufhin einmal den arm, weil er nicht von seinen beleidigend sexistischen äußerungen lassen konnte.
nun, der gruppenzwang für ihn war groß, aus dem besetzten haus heraus auf die straße zu müssen hätte für ihn mit höchster wahrscheinlichkeit weitere einweisung in die psychiatrie bedeutet.
also antwortete er, wenn er gefragt wurde, wie das mit seinem arm passiert sei, das hätten die nazis getan.
nun, irgendwie war er damit nicht so daneben, vielleicht.
Höflichkeitsliga schrieb am 14.1. 2003 um 21:54:36 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Dose fliecht üban Bürgersteig, zack, am Hosenbein, was gehdn OIDA, tiefindieaugenschau ( :-)) (Emoticon), der ander »Neger!«, »Bist bleed oda was du depp oida?!« (tieferindieaugenschau) etz gehts los, da kimmas, zu zweit, schanga dich o, songa »wichser!«, etz gehts los, bessa anfangsvorteil nutzn, s'geht eh los etz, wobei, is viellciht schlecht dann auf der Polizei, also: »und, ihr Spackndeppm, was habtsn?«, des had glangt, der aane kimmt mit der faust oida, daneehm, hahaaa, so, retour du, in Solarplexus, aah naa, had ned klappt oida, nur aufs Brustbein, bleed glaufa, is aber a so klein der Kasper oida, da geht ois inananda üba, etz is er im Vorteil, baseballjackenkapuzenträger zieht von A3 auf Nasenbein, ZACK, hod gsessn oida, bumm bumm, imma wida schöne Stelln, aufm Nasenbein, is eh so groß, also leicht zu treffn, ois wackelt, da muss a Nerv sein, weil da verbreitet sich bei solchen angelegenheiten immer a so eine Elektrizität, so ein Gehirnfrost, aua, machd nix, blamma stehnn, mir hoidn des aus, der ander schaud bleed, a zwanzigstelsekunde, langt leicht oida, sei Freind haud vo hinntn aufn hinterkopf, is wurscht, tut ned weh da, nach fier Bier nimma, und Bumm, zack, Kinn, ZACK, Jochbein, reinlegen nach vorne, foit um d'ander, d'ander wui an packn, hatter, aber nützt nix, drah mer uns a weng, weg issa, aUFD Mützn oida, bap bap bap, wiederschaun, aber obacht, ZACKBUMM, der ander hat sich derappelt und eim mit einer Wucht ins Gnack ghaun, do legst di nida, freilich herr nidda-rümmelin, hammer a scheißkulturpolitik im Theater gmacht, sonst wüadn die Kaschber jetzt einen Verdi anschaun, aber nix is, so einer am Boden, zwei stehn, schlecht, ganz schlecht, Großhadern, Notaufnahme, übernehmen Sie!
http://www.fortunecity.de/wolkenkratzer/orbit/823/ schrieb am 19.5. 2001 um 01:42:42 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Das Thema Aggression und Gewalt in Schulen ist in den letzten Jahren einerseits immer wieder durch die Medien aufgegriffen und
andererseits durch intensive wissenschaftliche Forschungsarbeit und zunehmende Publikationen dem interessierten Leser in
Erinnerung gebracht worden. Dabei ziegt sich durchaus kein homogenes Bild. Während Ratzke, Sanders, Diepold, Krannich und
Cierpka (1997) feststellen, daß es keine verläßlichen Ergebnisse gibt, die eine generelle Zunahme gewaltbereiten Verhaltens bei
Kindern bestätigen, weisen andere Autoren (z.B. Korte, 1992) darauf hin, daß sich der Stellenwert von Aggression mehr in die Mitte
des Schulalltags bewegt hat. Bornewasser (1998) resümiert sogar, daß selbst der Aggressionsbegriff über keine eindeutige
Extension verfügt, was zur Folge hat, daß es eine Vielzahl von verschiedenen Operationalisierungen für dieses Konstrukt gibt. Als
