Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 601, davon 554 (92,18%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 360 positiv bewertete (59,90%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 17.2. 2001 um 12:24:36 Uhr schrieb
Dr. Josef Spesinalium über Ptolemy-Institute-of-Astrology
Der neuste Text am 29.7. 2026 um 03:02:33 Uhr schrieb
abschrull-scharbban-krotzvonspuk über Ptolemy-Institute-of-Astrology
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(insgesamt: 12)

am 10.2. 2026 um 23:15:03 Uhr schrieb
mörderschnitzel über Ptolemy-Institute-of-Astrology

am 17.9. 2015 um 12:49:01 Uhr schrieb
Caspar Nobottin über Ptolemy-Institute-of-Astrology

am 3.2. 2019 um 22:00:42 Uhr schrieb
husch, husch, die Waldfee über Ptolemy-Institute-of-Astrology

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Ptolemy-Institute-of-Astrology«

Ben Tiber\PIA schrieb am 24.3. 2002 um 20:51:17 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 14 Punkt(e)

Wir wollen Neo, dem PIA-Chef eine Freude machen.
In einem Seitenkabinett seines Büros haben wir eine Dusche eingebaut. Von oben bis unten dunkelgrüne Kacheln; antike, die aus der Ruine einer alten Moschee stammen. An der Decke ein stabiler Wasser - Blaster. Ein Scheinwerfer macht von schräg oben aus dem Wasserfall zugleich einen Lichtfall. Ich, der Akustiker, habe Mikrofone und Lautsprecher versteckt: das Tönen des Wassers wird vervielfacht, es klingt, als sei der Raum nicht 3, sondern 30 Meter hoch, als sei unten das Becken ein See.

Du drehst das Wasser auf und stehst mitten in einem richtigen Wasserfall! Schließe nicht die Augen - es sei denn, du bist schwindelfrei. Tiefe Töne, Infraschall - Schauer, feines Rieseln an den Rändern, überraschende Obertöne wie Nixen - Gesang!
Ich blende keine Ton-Konserven ein - ich filtere, vervielfache, verstärke, schwäche ab, transponiere, verteile in einem virtuellen Raum - das ist alles.
Sollte das alles Neo nicht beeindrucken, kann ich noch Teile aus Straussens „Alpensinfonie“ ins akustische Program einflechten.

laura\PIA schrieb am 20.1. 2003 um 10:43:23 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 24 Punkt(e)

Heute lädt mich Ibi zu einer Fahrt mit seinem Chang Jiang - Motorrad ein. Zu seinem 14. Geburtstag bekam er
sein Chang Jiang wieder,
eine Tüte Briefmarken aus Yteke,
von mir ein kleines Kreuz aus Negrit, an einer feinen silbernen Kette.

Wir ziehen unsere Spinnweb-Overalls an. Bevor wir die antiken Kosmonauten-Helme aufsetzen, sagt Ibi:
»Laura, was ist Liebe?«
Ach Ibi, muß du das jetzt wissen! Ich bin unruhig und halte nicht viel von Ibis Fahrkünsten.
»Wenn wir von unserem Ausflug zurück sind, sag ich dir alles, was ich weiß!«
Wir fahren los. Um mich zu beruhigen, fährt er sehr langsam - und hält schon wieder an: »Wir sind da!«
Vor der Kirche St. Kosmas und Damian. Dort sind heute ein paar Markstände. Ibi kennt ein Mädchen, das Pferde-Schaschlik brät: sie wird auf sein Motorrad aufpassen. Ich sehe, wie sie hüpft und ihre Zöpfe fliegen. Hat Ibi eine Rundfahrt versprochen?
Jetzt betrachten wir die seit einem Jahr so berühmte Ikone. Hier unten in der Kirche ist es finster. Immer brennen vor den beiden Heiligen Kerzen.
Die goldenen Reflexe machen aus Ibi einen Engel.
»Sieh mal, Gummihandschuhe!« Einer der Heiligen hält tatsächlich ein Paar Handschuhe in der Hand. »Damals gab es kein Gummi. Vielleicht feines Leder. Wahr ist: die beiden sind berühmte Ärzte.« Ibi entdeckt chirurgische Instrumente, schließlich Kranke und Krüppel.
»Und was ist mit dem?«
»Der war von einem Dämon besessen. Von einem Heiligen nur ein Wörtchen: auf und davon muß er! Wird einfach ausgespuckt!«
»War ich auch besessen?«
Letzte Woche war Ibi drei Tage lang wie im Fieber.
»Wer weiß? Er hat es versucht und fand nirgendwo Platz. Dein Dämon hat freiwillig aufgegeben.«
"Wie mich die Heiligen anschauen! Sind fast lebendig!
Und wo ist das Telefon?"
Das Telefon aus Stein ist ihm von unseren Erzählungen bekannt.
In der Finsternis verborgen, dort an der Wand ist es befestigt.
Ich gebe Ibi den Hörer, schwer wie eine Hantel.
Er hält ihn ans Kerzenlicht.
»Ein Ohr!« - »Dahinein mußt du sprechen.«
»Ein Mund!« - "Dort mußt du hören.
Er horcht. »Es rauscht!« Ich beuge mich zu ihm, um mitzuhören.
»Da sind Stimmen! Viele!«

