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Der erste Text am 7.2. 2000 um 14:47:37 Uhr schrieb
rudi über ritter
Der neuste Text am 14.3. 2026 um 11:08:43 Uhr schrieb
joo über ritter
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am 14.9. 2009 um 15:18:29 Uhr schrieb
Ronja über ritter

am 11.11. 2025 um 17:14:18 Uhr schrieb
Rübezahl über ritter

am 6.5. 2002 um 17:47:41 Uhr schrieb
genau über ritter

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Assoziationen zu »Ritter«

minnesänger schrieb am 5.3. 2000 um 10:33:34 Uhr zu

ritter

Bewertung: 10 Punkt(e)

Vixi duellis nuper idoneus,
et militavi non sine gloria;
nunc arma, defunctumque bello
barbiton hic paries habebit,

laevum marinae qui Veneris latus
custodit. Hic, hic ponite lucida
funalia et vectes et arcus
oppositis foribus minaces.

O quae beatam diva tenes Cyprum et
Memphin carenten Sithonia nive,
regina, sublimi flagello
tange Chloen semel arrogantem.


Vor kurzem noch ein Ritter im Liebesspiel,
der seine Klinge nicht ohne Glück geführt -
und heut? .. Genug! laßt uns nun endlich
Leyer und Schwert an den Nagel hängen.

Und an denselben Nagel den Dieterich,
der mir nichts half, die kleine Laterne, die
verlosch, und die Strickleiter, die das
freche Geschöpf mir vom Fenster abschnitt.

Du sonst so eifrig rächende Nemesis -
die Dirn empfehl ich deiner besondern Huld!
Der wünscht´ ich einen Mann einst, der sie
ein um den anderen Tag verprügelt.

Charch schrieb am 31.8. 2000 um 04:00:45 Uhr zu

ritter

Bewertung: 4 Punkt(e)

Die Ausrüstung des Ritters in der Stauferzeit

Angriffswaffen:

Schwert: Hieb und Stoßwaffe mit rundem oder spitzem Ort.
Parierstange gerade oder leicht nach unten gebogen.
Knaufform: Pilz, Paranuss, Scheibe, Pagodendach, Apfelschnitz
Klinge mit Blutrinne - Längen von 0,70 - 0,88m
Gesamtlänge: 0,99 - 1,04m

Dolch: Einschneidig oder zweischneidig (Klingenlänge = 28,5 - 30,3cm.)
oder
Messer: Einschneidig
wurden am Leibgürtel oder am Rittergürtel getragen.

Lanze: Stoßwaffe ca. 3 - 4m lang.
Spitze lange schmale Blattform oder
»Krönel« (stumpfe Dreizackform) beim Turnier.


Spieß: Spitze ähnlich wie Lanze. Nutzung für die Jagd und den Krieg.

Streitaxt: Großes Blatt - Stiellänge ca. 1m.



Schutzwaffen:

Topfhelm: Helm aus 2 Vorderteilen, 2 Hinterteilen und einer Deckplatte vorne zusätzlich mit einem Kreuzblech als Verblendung vernietet.
Vorne Luftlöcher und an den Seiten Löcher um besser zu hören.
Helmzier (Plastische Helmfigur) Größe im Verhältnis 1:1 zum Helm Gotik.
Material: Holz, Leder, Pergament, Leinen und Draht.






Kegelhelm:
Teilweise noch mit Naseneisen (Nasalhelm)
oben spitz zulaufend oder abgerundet.

Der Eisenhut


Schild: Dreieckschild, Größe z.B. 67,5 x 86 cm oben gerade aber teilweise an den Ecken gerundet
Material - Holz 3 Schichten verleimt - Leder überzogen - Teilweise Metallbeschläge Rückseite Ledergriffe mit 4 Nägeln befestigt.



Schildfesseln 12. und 13. Jahrhundert.


Kettenhemd (halsberc)aus einem Drahtringegepflecht.
Das Kettenhemd war vorne und hinten geschlitzt damit es zum reiten geeignet war.
Halsberc mit einer darüber getragener Kettenhaube.
Hersenier Kettenhemd ist mit der Kettenhaube verbunden.
Eisenhosen - Beinlinge aus Ringelpanzergepflecht und Ledersohlen.
Fausthandschuhe aus Ringelpanzergepflecht, teilweise auch am Panzerhemd befestigt.