Prädiktoren dienen vor allem Aspekte des Systemvertrauens, Konfliktlösungsstrategien, erfahrene Benachteiligungen und autoritäre
Erziehungsstile. Innerfamiliäre Sozialisationserfahrungen und die Einbindung in deviante Gleichaltrigengruppen sind wichtige
Prädiktoren für die Entwicklung delinquenten Verhaltens Jugendlicher. Fraglich ist jedoch, inwieweit im Jugendalter familiäre
Erfahrungen an Bedeutung verlieren und hinter Effekte zurücktreten, die von der Gleichaltrigengruppe und den dort geltenden Normen
ausgehen. In einer repräsentativen standardisierten Befragung von 16.000 Jugendlichen aus neun bundesdeutschen Städten wurden
neben Daten zu selbstberichtetem Gewalthandeln und Gewalteinstellungen auch subjektive Normen bezüglich der erwachsener
Bezugspersonen und der Gleichaltrigengruppe erhoben. Ferner wurde die Einbindung in Peergroups erfasst. Eine Prüfung der
theoretischen Annahmen im Rahmen eines modifizierten Einstellungs-Verhaltens-Modells mit latenten Strukturgleichungsmodellen
zeigt zum einen, dass familiäre Sozialisationserfahrungen und subjektive Normen der erwachsenen Bezugspersonen Prädiktoren der
subjektiven Norm der Gleichaltrigengruppe sowie der Einbindung in deviante Peer-Groups sind: Je gewaltbelasteter die
Familiensituation, desto wahrscheinlicher ist auch eine Zuwendung zu devianten Gleichaltrigengruppen. Des weiteren zeigt sich,
dass innerfamiliäre Gewalterfahrungen in der Kindheit, mediiert über die Gewalteinstellungen der Jugendlichen, auf das aktuelle
Gewalthandeln wirken. Ergebnisse eines an der PH Heidelberg durchgeführten Forschungsprojektes: Das Projekt bestand
aus zwei Phasen: - In einer ersten Untersuchungsphase wurden 37 Kindern des zweiten Grundschuljahres 11 verschiedene
gewalthaltige Alltagssituationen in Frageform vorgelegt, bei denen sie erstens beurteilen sollten, ob es sich ihrer Ansicht nach um
Gewalt handelt (z.B. ´Wenn sich Kinder auf dem Schulhof prügeln, findest du, dass das Gewalt ist?´). Zweitens wurden sie
aufgefordert, ihr Urteil zu begründen. - In einer zweiten Untersuchungsphase wurden denselben Kindern 9 unterschiedliche
gewalthaltige Filmausschnitte vorgeführt. Nach jedem Filmausschnitt wurden ebenfalls Gewalturteil und Gewalturteilsbegründung
erhoben. Um die Urteilsbegründungen der Alltagbeispiele mit den Urteilsbegründungen der Fernsehbeispiele in Beziehung setzen zu
können, wurde ein umfangreiches inhaltsanalytisches Kategoriensystem zur Erfassung von Gewalturteilsbegründungen entwickelt.
Zwischen Alltags- und Fernsehbeispielen ergaben sich unter anderem die folgenden Beurteilungsunterschiede: - Bestimmte
inhaltsähnliche Gewaltformen (Bedrohung, Sachbeschädigung) werden als Fernsehbeispiel nicht als Gewalt angesehen, als
Alltagsbeispiel dagegen schon. - Urteile über Fernsehgewalt werden sehr viel häufiger täterzentriert begründet als Urteile über
Alltagsgewalt. Unter anderem ergab sich aber auf der Ebene der Begründungen auch der folgende Zusammenhang: Kinder, die viele
der Fernsehbeispiele als gewalttätig ansahen, begründeten gegenüber denjenigen, die wenige der Fernsehbeispiele als Gewalt
beurteilten, ihre Urteile sowohl bei den Fernsehbeispielen als auch bei den Alltagsbeispielen häufiger opferzentriert.