Ibi, wir lieben dich.
Sag nichts! Wir wissen alles.
Geh mit Laura zum Brunnen im Park!

»Es kommt nichts mehr!«
Ich führe ihn durchs Dunkel hinaus und sage: »Ich, beim ersten Mal, hatte nur geheult. Hatte überhaupt nicht zugehört.«
Ich kaufe uns geröstete Maiskolben. Ibi vereinbart mit der Bratköchin ein Rendezvous.
Um das Motorrad im Instituts-Foyer zu parken, schieben wir es gemeinsam die Stufen hoch.
Dann nimmt mich Ibi an der Hand.
Wir stehen am Brunnen, die Spinnweb-Overalls wärmen uns. Die Maiskolben, in Zeitungspapier verpackt, sind noch heiß. Es ist 11 Uhr, die Sonne ist hinter kleinen, dicht gepackten silbrigen Wolken verborgen. Wie eine Stuck-Decke ist der ganze Himmel. Ringsum tönt die Stadt; heute ist schöner Alltag.
Auf dem Wasser im Brunnen, die dünne Eisschicht, wie sie mit einem Mal leuchtet! Um uns ist feiner Nebel aus Silber und Rosa.
»O Laura, wie schön ist das!«



neo fausuto\PIA schrieb am 23.4. 2003 um 13:00:43 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 13 Punkt(e)

Unerwünscht war dieser kleine Junge mit einer Sonnenbrille, der mich mit harten Fäusten anstieß, lachte, Zähne spitz wie Mäusezähne, und schrill ausrief: »so dünn ist er geworden, so dünn!«
Auf Rollen raste er umher; ich jagte ihn. Er verlor er seine hellblonde Perücke und hatte einen weißen Schädel. Er verlor er alle Kleider und ich sah, daß geradezu natürlich in die Fußknochen je 5 Rollen eingefügt waren, kleine Rollen, wie aus Knochen gedrechselt. Ich jagte ihn, bis er schreiend gegen die Wand fuhr, verstummte, lautlos auseinanderfiel.
Die verstreuten Kleider und Knochen wurden zu Scharen von Kakerlaken, die schnell, irgendwie nicht schnell genug in Ritzen und Winkeln verschwanden. Die Perücke wurde über den Boden gezogen und verschwand Ruck um Ruck hinter einem Heizungsrohr. Die Sonnenbrille blieb liegen.
Wer Unerwünschtes verjagen kann, müsste Erwünschtes herbeirufen können.

neo fausuto\PIA schrieb am 19.4. 2003 um 17:44:12 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 12 Punkt(e)

Heute, auf dem Dach, (froh bin ich, diesen einen Ausgang zum Dach zu haben, einen freien Zugang zum Himmel), dort, auf dem flachen Dach bewege ich mich vorsichtig, halte mich von den Außenkanten entfernt, um nicht gesehen zu werden, dort, in der Sonne liegend, hörte ich beunruhigende Geräusche aus dem Observatorium.
Das Observatorium ist lange außer Betrieb. Es wird von unserem Computer überwacht und gesteuert. Das Teleskop liefert unmittelbar digitalisierte Bilder. Die Mechanik funktioniert nicht mehr. Es ist Wasser eingedrungen, vieles ist verrostet.
Vergeblich startet der Computer immer wieder die Motoren, um die Kuppel zu drehen und das Teleskop zu bewegen. Der rouleau-artige Verschluß der Kuppel funktioniert - der letzte Zugang zu meinem inzwischen geschlossenen Institut.
Daß der Computer eingeschaltet ist, überrascht mich.
Dieses vergebliche Starten von Elektromotoren, diese Versuche, die korrodierte Mechanik zu bewegen werden mich noch zwingen, unten, im Herz meines Instituts, nach dem Rechten zu sehen.