Ausrüstung:

Der Rittergürtel der nur dem Ritter vorbehalten war, war je nach Stand des Besitzers, reich mit Metallbeschlägen verziert.
Man sprach ihm magische Kräfte zu.
Es wurden aber auch einfache Leibgurte getragen.


Das Gehänge: Schwertscheide und Schwertgurt
Der Schwertgurt war meist weiß (Das Symbol der Reinheit und nur die Ritter waren berechtigt ihn zu tragen).
Er wurde vorne geknotet oder geschnallt.
Die Scheiden waren aus Holz mit Leder oder Leinen überzogen. Oben befindet sich das Mundblech und unten an der Schwertscheide befindet sich das Ortband. Die Scheide hatte teilweise Metallbeschläge.
Im Schwertscheidenmund befand sich oft ein Stück Leder, um das Regenwasser von der Klinge fernzuhalten.
Sporen:
Stachelsporen und seit Anfang des 13. Jahrh. vereinzelt Radsporen mit
geraden Hals und evtl. gerundeten Bügel.
Versilbert oder vergoldet bei großen Herren.


Der Almosenbeutel: Eine Ledertasche die mit zwei Schlaufen versehen, am Leibgurt oder Rittergürtel getragen wurde. Auch einfache Lederbeutel oder Beutel aus Stoff wurden getragen.
Im Almosenbeutel wurden Münzen und diverse Utensilien aufbewahrt.


Bei der Ausrüstung gab es regionale unterschiede in der Ausführung und im Material als auch im Prunk der Ausstattung.


Bekleidung:

Als Hausgewand wurde die Cotte getragen. Bei festlichen Anlässen trug man über der Cotte den Waffenrock oder Wappenrock, einen ärmellosen Rock aus Wolle, Leinen oder Seide. Wadenlang bzw. Knöchellang bei festlichen Anlässen.
Bei Turnieren oder bei Kampfhandlungen war der Waffenrock mit heraldischen Motiven geschmückt.
Unter dem Kettenhemd wurde das Gambeson (Wams) getragen.
Gleicher Schnitt wie die Cotte aber aus kräftigen, wattierten oder gesteppten Wollstoffen.



Quellenangaben

Ortwin Gamber - Die Bewaffnung in der Stauferzeit
Fred und Liliane Funken - Waffen und Kriegsgerät im MA.
H. Seitz - Blankwaffen
Josef Fleckenstein - Das Rittertum in der Stauferzeit.

Alwin Schultz - Das höfische Leben zur Zeit der Minnesänger.

milo schrieb am 27.7. 2000 um 22:30:14 Uhr zu

ritter

Bewertung: 4 Punkt(e)

Ich bin letztens noch dem Sir Gavin de Bois Guilbert begegnet.Der geht, ist gar nicht so gemein wie man es diesen Rittern immer hinterhersagt. Dabei gehört er zu den Rittern des Tempels. Er ist Templer, Tempelritter. Glaubt an Imaculata und trinkt gerne Bier. Kämpft gegen das Caos und böse Orks und trinkt schon wieder Bier. Zuhause ist er auf seiner Burg Krak de Molay(ist jemenitisch und heißt Burg/Feste). Robert de Molay war der letzte echte Templer Großmeister und ist dummerweise 1314 von Philip II, dem Schönen von Frankreich mit einer Menge anderer Ordensbrüder in Paris verbrannt worden. So, das reicht für heute, mehr von uns Templern demnächst in dieser Taverne

orignal.psychodad@gmx.de schrieb am 18.7. 2006 um 21:16:20 Uhr zu

ritter

Bewertung: 4 Punkt(e)

Manches Tal hab ich durchritten,
manchen Berg mühsam erklommen,
manche Ketten durchgeschnitten,
manchen Kreuzzug unternommen,
manche Drachen forsch durchstochen,
manche Wüste rasch durchquert,
manche Wände fest durchbrochen
manche Trübsal kühl vermehrt,
manche Qual hab ich durchlitten,
manche Freude leicht verschmäht
manche Gottheit musst ich bitten,
manchen Fels hab ich bewegt

Und am Ende dieser Reise, sagt, was soll der Lohn mir sein?
Nur ein Blick in Eure Augen, nur ein Stück von Eurem Schein.
Wollt Ihr dieses mir gewähren, soll die Welt gleich besser werden,
soll mein Gaul wieder rasten und ich ruhig und glücklich sterben.