Im Mittelpunkt des Kooperationsprojekts der Freien Universität Berlin (Prof. Hans Merkens) der Technischen Universität Chemnitz
(Prof. Klaus Boehnke) und der Universität Chicago (Prof. John Hagan, Facualty of Law) stehen geschlechts- und familienspezifische
Aspekte von Jugenddelinquenz und deren mögliche Bedingungsfaktoren. Besondere Themenschwerpunkte sind dabei die
Zusammenhänge zwischen, Familienstrukturen, elterlichem Erziehungsverhaltens, Wertorientierungen der Jugendlichen und
Delinquenz. Bezogen auf Delinquenz gilt hier abweichendes Verhalten von Mädchen und Jungen in Schule, Elternhaus und
Nachbarschaft. Die Theorie geht in ihrer ursprünglichen Form davon aus, daß Geschlechtsunterschiede in der Jugenddelinquenz
geschlechtsspezifischem elterlichem Kontrollverhalten geschuldet sind, das seinerseits auf patriarchale Familien- und
geschlechtsspezifische Autoritätsstrukturen rückführbar sind. Die zunehmende Entpatriarchalisierung von Familienbeziehungen
macht diese Erklärung neuerdings weniger plausibel. Ziel dieses Projekte ist daher die Überprüfung einer modifizierten ´power-control
theory of gender and delinquency´ in einem quasi-experimentellem Design mit ost- und westdeutschen Jugendlichen in der 8 und 9
Klasse (N=600), deren gegengeschlechtlichen Geschwistern und Eltern. Anhand von Strukturgleichungsmodellen werden
Ergebnisse zu den folgenden Gesichtspunkten präsentiert. (1)Je höher in einer Familie die Akzeptanz von Dominanzideologien ist,
desto patriarchalischer gestaltet sich das Familienleben. (2) Je patriarchalischer die Lebensweise einer Familie gestaltet ist, desto
stärker setzen sich Dominanzideologien in geschlechtsspezifischem Erziehungshandeln durch. (3) Je ungebrochener die
Verstärkung von gesellschaftlich virulenten Dominanzideologien durch elterliches Erziehungshandeln, desto wahrscheinlicher bilden
sich dominante Werthaltungen und Delinquenz bei Jugendlichen heraus.
die.geocity.de/tanna/blaster schrieb am 1.10. 2001 um 18:41:25 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Yoobay.NET stellt den Betrieb ein - Hintergrund
Yoobay.NET war der kostenlose Service für Privatpersonen zum Hosten von Homepages,
unbürokratisch und schnell. Yoobay.NET war der Nachfolger des 1998 gestarteten Geocity.de,
daß schon damals das kostenlose Hosting für Homepages angeboten hat. Nur ist Yoobay.NET
größer, stärker und noch schöner geworden :-)
Nach langer Zeit des Nachdenkens sind wir zum Entschluss gekommen, Yoobay.NET ab dem
01.10.2001 vom Netz zu nehmen.
Yoobay.NET ist auf privater Basis in nächtelanger Arbeit entstanden und sollte ein kostenloser
Dienst für all diejenigen darstellen, die sich eine Homepage mit ein paar Gimmicks basteln wollen,
ohne bei einem Provider viel Geld dafür zu bezahlen oder nervtötende Werbebanner ertragen zu
müssen.
Leider entwickelte sich Yoobay.NET anders als wir uns das gedacht haben. Mit steigender Zahl
der Mitglieder häuften sich der Missbrauch auf unseren Servern. Mit Kinderpornographie,
Nazipropaganda, Aufrufe zu Mord und Brandanschlägen, menschenverachtendem Material,
Beleidigungen und Urheberrechtsverletzungen ist die Liste der Widerlichkeiten wirklich lang.
Unzählige Abmahnungen, strafbewährte Unterlassungserklärungen und drei Hausdurchsuchungen
sind genug Gründe zum Nachdenken. Beim letzten Gerichtsverfahren am OLG Köln (Aufruf zu
Brandanschlägen gegen ein Unternehmen der Bekleidungsindustrie) wurden wir nur wegen eines
kleinen Verfahrenfehlers der Gegenseite von Knast oder lebenslangen Schulden bewahrt.