Es reizt mich, das kostbarste Dokument meines Instituts preiszugeben. Hier, an dieser Stelle, die jedem zugänglich ist, hier, wo zuletzt nach Authentischem gesucht wird.
Ein kleine Veröffentlichung der Militärärztlichen Akademie Leningrad:
Prof. Dr. Winogradow: „Methodische Untersuchungen zu Krebs und Unsterblichkeit“ (1952).
Vorn auf dem Einband eine handschriftliche Notiz von Stalin, mit der Forderung, über ein „modernes Äquivalent für Höllenstrafen“ nachzudenken.

neo fausuto/PIA schrieb am 27.3. 2001 um 08:50:14 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 12 Punkt(e)

Unser Lara-Programm beunruhigt mich. Mein Chef hat sich letztes Jahr eine Lara-Kopie gekauft und sie in einem Evolutions-Programm ausgesetzt. Zufällig entstehen neue Laras, aber nicht zufällig sterben sie wieder. Wir sehen (und können auch hören) wie die Laras reden und lachen (verstehen die Sprache aber nicht). Nun sehe ich auch vereinsamte Laras, die wenig oder nicht sprechen, sehe, wie sie nach Worten ringen und wieder verstummen, schließlich in Pixel zerfallen.
Mein Chef Spesinalium behauptet,ohne Lust und Schmerz, ohne Freude und Trauer keine Evolution. Wie wir Freude und Schmerz simulieren, das ist noch Spesinaliums Geheimnis.

neo fausuto\PIA schrieb am 8.2. 2002 um 23:09:03 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 11 Punkt(e)

World-Trade-Center - auf alter Ikone abgebildet?
Die St.Kosmas-und-Damian-Kirche in Samarkand kann zur Zeit nur durch den südlichen Nebeneingang (Seite „Neuer Pferdemarkt“) betreten werden. Dort ist ein Vorraum: rechts die Treppe hinunter zur Krypta, links der Durchgang zu einer Nebenkapelle: darin - immer brennen davor Kerzen - die alte Ikone mit den Heiligen Kosmas und Damian. Sie stehen so dicht beisammen, daß die Heiligenscheine fast zu einem verschmelzen. In der Händen halten beide das Modell einer Kirche - mit zwei besonders hohen Türmen - geformt wie das World-Trade-Center. Mit denselben parallelen Linien, die unten und ganz oben gotisch sich verbinden. Oben aber statt der Antennen goldene, weithin strahlende Sterne. Und - zwischen den Türmen, eine kleine Brücke; „Seufzerbrücke“ , sagt der Pope der Kirche, Ardaljon.
Am 11.9.2001 hätten schon am frühen Nachmittag Gläubige Eintritt in die um diese Zeit gewöhnlich geschlossene Kirche sich verschafft und vor dieser Ikone gebetet, um den Schrecken noch abzuwenden (behauptet Ardaljon).

neo fausuto/PIA schrieb am 13.4. 2001 um 10:58:31 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 17 Punkt(e)

In unserem Evolutions-Programm GENESE hatten sich „Nomaden“ und „Seßhafte“ soweit entwickelt, daß sie eines Tages einen Tempel bauten und davor wie zu einer Andacht sich versammelten. Mein Chef und Entwickler von GENESE, Josef Spesinalium, war zurecht stolz über diesen Moment und fühlte sich geradezu angebetet. Die Seßhaften sind Blumenzüchter, die Nomaden Kunsthandwerker. Der Tempel war mit Schmuck gefüllt, von Blumen umgeben. Hätte Spesinalium eingreifen, ein Zeichen seiner Präsenz setzen sollen? Dieser Tempelbau war das Ende einer friedlichen Phase. Wenige Tage später hatten sich Seßhafte und Nomaden bis auf kleine Reste dezimiert. Ein primitiver Status wie schon einmal vor einem knappen Jahr. Sogar Schmuck und Blumen sind zu primitiveren Formen zurückgekehrt. Spesinalium denkt darüber nach, in irgendeiner Form selbst in die Miniwelt seines GENESE-Programms einzutauchen, selbst ein Nomade unter Nomaden zu werden (die Nomaden sind sein bevorzugtes Volk).