(für Antje 7.2002)

Charch schrieb am 31.8. 2000 um 19:20:11 Uhr zu

ritter

Bewertung: 2 Punkt(e)

Das Turnier in der Stauferzeit


Reiterspiele wurden schon bei den Römern und auch im frühen Mittelalter immer wieder durchgeführt.
Turnier in seiner ältesten, altfranzösischen Bedeutung ist Streit bzw. ernster Kampf.

Im Unterschied zum ernsten Kampf, der Fehde, setzte das Turnier eine Einladung voraus. Man sandte Boten und Briefe und lud alle ein die kommen wollten.
Vor dem Turnier wurden die Kampfregeln festgelegt. Zwei Scharen wurden gebildet und die ranghöchsten Herren zu Anführern gewählt. Landsmannschaften blieben zusammen.
Finanzielle Bedingungen wurden ausgehandelt. Entweder sollte der Besiegte alles verlieren was er an sich hatte oder es sollte um alles gehen was er aufbringen konnte.
Es wurde ein Sicherheitsbezirk eingerichtet in dem sich jeder zurückziehen konnte und vor Angriffen sicher war.
Vor dem Turnier fand eine Helmschau statt. Die Helme und Schilde der Ritter, die am Turnier teilnehmen wollten, wurden von ihren Knappen an einem bekanntgegebenen Platz aufgestellt. Der Herold überprüfte an Hand von Wappenrollen die Turnierfähig - keit der Ritter.
Die adligen Frauen konnten durch ihren Widerspruch, die Teilnahme eines Ritters am Turnier verhindern.
Am Hof wurden zur Kurzweil der Gäste Waffenspiele der Ritter und Knappen abgehalten. Minnesänger unterhielten die Gäste mit ihren Liedern, Musikanten spielten zum Tanz auf und Gaukler trugen ihre Kunstfertigkeiten vor.
Händler und Handwerker bildeten den erweiterten Rahmen des Turniers.

Das Anreiten gegen den Roland (Sarazen oder Quintan), sowie das Anreiten gegen eine Stechpuppe oder auch das Ringe stechen, gehörte zu den alten Kampfspielen, das schon immer der Waffenübung der berittenen Kriegerschaft diente. Es wurde durch das Rittertum weiterentwickelt und in einer neuen Form des Turniers zu einem wesentlichen Bestandteil des ritterlichen Lebens gemacht.

Der Buhurt ist die älteste ritterliche Übung bei der es auf die Geschicklichkeit zu Pferde ankommt. Buhurt wird in geschlossenen Verbänden und ohne Rüstung geritten. Bei den Mainzer Hoftagen wurde der Buhurt ohne Waffen geritten.
Es ist ein Formationsreiten mit prächtigen Fahnen und Schilde.

Der Tjost ist ein Einzelgestech. Zwei voll gewappnete Gegner sprengen mit eingelegten Lanzen aufeinander zu und versuchen einander aus dem Sattel zu heben. Sind die Lanzen verstochen kann der Kampf zu Fuß mit Helm, Schild und Schwert fortgesetzt werden.

Die Vesperie ist ein Vorturnier oder Vorgeplänkel ohne feste Absprachen und Regeln. Es gab Einzelstechen aber es wurde auch in geschlossenen Verbänden gekämpft, so das, das eigentliche Turnier auf Grund der Verletzungen und der hohen Gefangenenzahlen oft nicht mehr durchgeführt werden konnte.

Beim Foreis (mhd. »im Wald«) wartete ein Ritter oder eine Gruppe von Rittern im Wald. Vorbeiziehende Ritter wurden zum Tjost herausgefordert.