Bei streckenweise mehr als 120 Anmeldungen pro Tag und über 30.000 Usern insgesamt ist es
auch unmöglich geworden, die Inhalte aller Accounts zu überwachen, zumal all das in unserer
Freizeit geschehen musste. Wir brachten Stunden damit zu, User mit fehlerhaften Angaben wieder
aus der Datenbank zu löschen und Beschwerden oder Anzeigen nachzugehen.
Der Einsatz des CleanContenCrawler der Firma Autem und der Support durch das
Bundeskriminalamt in Wiesbaden hat uns die Suche nach illegalen Inhalten zwar extrem erleichtert,
aber es war auch erschreckend zu sehen, welche Masse an widerlichem, krankem und illegalem
Material von unseren Benutzern zum Download angeboten wurde.
Wir bedauern diese Entscheidung zutiefst, sehen aber keine andere Möglichkeit als auch jene
Benutzer, die Yoobay.NET auf verantwortungsvolle Weise genutzt haben, vor den Kopf zu stoßen.
Christian Küster
Daniel Mack
Karl schrieb am 19.5. 2001 um 14:02:20 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Das Thema Aggression und Gewalt in Schulen ist in den letzten Jahren einerseits immer wieder durch
die Medien aufgegriffen und andererseits durch intensive wissenschaftliche Forschungsarbeit und
zunehmende Publikationen dem interessierten Leser in Erinnerung gebracht worden. Dabei ziegt sich
durchaus kein homogenes Bild. Während Ratzke, Sanders, Diepold, Krannich und Cierpka (1997)
feststellen, daß es keine verläßlichen Ergebnisse gibt, die eine generelle Zunahme gewaltbereiten
Verhaltens bei Kindern bestätigen, weisen andere Autoren (z.B. Korte, 1992) darauf hin, daß sich der
Stellenwert von Aggression mehr in die Mitte des Schulalltags bewegt hat. Bornewasser (1998) resümiert
sogar, daß selbst der Aggressionsbegriff über keine eindeutige Extension verfügt, was zur Folge hat, daß
es eine Vielzahl von verschiedenen Operationalisierungen für dieses Konstrukt gibt. Als Prädiktoren
dienen vor allem Aspekte des Systemvertrauens, Konfliktlösungsstrategien, erfahrene Benachteiligungen
und autoritäre Erziehungsstile. Innerfamiliäre Sozialisationserfahrungen und die Einbindung in deviante
Gleichaltrigengruppen sind wichtige Prädiktoren für die Entwicklung delinquenten Verhaltens
Jugendlicher. Fraglich ist jedoch, inwieweit im Jugendalter familiäre Erfahrungen an Bedeutung verlieren
und hinter Effekte zurücktreten, die von der Gleichaltrigengruppe und den dort geltenden Normen
ausgehen. In einer repräsentativen standardisierten Befragung von 16.000 Jugendlichen aus neun
bundesdeutschen Städten wurden neben Daten zu selbstberichtetem Gewalthandeln und
Gewalteinstellungen auch subjektive Normen bezüglich der erwachsener Bezugspersonen und der
Gleichaltrigengruppe erhoben. Ferner wurde die Einbindung in Peergroups erfasst. Eine Prüfung der
theoretischen Annahmen im Rahmen eines modifizierten Einstellungs-Verhaltens-Modells mit latenten
Strukturgleichungsmodellen zeigt zum einen, dass familiäre Sozialisationserfahrungen und subjektive
Normen der erwachsenen Bezugspersonen Prädiktoren der subjektiven Norm der Gleichaltrigengruppe
sowie der Einbindung in deviante Peer-Groups sind: Je gewaltbelasteter die Familiensituation, desto
wahrscheinlicher ist auch eine Zuwendung zu devianten Gleichaltrigengruppen. Des weiteren zeigt sich,
dass innerfamiliäre Gewalterfahrungen in der Kindheit, mediiert über die Gewalteinstellungen der
Jugendlichen, auf das aktuelle Gewalthandeln wirken. Ergebnisse eines an der PH Heidelberg
durchgeführten Forschungsprojektes: Das Projekt bestand aus zwei Phasen: - In einer ersten