neo fausuto\PIA schrieb am 26.4. 2003 um 15:40:49 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 22 Punkt(e)

Erwünscht war weniger die Regie, eher die Ausstattung dieser Szene in einem der Gärten des Kanal - Inspektors.
Meine Tastatur fühlte sich anders an und klang anders - das fiel zuerst auf. Als ob kleine Kapseln, mit Samen oder Sporen prall gefüllt, bei jedem Tastendruck platzten.
Die Buchstaben wandern groß und golden über einen schwarzen Hintergrund; der Bildschirm ist flach und hoch und oben gerundet. In der Mitte der Rundung dreht sich eine Löwenzahnblüte und Blütenstaub fällt immerzu herab.
Löwenzahn blüht überall, sogar am Rand der Beton-Kuppeln auf den Dächern rings umher.
Ich sehe in der Ferne Ibi und Yamin einen Eimer mit Wasser tragen, sie gehen langsam über das betonierte Flußbett das Salsabil-Kanals und kommen näher. Die Häuser des Kanal - Inspektors, obwohl im Flußbett errichtet, haben kein fließendes Wasser - es muß in der Mitte des Kanals aus einem Rinnsal geschöpft werden.
Sie bringen das Wasser in die Küche, wo Laura und Cato einen großen Fisch zubereiten und wo Cato soeben protestiert, weil Laura den besten Weißwein über den Fisch gießt. Dann fehlen Zitronen und daran ist Cato schuld, das ist aber nichts, verglichem mit der Schuld von Ibi und Yamin. Die behaupten, nichts sei schwieriger, als Wasser aus dem Salsabil zu schöpfen. Mutwillig ziehe sich das Wasser vor dem Eimer zurück, um gleich darauf, zum Erschrecken der beiden, doch noch in den Eimer hinein und nach Lust und Laune bald spritzend wieder hinauszupringen und es sei ein Wunder, daß der Eimer wenigstens halb noch gefüllt sei. Ibi wird losgeschickt und tut nichts lieber, als Zitronen zu besorgen und mit dem Motorrad nach Pyrgo zu rasen. Yamin muß gehen und Salbei pflücken. Der beste Salbei werde in Pyrgo angeboten, sagt Ibi, Yamin müsse mitkommen. Nein, Yamin bleibt hier, Salbei werde sofort benötigt, trotzdem könne Ibi auf dem Markt nach Salbei fragen. Während Yamin jammernd auf die Suche geht, wird Ibi mit weiteren Aufträgen überhäuft.
Das Getöse von Ibis Motorrad verliert sich in der Ferne. Aus der Küche kommen beruhigende Geräusche und Stimmen.
Yamin ist bei mir, mit einem Salbeizweig.
Ist das Salbei? Ich zerreibe ein Blatt: da, riech!
Er beugt sich herab und schließt die Augen.

Ben Tiber\PIA schrieb am 6.2. 2002 um 22:55:18 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 12 Punkt(e)

In diesem Spiegel sehen wir die Zukunft!
Dies ist ein UNVERKÄUFLICHES Modell. Außerdem müssen wir daran noch arbeiten - man sieht nur 0,3 Sekunden voraus.
Hat Jogger heute mitgebracht. Der neue Chef, Neo Fausuto, weiß nichts davon - er hat was gegen Jogger. Dieser Spiegel war zuerst ein in Samarkand beliebtes Hochzeitsgeschenk: Goldrahmen mit dem Foto eines Wasserfalls - mit einem elektrischen Schalter: dann wird das Foto von hinten beleuchtet, ein Motor macht das Wasser fallen und fließen. Sonderausstattung: mit Geräuschen.
Jogger: „Mußte gar nicht viel dran ändern!“
Ich schalte ein, Jogger grinsend neben mir: „zeig das Fausuto! kriegt er geschenkt!“
Ich schaue hinein - sehe mein Spiegelbild - leicht trübe - und etwas zwingt mich, meinem Spiegelbild alles nachzumachen.
Unwiderstehlich, sehr unangenehm - mein Spiegelbild greift sich an die Stirn - grinst - klatscht sich auf die Backe, auch das mache ich nach - schaut verstört - greift zum Schalter, gute Idee!
„Ich laß dich jetzt besser allein“ - Jogger verschwindet.