Beim eigentliche Turnier im 12. Jh. wurde auf großen Flächen und nur in geschlossenen Verbänden gekämpft. Zuschauer gab es nur wenige.
Ab dem 13. Jh. wurden die Turnierplätze abgesteckt. Sie wurden näher an die Stadt oder Burg heran gelegt und vor einem sachkundigen Publikum aufgeführt.

Man versuchte mit der Wucht des geschlossenen Verbandes auf den Gegner zu treffen um ihn zum Weichen zu bringen und um seine Reihen zu durchbrechen. Wenn das gelang versuchte man eine Umkehr zu reiten.
Wurden beim ersten Aufprall die Lanzen gebrochen, zogen die Ritter ihre Schwerter.
Wenn Rotte in Rotte und Schar in Schar ineinander geschoben zum Stillstand kam, stand das Turnier auf der Kippe.
Man versuchte den Gegner aus den Sattel zu schlagen und Gefangene zu machen. Vor allem die Anführer waren gefährdet, da sie ein hohes Lösegeld einbrachten und den Gegner führerlos machten.
Den Rittern, die sich gefangen gaben, wurde Sicherheit gewährt.
Das Turnier war beendet wenn eine Schar unterlag oder wenn bei Einbruch der Dämmerung ein weiterer Kampf unmöglich wurde.




Quellenangabe: Höfische Kultur Joachim Bumke
Das ritterliche Turnier HG. Josef Fleckenstein
Frowendienst

Charch schrieb am 31.8. 2000 um 04:02:25 Uhr zu

ritter

Bewertung: 2 Punkt(e)

Der Zeitvertreib in der höfisch - ritterlichen Kulturepoche





Das Turnier und Fest bildeten nicht den Alltag in der höfisch-ritterlichen Gesellschaft, sondern waren Höhepunkte. Eine Vorbildfunktion hatten der Königshof und die Fürstenhöfe. Der Adel versuchte, die höfische Kultur im bescheidenen Umfang nachzuleben.


Krieg und Güterverwaltung war die Hauptbeschäftigung der höfisch - ritterlichen Gesellschaft, wenn auch nicht die einzige. Im Hochmittelalter gehörten die Wälder und damit das Jagdrecht zum herrschaftlichen Bezirk. Während der Bauer nur Kleinwild jagen durfte, war die Jagd auf Rotwild, Wildschweine und Bären ohnehin herrschaftliches Privileg. Die Jagd war Demonstration der sozialen Stellung, Repräsentation der Herrschaft, körperliche Übung und Mutprobe zugleich. Die Jagd war ein adliges und damit ein ritterliches Privileg.

Als besonders stilvoll galt die Beizjagd mit abgerichteten Falken, die an den Jäger höchste Anforderungen stellte und deshalb zur Jagd par excellence geworden ist - wie Friedrich II. berühmtes Werk »De arte venandi cum avibus« (Die Kunst mit Vögeln zu jagen) erweist. Der Lieblingssport der Könige und der Ritterschaft.

Im Inneren der Burg bildeten Spiele, nicht nur für Damen, einen beliebten Zeitvertreib. Vor allem Würfelspiele und Brettspiele mit teilweise kostbaren Spielsteinen wurden gespielt. Unter freiem Himmel wurde zur Kurzweil mit Ringen, Kugeln und Bällen gespielt. Auch »colin de moulin« (Blindekuh) gehörte in den höfischen Rahmen.




Die Ritter, die zu Rat und Hilfe verpflichtet waren, weilten in unterschiedlichen Zeiträumen am Hof und nahmen mit ihren Frauen am höfischen Leben teil. Bildung aus der Antike wurde von Geistlichen vermittelt, vorgelesen oder vorgetragen.

Der Troubadur, der Minnesänger besingt die schöne Frau, die Herrin, die einem anderen gehört und seine Zuneigung nicht erwidert. Eine Art kultische Verehrung wird der besungenen und in die Ferne gerückten Frau entgegengebracht.

Künstler (Spielleute, Musiker, Gaukler und Narren, die seit dem 12. Jahrh. überliefert sind) boten am Hof ihre Dienste an für Nahrung und Kleidung und hofften durch den Großmut des Hofherrn kostbare Geschenke zu bekommen.

Zweifellos ließ der Alltag dem Ritter mehr Zeit für Muße und Vergnügen als dem Bauern.

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