Untersuchungsphase wurden 37 Kindern des zweiten Grundschuljahres 11 verschiedene gewalthaltige
Alltagssituationen in Frageform vorgelegt, bei denen sie erstens beurteilen sollten, ob es sich ihrer
Ansicht nach um Gewalt handelt (z.B. ´Wenn sich Kinder auf dem Schulhof prügeln, findest du, dass das
Gewalt ist?´). Zweitens wurden sie aufgefordert, ihr Urteil zu begründen. - In einer zweiten
Untersuchungsphase wurden denselben Kindern 9 unterschiedliche gewalthaltige Filmausschnitte
vorgeführt. Nach jedem Filmausschnitt wurden ebenfalls Gewalturteil und Gewalturteilsbegründung
erhoben. Um die Urteilsbegründungen der Alltagbeispiele mit den Urteilsbegründungen der
Fernsehbeispiele in Beziehung setzen zu können, wurde ein umfangreiches inhaltsanalytisches
Kategoriensystem zur Erfassung von Gewalturteilsbegründungen entwickelt. Zwischen Alltags- und
Fernsehbeispielen ergaben sich unter anderem die folgenden Beurteilungsunterschiede: - Bestimmte
inhaltsähnliche Gewaltformen (Bedrohung, Sachbeschädigung) werden als Fernsehbeispiel nicht als
Gewalt angesehen, als Alltagsbeispiel dagegen schon. - Urteile über Fernsehgewalt werden sehr viel
häufiger täterzentriert begründet als Urteile über Alltagsgewalt. Unter anderem ergab sich aber auf der
Ebene der Begründungen auch der folgende Zusammenhang: Kinder, die viele der Fernsehbeispiele als
gewalttätig ansahen, begründeten gegenüber denjenigen, die wenige der Fernsehbeispiele als Gewalt
beurteilten, ihre Urteile sowohl bei den Fernsehbeispielen als auch bei den Alltagsbeispielen häufiger
opferzentriert.
Im Mittelpunkt des Kooperationsprojekts der Freien Universität Berlin (Prof. Hans Merkens) der
Technischen Universität Chemnitz (Prof. Klaus Boehnke) und der Universität Chicago (Prof. John Hagan,
Facualty of Law) stehen geschlechts- und familienspezifische Aspekte von Jugenddelinquenz und deren
mögliche Bedingungsfaktoren. Besondere Themenschwerpunkte sind dabei die Zusammenhänge
zwischen, Familienstrukturen, elterlichem Erziehungsverhaltens, Wertorientierungen der Jugendlichen
und Delinquenz. Bezogen auf Delinquenz gilt hier abweichendes Verhalten von Mädchen und Jungen in
Schule, Elternhaus und Nachbarschaft. Die Theorie geht in ihrer ursprünglichen Form davon aus, daß
Geschlechtsunterschiede in der Jugenddelinquenz geschlechtsspezifischem elterlichem Kontrollverhalten
geschuldet sind, das seinerseits auf patriarchale Familien- und geschlechtsspezifische
Autoritätsstrukturen rückführbar sind. Die zunehmende Entpatriarchalisierung von Familienbeziehungen
macht diese Erklärung neuerdings weniger plausibel. Ziel dieses Projekte ist daher die Überprüfung einer
modifizierten ´power-control theory of gender and delinquency´ in einem quasi-experimentellem Design
mit ost- und westdeutschen Jugendlichen in der 8 und 9 Klasse (N=600), deren gegengeschlechtlichen
Geschwistern und Eltern. Anhand von Strukturgleichungsmodellen werden Ergebnisse zu den folgenden
Gesichtspunkten präsentiert. (1)Je höher in einer Familie die Akzeptanz von Dominanzideologien ist,
desto patriarchalischer gestaltet sich das Familienleben. (2) Je patriarchalischer die Lebensweise einer
Familie gestaltet ist, desto stärker setzen sich Dominanzideologien in geschlechtsspezifischem
Erziehungshandeln durch. (3) Je ungebrochener die Verstärkung von gesellschaftlich virulenten
Dominanzideologien durch elterliches Erziehungshandeln, desto wahrscheinlicher bilden sich dominante
Werthaltungen und Delinquenz bei Jugendlichen heraus.
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