neo fausuto/PIA schrieb am 12.4. 2001 um 18:30:57 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 10 Punkt(e)

Wir vom PIA hätten den 40. Jahrestag des Gagarin-Flugs fast verschlafen. Dabei haben wir in unserer verstaubten Souvenir-Vitrine ein kleines Modell der R-7 - Rakete mit einem Gagarin-Autogramm, das mein Chef Spesinalium einmal in Moskau bei passender Gelegenheit mitgehen ließ. Die Vitrine steht in der PIA-„Kapelle“: Eine Art Andachtsraum, man klettert über eine Wendeltreppe von unten hinein und ist im Innern einer Hohlkugel mit 7 Metern Durchmesser. Die Erdoberfläche ist maßstabsgerecht, wenn auch konkav an der Innenwand abgebildet - und die Antarktis fehlt - dort ist der Eingang und eine kleine Plattform. Auf dieser Plattform die Vitrine und einige bequeme Lederessel. Das Licht kommt von einem Leucht-Himmelsglobus. Der hängt vom Nordpol herab in der Mitte dieses konkaven Weltinnenraums. Die Luft ist stickig und regt nicht zur Andacht an. Eine merkwürdige Akustik - hier sollte Laura einmal singen. Aber Laura singt nur wann und wo sie will.

cato\PIA schrieb am 13.5. 2007 um 20:45:39 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 29 Punkt(e)

Staufens Schreibtisch das ist ein Werk von Robotern zu Tischlern umgeschulten Robotern. Tage könnte ich an Staufens Schreibtisch vertrödeln wenn Fächer Läden Luken sich öffnen und Duft von Rosenöl und Kampfer aus plötzlich klaffenden Lamellen weht wenn Klappen fallen Schreibflächen ausfahren eine Drehbühne sich dreht und Figuren tanzen auch der silberne Tod schüttelt sich zu einer Musik aus Spieluhren hinter kleinen stoffbespannten Fassaden die alte Radios imitieren.
Was ich suche sind die Münzen aus der kleinen Aktis. Münzen haben wir geborgen aus der kleinen Aktis mit dem kleinen Laderaum für nichts als Meßgeräte ach und die große Aktis wer weiß ob in die große Aktis wir je einziehen werden. Ein schönes Modell haben die Roboter uns gebaut. Originalgroß und anheimelnd wie eine Almhütte. Nämlich aus Holz und nicht Titan-Lanthan wie die Münzen die ich suche.

Was ich finde sind japanische Fächer und schwere Peseten und fast gewichtslose Markstücke und andere Münzen sogar Smaragde grob geschnitten aber riesig und siehe da eine Digitaluhr an der ein Pünktchen noch blinkt und dann Yteke-Briefmarken und dann Pistolen Magazine Munition Munition paßt in kein Magazin kein Magazin paßt in eine Pistole und dann Batterien und Datenspeicher aus verschollenen Geräten und dann auch verjährte Flugtickets nach Kiev und Moskau.
Was ich an mich nehme sind vergilbte Papierrollen mit Aufzeichnungen von EEGs und ECGs. Die frühesten Präkognitionsexperimente. Mein Gehirn gehört nur mir mein Herz gehört nur mir Cato.

Ben Tiber schrieb am 16.1. 2002 um 21:33:32 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 16 Punkt(e)

Im PIA wird mit einem Evolutionsprogramm experimentiert, das mit Kopien der »Lara« gefüttert wurde. Ich habe Bilder gesehen. Teils sind sie schöner geworden (sehen eher wie Nofretetes aus). Teils furchtbar, mit deformierten Gesichtern und Gliedern. Die Evolution bevorzugt nicht Schönheit, sondern Intelligenz. Sie reden eine angeblich komplexe Sprache und beschäftigen sich mit Mathematik.
Weniger intelligente Laras leiden sichtlich, und das Programm entfernt sie erst, wenn sie ganz verstummt sind. Das wissen sie. Dieses Ringen um Worte ist schrecklich.

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Erstellt am 9.12. 2011 um 15:41:16 Uhr von Bettina, enthält 9 Texte

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