Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Selbstdefinition«
tootsie schrieb am 31.12. 2007 um 17:14:38 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Mein Leben schnurrt zusammen zu nichts. Mir geht es gut: satt, versorgt, gewindelt, geliebt. Bedeutet das was? Im Augenblick ist es mir egal. Ich möchte raus hier. Die Abwesenheit allen Sinns ermüdet mich bis ins Innere meiner Zellen. Ich denke, also bin ich. Mir ist egal, ob ich bin oder nicht. Ich nehme war, also bin ich wahrscheinlich. Und was? So ein Menschending bin ich, das sich selbst aus der Mitte seiner Artgenossen verstoßen hat und sich leidlich wohl fühlt. Mir tut nichts weh! Aber ich langweile mich - und alles, was ich tue, mündet in Sinnleere. Hübsch, das Dasein. Schwierig, aber sinnlos. Ich mag nicht mal den scheiß Sartre lesen, weil er Banales bedeutsam orakelt. Vielleicht liegt es nur an der Übersetzung? Möglich. Ach, egal.
Was läuft schief? Mein Leben hat einen Totpunkt erreicht. Ich bin vollständig und weiß nicht, wohin mit der gewonnenen Fülle. Was ist das hier? Ein Brief ans Universum? Ich bin saturiert. Keine Schmerzen mehr. Schön! Es verlangt mich nach neuen Aufgaben.
Ich könnte mich wieder in Arete üben, meinen weichen, schneckenbleichen Körper bräunen und stählen; meine Energien gebündelt auf Sinnvolles, Befriedigendes richten und meine Scheine im Einserbereich sammeln... Yoga. Yoga und Fasten. Ich faste seit gestern. Der Hunger ist vergangen. Mein Körper bedient sich aus seinen Vorräten. Der Hunger ist weg. Ich ruhe und denke. Die Stauungen verschwinden und irgendwo ist ein Licht, dem ich folgen kann. Die Zeit vergeht, ich träume. Die Kinderschuhe passen nicht mehr, die des Halbwüchsigen auch zu eng. Die Erfahrung lehrt mich, dass Abwarten die beste Strategie ist. Welche Pläne, welche Ziele? Neues begehren, aber noch nocht wissen, was! Eine Chance, ein Licht.
Anni Maria Unbekannt schrieb am 28.1. 2016 um 19:37:48 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
ach ihr Kinners. Am meisten erschreckt mich, mit zunehmendem Alter in Gesichtern von Dreissig-, Vierzig-, ja sogar noch Älteren, umgeben von etwas Speck manchmal, regelrechte Kindergesichter zu erkennen und sie auch sogleich in meiner inneren Skala der Beurteilung einzustufen. Dann die ganz und gar Erwachsenen. Die ohne jeglichen Zweifel. Die, die sich stimmerprobt und fachlich gut ausdrücken und sich vor jede Kamera stellen, die haben Gesichtspflege im Budget. Und die vielen Dahinvegetierenden die sich täglich rauschleppen, in den Markt schleppen, zu zweit, alleine, am Stock, mit Gehwagen, schneckenschnell manchmal, sich von den Kassiererinnen die Münzen aus dem Portemonnaie holen lassen, ein Wort versuchen, es geht nicht so gut, ja, das wird schon, Sie versuchen es ja, zu mehr ist an der Kasse nicht Zeit, ich nehme etwas Abstand ein und schaue interessiert zu einigen Auslagen nahe der Kasse um nicht den Eindruck zu erwecken ich hätte es eilig, ich bin ein Mensch mit mürrischem Gesicht, ich habe mir dieses Gesicht oft angeschaut und erst in den letzten Monaten mag ich es manchmal ein ganz klein wenig, früher war es irgendwie nicht ganz echt,
Christine schrieb am 17.10. 2007 um 00:18:30 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Er im Wasser, sein Rücken mit erhobenen Armen, sein breites Grinsen, sein abruptes Auflegen - ich bin nur noch ein Puzzle von Erinnerungsbruchstücken, die ich zusammenfüge zu einer Fernwehikone
| Einige zufällige Stichwörter |
Negentropie
Erstellt am 28.3. 2001 um 18:58:02 Uhr von Pia Rothschild, enthält 10 Texte
Dienstwagenaffäre
Erstellt am 29.7. 2009 um 17:22:06 Uhr von Ein türkischer Gastarbeiter aus dem Siegerland, enthält 13 Texte
predigen
Erstellt am 27.5. 2017 um 21:18:31 Uhr von will'n Keks, enthält 4 Texte
gezwungen
Erstellt am 11.4. 2006 um 15:26:15 Uhr von Andreas, enthält 16 Texte
Sinnspruch
Erstellt am 25.10. 2004 um 16:09:49 Uhr von Nikkel [nikkel@gmx.at], enthält 8 Texte
|